Adelaide - Australiens Tor zum Outback
In Adelaide in Südaustralien sorgen Wildlife Parks, weiße Strände und Eukalyptuswälder für ein einzigartiges Naturerlebnis. Auch zu Reisen ins Outback kann man von dort aufbrechen.
Im Süden Australiens, direkt an der Küste, liegt die Stadt Adelaide - Australiens Tor zum Outback. Obwohl sie mehr als eine Million Einwohner hat, ist sie nur wenigen bekannt. Schließlich gibt es dort weder ein berühmtes Opernhaus, noch ein großes Korallenriff - und doch, wenn man einmal dorthin reist, dann erlebt man den Australian Way of Life ganz ursprünglich. Denn fernab von den touristischen Zentren erfährt man die Menschen und ihre Kultur in Adelaide hautnah und kann außerdem weiter aufbrechen zu einer Reise, die tiefer ins Landesinnere führt. Hinter Adelaide liegen nur noch rote Wüsten und Weiten - es ist Australiens Tor zum Outback.
Naturerlebnis Adelaide
Australien ist für seine einzigartige Natur bekannt, und die kann man auch in Adelaide, Australiens Tor zum Outback, erleben. Adelaide befindet sich im Bundesstaat Südaustralien und liegt direkt an der Pazifikküste. An der einen Seite Adelaides befindet sich somit der Strand; auf der anderen Seite wird die Stadt durch die Adelaide Hills begrenzt, eine Hügelkette, auf der ausgedehnte Eukalyptus-Wälder wachsen. Hier leben Koalas, die man im Cleland Conservation Park ganz hautnah erleben kann. Für 28 Australian Dollar Eintritt (ca. 18 Euro) kann man in diesem Wildlife Park in den weitläufigen, offenen Gehegen Kängurus füttern und kleine Beutelratten sehen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist jedoch das gemeinsame Foto mit einem Koala. Für 15 Australian Dollar kann man die niedlichen Bären für einige Minuten auf den Arm nehmen und bekommt ein Foto von dieser einmaligen Erfahrung. Der Park befindet sich in der Summit Road, mit dem Auto etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit von Adelaide entfernt, und hat täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet.
Ein weiteres Naturerlebnis gibt es im Hafen von Adelaide, der sich ganz im Norden der Stadt befindet und bequem mit der Bahn über die Haltestelle "Port Harbour" zu erreichen ist. Von dort aus legen in regelmäßigen Abständen Boote ab, mit denen man für wenige Dollar eine Dolphin-Tour machen kann. Die Tümmler leben im Hafenbecken und sind vom Schiff aus zu beobachten, wenn sie aus dem Wasser hervorspringen. Die Fahrten durch das Hafenbecken von Adelaide dauern im durchschnitt etwa 30 Minuten.
Strand und Wassersport
Ein weiterer Höhepunkt Adelaides ist, obwohl es ja das Tor zum trockenen Outback ist, natürlich der Strand, der sich weiß und scheinbar unendlich weit an der Stadt entlang zieht - und zum Entzücken der Touristen zumeist kaum besucht ist. Denn die sonnenverwöhnten Australier baden nur selten, und die wenigen Touristen verteilen sich bei so viel Platz schnell. Zumeist gibt es an den Stränden allerdings keine Rettungsschwimmer; wer auf Nummer sicher gehen will, sollte am besten am überwachten Strand von Glenelg schwimmen. Der Stadtteil Glenelg ist das touristische Zentrum Adelaides, wo sich auch die meisten Hotels befinden. Preiswert, aber komfortabel kann man z.B. im Oaks Liberty Tower in der Colley Terrace oder im Stamford Grand Adelaide am Mosley Square übernachten. Außerdem gibt es in diesem Stadtteil Adelaides eine Strandpromenade, Geschäfte zum Bummeln und einen "Jetty", einen Steg, der mehrere Dutzende Meter ins Meer hinein reicht. Hier sollte man einmal abends entlang spazieren und den Sonnenuntergang genießen.
Nicht nur zum Schwimmen, auch zum Surfen und vor allem zum Surfen-Lernen eignen Adelaides Strände sich hervorragend, denn bei gutem Wetter sind die Wellen niedrig, aber stark genug, damit man beim Übers-Wasser-Gleiten einen kleinen Nervenkitzel verspürt. Surfschulen und Verleihe gibt es überall in Adelaide - und auch Windsurfen und Schnorcheln ist überall möglich. Die Wassertemperaturen sind bei Adelaide besonders im Sommer und im Herbst sehr angenehm, liegen sie doch bei weit über 20 Grad.
Kultur
Auch Kulturinteressierte kommen in Adelaide, Australiens Tor zum Outback, nicht zu kurz: Im Festival Center, direkt hinter dem Hauptbahnhof am Rand des Stadtparks gelegen, finden regelmäßig Musikveranstaltungen statt. Wer etwas über die Geschichte Südaustraliens lernen möchte, ist im South Australia Museum richtig: Hier lernt man Wissenswertes über den Kontinent von der Urzeit bis heute; so gibt es in den Ausstellungsräumen Saurierskelette und einheimische Tiere zu sehen, aber auch zeitgenössische Aboriginee-Kunst. Das Museum befindet sich in der North Terrace und ist jeden Tag zwischen 10 Uhr und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist, wie in vielen staatlichen Museen Australiens, frei. Darüber hinaus besitzt Adelaide die größte Einkaufszone Australiens, mit wunderschönen Arkaden, die im viktorianischen Stil angelegt sind. Abgerundet wird das idyllische Stadtbild von Adelaide durch jede Menge Kirchen und den weiten, grünen Park.
Weitere Ausflugsziele
Als Tor zum Outback bietet Adelaide sich als Ausgangspunkt für eine Reise ins Landesinnere an. Einige hundert Kilometer nördlich von Adelaide, im Outback, befindet sich die Opal-Sucher-Stadt Coober Pedy. Hier kann man in die Bergbaugeschichte Australiens eintauchen und in Höhlenhotels übernachten, z.B. im Desert Cave Hotel. Eine Nacht kostet hier pro Person allerdings über 200 Australian Dollar. Wer noch weiter will, kann sich auf eine 1000-Kilometer-Tour zum berühmten Ayers Rock, dem Fels im Herzen Australiens, aufmachen oder nach Alice Springs reisen. Kehrt man dann nach ein oder zwei Wochen von einer Safari durchs Outback zurück nach Adelaide, empfangen die Hills und der Park einen wie eine grüne Oase.
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