Altes Museum Berlin - Antike zum Anfassen

Das Alte Museum in Berlin lässt seine Besucher die Antike zum Greifen nah erscheinen. In einem durch Karl Friedrich Schinkel errichteten Gebäude präsentiert es griechische, etruskische und römische Kunst.

Der Name „Altes Museum Berlin“ steht für eines der kulturellen Highlights der deutschen Hauptstadt. Es befindet sich wie das Pergamonmuseum und die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel. Es ist Eigentum der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und beherbergt seit 1904 die Antikensammlung. Dabei ist es neben der reichen Sammlung antiker Relikte das Gebäude selbst, welches den außergewöhnlichen Ruf des Alten Museums Berlin prägt.

Niemand geringerer als Karl Friedrich Schinkel erbaute das Museumsgebäude in den Jahren 1823 – 1830 im Stile des Klassizismus. Mit seiner an die griechische und römische Antike angelehnten Bauweise, zählt Schinkels Bauprojekt Altes Museum Berlin zu den bedeutendsten Bauwerken dieser Strömung. Seine äußere Form mit den ionischen Säulen erinnert an griechische Tempel, während die große Rotunde deutliche Reminiszenzen an das Pantheon in Rom erkennen lässt. Als Teil des Gebäudeensembles der Museumsinsel gehört das Alte Museum Berlin seit 1999 sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Neben seiner reinen baulichen Bedeutung steht der Name Altes Museum Berlin natürlich auch für eine herausragende Sammlung antiker Gegenstände. Seit einigen Jahren wird die griechische und römische Kunst aus dem Pergamon-Museum in das Alte Museum verlagert. Folgerichtig liegt der Fokus der Ausstellung des Alten Museums auf der Geschichte und vor allem Kunst und den Skulpturen der Griechen, Etrusker und Römer. Besonders die etruskische Sammlung genießt Weltruf. Seit 1939 ist sie nicht mehr dauerhaft ausgestellt worden, doch im Zuge der noch immer andauernden Sanierung ist sie seit 2010 wieder zugänglich. Vollständige Grabfunde und Sarkophage in originaler Bemalung sowie erstaunliche Kunstgegenstände zählen zu den Glanzlichtern dieser Abteilung.

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Die römische Epoche im Alten Museum Berlin wird vertreten durch ein breites Spektrum an Kunst- und Alltagsgegenständen. Schmuck und antike Kosmetikutensilien finden sich hier genauso wie Mosaike, Skulpturen und römisches Tafelsilber. Ein besonders bekanntes Ausstellungsstück ist der mit großartigen Reliefs verzierte „Medea-Sarkophag“. Die griechische Antike wird durch Skulpturen aus Stein, Ton und Bronze, klassische Vasen sowie Silber- und Goldschätze repräsentiert. Des Weiteren bieten spezielle Infosysteme Interessantes über antike Mythen, die Stadtkultur oder die diversen Ausgrabungsstätten. Das Museum bietet Antike zum Anfassen inmitten der größten und modernsten deutschen Metropole, denn wo Altes Museum Berlin draufsteht, gibt es vieles zu erleben und bestaunen.

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Autor: MarkusJansen  19.01.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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