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Reisefreunds Reiseblog
Insel La Gomera, 24. August - 7. September 2006
Tags: Insel, La Gomera, Kanaren, Kanarische Inseln, Spanien, Destination, Reisetagebuch, Reiseblog, Land, Leute, Fischerdorf, Kultur, Sommer, wandern, sehenswert, Reisebericht, Menschen, San Sebasatian, Hotel, Meer, Landschaft
Nach einem Jahr Pause flogen wir wieder einmal in die Ferne. Nach einigem Hin und Her und der Prüfung verschiedener Vorschläge entschieden wir uns für eine Destination in Europa: Die kanarische Insel La Gomera.
Die Insel liegt einige Tausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt und hat eine Fläche von 378km 2 . Die Besonderheit von La Gomera ist die Pfeifsprache „El Silbo“. La Gomera ist weltweit der einzige Ort, wo diese Pfeifsprache noch existiert. Wann genau „El Silbo“ auf die Kanaren kam, ist nicht bekannt. Historiker vermuten, dass die Sprache von marokkanischen Volksstämmen nach La Gomera gebracht wurde. Erstmals erwähnt wurde „El Silbo“ im Jahr 1413, als zwei französische Missionare ein Volk erwähnten, „das nur mit den Lippen spricht“.
„El Silbo“ war für die Gomeros überlebenswichtig: Nur so konnten die Inselbewohner die tiefen und weiten Schluchten der Vulkaninseln überbrücken und sich verständigen. Schon im 15. Jahrhundert konnten sich die Gomeros dank ihrer Pfeifsprache, mit der sie eine Distanz von acht bis zehn Kilometern überbrücken, vor spanischen Eroberern oder Piraten schützen. Und im spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939) wurden die „Silbadores“ für die Nachrichtenübermittlung eingesetzt.
Endlich war der Abreisetag angebrochen. Nach der üblichen Teamarbeit, die wir vor jeder Auslandreise verrichten, zogen wir bepackt und voller Vorfreude zum Bahnhof. Der Abflug war für einmal vom Airport Basel Mühlhausen geplant. Monika kannte diesen Flughafen bereits, für mich war er neu. Der Zug brachte uns von Bern nach Basel. Dort mussten wir den Bus zum Airport suchen, aber wir fanden ihn noch rechtzeitig. Vor dem Abflug gönnten wir uns im Flughafenrestaurant noch eine Kleinigkeit, bevor wir ins Flugzeug einsteigen konnten.
Da es auf La Gomara keinen Flughafen gibt, ist die Insel für Touristen nur mit einer Autofähre ab Teneriffa erreichbar. Die Gomeros benutzen für die Überfahrt vorwiegend ihre Segel- oder Fischerboote.
Endlich hob das Flugzeug ab, und schon bald wurde uns das Essen an Bord serviert.
Nach dreieinhalb Flugstunden landeten wir endlich auf Teneriffa. Nach der Gepäckausgabe und der Passkontrolle wartete bereits die Reiseleitung auf uns, und wir konnten den Bus zum Hafen besteigen. Unser Frachtgut deponierten wir in einem Schliessfachwagen, welcher auf die spätere Autofähre verfrachtet wurde.
Dabei stellte ich überrascht fest, dass wir die einzigen Gäste im Bus waren, die nach La Gomera reisen wollten.
Anscheinend wählen wir immer den richtigen Zeitpunkt für Inselreisen aus. Oder bevorzugen die Schweizer andere Destinationen? Jedenfalls waren wir wieder mal geschickt dem Massentourismus entflohen und dieser Trumpf freute uns beide.
Nach einem kurzen Drink stiegen wir in die bereits wartende Autofähre ein. Ich war erstaunt, wie viele Autos auf der Fähre Platz fanden. Es dämmerte bereits, und so machte ich es mir im Sessel bequem.
Kaum verliessen wir die Fähre und, abermals begrüsste uns eine andere Reiseleitung. Und auch das Taxi zum Hotel „Parador“ wartete bereits auf uns. Der Gedanke, wieder mal die einzigen Schweizergäste zu sein, war mir sehr willkommen.
Der Prospekt hatte nicht zu viel verprochen: Auf La Gomera gab es wirklich kaum Touristen. Ich fühlte mich, wie damals auf den Malediven, im Paradies. Der Hauptort San Sebastian, wo sich unser Hotel befand, ist der Hauptort von La Gomera. Im Hotelzimmer streckten wir nach dem Abendessen und dem Auspacken unsere müden Glieder von dieser Reise. Am nächsten Morgen genossen wir die Aussicht auf dem Balkon und bestaunten unser Paradies für die nächsten Tage: Blick aufs Meer und wunderschöne Blumenrabatten in den verschiedensten Farben. Einfach fantastisch.
