Altstadt von Sibenik
In den engen Gassen der Altstadt von Sibenik strahlen die Katedrala sv. Jakova, der Rektorenpalast und die Stadtloggia eine geschichtsträchtige Atmosphäre aus.
Der beste Weg in die Altstadt von Sibenik, die sich unterhalb der auf einem Kalkfelsen errichteten Festung erstreckt, ist die Treppe, die direkt von der Uferpromenade aus in die engen Gassen führt. Dort angekommen, erhebt sich majestätisch die steinerne Fassade der Katedrala sv. Jakova in den Himmel, die im Jahr 2000 von der UNESCO als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt wurde. Auf dem Vorplatz des Gotteshauses fällt sogleich der Fries mit den 71 in Stein gemeißelten Bürgerköpfen ins Auge: Der dalmatinische Bildhauer Juraj Dalmatinac, der auch als einer der Baumeister für die Kathedrale verantwortlich zeichnete, hat seine Zeitgenossen Anfang des 15. Jahrhunderts auf diese Art kunstvoll unsterblich gemacht.
Die dreischiffige Basilika mit ihrem außergewöhnlichen Tonnengewölbe aus frei tragenden, gegeneinander gestellten Steinplatten wurde zwischen 1431 und 1535 von den Architekten di Giacomo, Dalmaticus und di Giovanni Fiorentino errichtet, geweiht wurde sie 1555. Während der Bombardierung Sibeniks im Jahr 1991 zerstörten serbische Truppen die Katedrala sv. Jakova erheblich; nach gründlicher Restaurierung gleich nach Kriegsende ist jedoch heute kein Schaden mehr zu erkennen – die Basilika von Sibenik erstrahlt schöner als vorher. Erwähnenswert an dem Bauwerk, das Stilelemente der Gotik und Renaissance vereint, ist auch die Fassade mit dem Giebel in Form eines dreiblättrigen Kleeblattes. Im Innern der Katedrala sv. Jakova erhebt sich 32 Meter hoch die Kuppel. Sehenswert: der Altar des Heiligen Kreuzes (Sveti Kriz), ausgestattet mit Gemälden und Engelreliefs. Ebenfalls von Juraj Dalmatinac, dessen Denkmal vor dem Hauptportal steht, ist das Baptisterium mit dem Taufbecken.
Südöstlich der Kathedrale steht der ehemalige Rektorenpalast (auch Fürstenpalast genannt) aus dem 14. bis 16. Jahrhundert, in dem damals die Stadtherren residierten. Heute sind hier wechselnde Ausstellungen, aber auch eine permanente Sammlung von Kunstgegenständen aus der Historie Sibeniks zu sehen. Das Rathaus gegenüber der Basilika ist in der ehemaligen zweistöckigen Stadtloggia, errichtet im 16. Jahrhundert, untergebracht. Der erste Stock wird durch neun Arkadenbögen gestützt. An einem der Säulen, so heißt es, wurden früher Gesetzesbrecher an den Pranger gestellt. Es lohnt sich, in einem der Cafés der Altstadt von Sibenik Platz zu nehmen und die geschichtsträchtige Atmosphäre des Gebäudeensembles zu genießen. Nach der Pause lohnt sich der Aufstieg zur Ruine Sv. Ana (ehemals Sv. Mihovil) über die Treppe bei der Stadtloggia, denn von dort aus hat man einen wunderschönen weiten Blick über die Altstadt von Sibenik und auf die westliche gelegenen dalmatinischen Inseln.
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