Auf La Gomera gibt es sechs Fischerdörfer, und die Insel ist umgeben von den Nachbarinseln El Hierro, La Palma und Teneriffa. Auf der Insel wachsen vor allem Palmen, Kakteen aller Art sowie ab und zu eine Papageienblume. Die Kakteen, meistens Agaven, wachsen sogar auf den Felsen.
Sogar der bekannte Weltumsegler und Pionier Christoph Kolumbus ist auf La Gomera zur Legende geworden. Die Gomeros sind zu Recht stolz auf ihren Helden auf hoher See. Für geübte Wanderer ist dieses kleine Felsen-Paradies geradezu ideal. Der Passatwind ist ein ständiger Begleiter der Kanaren, und durch den aufwirbelnden Sand scheint die Sicht trotz Sonnenlicht milchig. Ein weiterer Stolz der Gomeros ist der Hexenwald (Regenwald) in Hermigua. Sie haben richtig gehört, der Kontinent Europa hat auch einen Regenwald.
Einen mit Salzwasser gefüllten Swimmingpool hab' ich übrigens noch nie gesehen und diese Gelegenheit nützte ich, alleine schon wegen meiner Haut. Diese Erfrischung tat gut. Ich war zwar keinen Ratten begegnet, aber auf La Gomera gibt's solche Tiere. Jemand hat uns erzählt, dass die Ratten an Blättern nagen und davon „betrunken“ werden. Das führt dazu, dass die Ratten von den Bäumen fallen. Eine vorstellbar ulkige Situation.
Unser erster Wanderausflug „Wilder Nordwesten“ nach Valle Gran Rey war zwar schön, aber wiederholen würde ich ihn nicht.
Der zweite Ausflug „Wale und Delphine“ auf dem Atlantik war dafür ein tolles Erlebnis. Zum einen die Fahrt mit dem „Garajonay Express“ zum Fischerdorf Valle Gran Rey und zum zweiten die Delphine im Atlantik. Ganze Schulen schwammen umher. Einfach toll. Einige Delphine sah ich sogar springen.
Die Kanarischen Inseln sind ein tolles Ferienziel für uns und, wir fliegen bestimmt wieder dort hin. Passatwind und schwarzer Sand hin oder her. Die Kanaren haben übrigens sehr leicht bekömmliche und leckere Roséweine.
Wie es so ist, kam auch das Ende unserer Ferien. Ohne nennenswerte Ereignisse erreichten wir Flughafen Basel. Nach der Gepäckausgabe passierten wir gemütlich die Passkontrolle und traten somit die restliche Etappe nach Bern und Worb an. Zuhause haben wir uns bald wieder eingelebt. Aber die nächste Reise kommt bestimmt!
Die Insel liegt einige Tausend Kilometer vom spanischen Festland entfernt und hat eine Fläche von 378km 2 . Die Besonderheit von La Gomera ist die Pfeifsprache „El Silbo“. La Gomera ist weltweit der einzige Ort, wo diese Pfeifsprache noch existiert. Wann genau „El Silbo“ auf die Kanaren kam, ist nicht bekannt. Historiker vermuten, dass die Sprache von marokkanischen Volksstämmen nach La Gomera gebracht wurde. Erstmals erwähnt wurde „El Silbo“ im Jahr 1413, als zwei französische Missionare ein Volk erwähnten, „das nur mit den Lippen spricht“.
„El Silbo“ war für die Gomeros überlebenswichtig: Nur so konnten die Inselbewohner die tiefen und weiten Schluchten der Vulkaninseln überbrücken und sich verständigen. Schon im 15. Jahrhundert konnten sich die Gomeros dank ihrer Pfeifsprache, mit der sie eine Distanz von acht bis zehn Kilometern überbrücken, vor spanischen Eroberern oder Piraten schützen. Und im spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939) wurden die „Silbadores“ für die Nachrichtenübermittlung eingesetzt.
Endlich war der Abreisetag angebrochen. Nach der üblichen Teamarbeit, die wir vor jeder Auslandreise verrichten, zogen wir bepackt und voller Vorfreude zum Bahnhof. Der Abflug war für einmal vom Airport Basel Mühlhausen geplant. Monika kannte diesen Flughafen bereits, für mich war er neu. Der Zug brachte uns von Bern nach Basel. Dort mussten wir den Bus zum Airport suchen, aber wir fanden ihn noch rechtzeitig. Vor dem Abflug gönnten wir uns im Flughafenrestaurant noch eine Kleinigkeit, bevor wir ins Flugzeug einsteigen konnten.
Da es auf La Gomara keinen Flughafen gibt, ist die Insel für Touristen nur mit einer Autofähre ab Teneriffa erreichbar. Die Gomeros benutzen für die Überfahrt vorwiegend ihre Segel- oder Fischerboote.
Endlich hob das Flugzeug ab, und schon bald wurde uns das Essen an Bord serviert.
Nach dreieinhalb Flugstunden landeten wir endlich auf Teneriffa. Nach der Gepäckausgabe und der Passkontrolle wartete bereits die Reiseleitung auf uns, und wir konnten den Bus zum Hafen besteigen. Unser Frachtgut deponierten wir in einem Schliessfachwagen, welcher auf die spätere Autofähre verfrachtet wurde.
Dabei stellte ich überrascht fest, dass wir die einzigen Gäste im Bus waren, die nach La Gomera reisen wollten.
Anscheinend wählen wir immer den richtigen Zeitpunkt für Inselreisen aus. Oder bevorzugen die Schweizer andere Destinationen? Jedenfalls waren wir wieder mal geschickt dem Massentourismus entflohen und dieser Trumpf freute uns beide.
Nach einem kurzen Drink stiegen wir in die bereits wartende Autofähre ein. Ich war erstaunt, wie viele Autos auf der Fähre Platz fanden. Es dämmerte bereits, und so machte ich es mir im Sessel bequem.
Kaum verliessen wir die Fähre und, abermals begrüsste uns eine andere Reiseleitung. Und auch das Taxi zum Hotel „Parador“ wartete bereits auf uns. Der Gedanke, wieder mal die einzigen Schweizergäste zu sein, war mir sehr willkommen.
Der Prospekt hatte nicht zu viel verprochen: Auf La Gomera gab es wirklich kaum Touristen. Ich fühlte mich, wie damals auf den Malediven, im Paradies. Der Hauptort San Sebastian, wo sich unser Hotel befand, ist der Hauptort von La Gomera. Im Hotelzimmer streckten wir nach dem Abendessen und dem Auspacken unsere müden Glieder von dieser Reise. Am nächsten Morgen genossen wir die Aussicht auf dem Balkon und bestaunten unser Paradies für die nächsten Tage: Blick aufs Meer und wunderschöne Blumenrabatten in den verschiedensten Farben. Einfach fantastisch.
Auf La Gomera gibt es sechs Fischerdörfer, und die Insel ist umgeben von den Nachbarinseln El Hierro, La Palma und Teneriffa. Auf der Insel wachsen vor allem Palmen, Kakteen aller Art sowie ab und zu eine Papageienblume. Die Kakteen, meistens Agaven, wachsen sogar auf den Felsen.
Sogar der bekannte Weltumsegler und Pionier Christoph Kolumbus ist auf La Gomera zur Legende geworden. Die Gomeros sind zu Recht stolz auf ihren Helden auf hoher See. Für geübte Wanderer ist dieses kleine Felsen-Paradies geradezu ideal. Der Passatwind ist ein ständiger Begleiter der Kanaren, und durch den aufwirbelnden Sand scheint die Sicht trotz Sonnenlicht milchig. Ein weiterer Stolz der Gomeros ist der Hexenwald (Regenwald) in Hermigua. Sie haben richtig gehört, der Kontinent Europa hat auch einen Regenwald.
Einen mit Salzwasser gefüllten Swimmingpool hab' ich übrigens noch nie gesehen und diese Gelegenheit nützte ich, alleine schon wegen meiner Haut. Diese Erfrischung tat gut. Ich war zwar keinen Ratten begegnet, aber auf La Gomera gibt's solche Tiere. Jemand hat uns erzählt, dass die Ratten an Blättern nagen und davon „betrunken“ werden. Das führt dazu, dass die Ratten von den Bäumen fallen. Eine vorstellbar ulkige Situation.
Unser erster Wanderausflug „Wilder Nordwesten“ nach Valle Gran Rey war zwar schön, aber wiederholen würde ich ihn nicht.
Der zweite Ausflug „Wale und Delphine“ auf dem Atlantik war dafür ein tolles Erlebnis. Zum einen die Fahrt mit dem „Garajonay Express“ zum Fischerdorf Valle Gran Rey und zum zweiten die Delphine im Atlantik. Ganze Schulen schwammen umher. Einfach toll. Einige Delphine sah ich sogar springen.
Die Kanarischen Inseln sind ein tolles Ferienziel für uns und, wir fliegen bestimmt wieder dort hin. Passatwind und schwarzer Sand hin oder her. Die Kanaren haben übrigens sehr leicht bekömmliche und leckere Roséweine.
Wie es so ist, kam auch das Ende unserer Ferien. Ohne nennenswerte Ereignisse erreichten wir Flughafen Basel. Nach der Gepäckausgabe passierten wir gemütlich die Passkontrolle und traten somit die restliche Etappe nach Bern und Worb an. Zuhause haben wir uns bald wieder eingelebt. Aber die nächste Reise kommt bestimmt!