Angeln und Schwansen – Unterwegs zwischen Flensburg und Schleswig

Auf einer Tour durch Angeln und Schwansen kann man viele kleine Fischerdörfer, den einzigen Heringszaun Europas und eine malerische Landschaft entdecken.

Einst war das Gebiet das bedeutendste Handelszentrum Nordeuropas. Heute ist es idyllisches Bauernland. So erstrecken sich die beiden Regionen Angeln und Schwansen im äußersten Norden unserer Republik. Eine Erkundungstour durch die beiden Regionen kann beispielsweise in Schleswig gestartet werden. Es ist am Flussende der Schlei zu finden und wurde vor über 1.000 Jahren durch die Wikinger aus dem hohen Norden unter dem Namen Haithabu als Handelsplatz gegründet. Heute kann dieser geschichtliche Abschnitt der Stadt im Museumskomplex Haithabu erforscht werden. Dort zeigen sich etliche wiederaufgebaute Bootshäuser und viele Funde sowie Ausgrabungen den Besuchern.

Hat man dies alles ausgiebig besichtigt, kann man seinen Streifzug durch Schleswig am St.-Petri-Dom fortsetzten. Dieser befindet sich auf dem Marktplatz der Altstadt, die so gleich mit erkundet werden kann. Besonders das alte Rathaus und die herrlichen Bürgerhäuser entlang der Straße, sind sehenswert. Im Dom selber gibt es für den Besucher den Bordesholmer Altar Hans Brüggemanns zu bewundern. Für einen Museumsbesuch steht das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum im Schloss Gottorf zur Verfügung. Hier bekommt man eindrucksvolle vor- und frühgeschichtliche Exponate zu Gesicht. Für eine Wanderung in und um die Region bietet sich im nahegelegenen Haddeby eine Uferwanderung an. Diese führt um das gesamte Haddebyer Noor und hat eine Länge von ca. sechs Kilometern.

Ein weiterer interessanter Anlaufpunkt auf einer Tour durch Angeln und Schwansen ist die Stadt Kappeln. Dort befindet sich Europas einziger Heringszaun. Er dient dazu, dass während der Laichzeit dieser Fische im Frühjahr verhindert wird, dass sich diese in den Reusen verfangen. Im benachbarten Maasholm kann man auf einer Wanderung durch die Gegend die Seele baumeln lassen und die Natur erkunden. Sie hat eine Länge von acht Kilometern.

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Auch Glücksburg ist jedem Falle einen Abstecher wert. Das dortige Fürstenschloss wird als schönstes Wasserschloss Deutschlands gehandelt, weswegen man es nicht verpassen sollte es zu besichtigen. Dies ist innerhalb einer Führung möglich. Sehr interessant sind vor allem die Gobelinsammlung sowie die seltenen Ledertapeten an den Wänden. Der Schlossteich lädt anschließend dazu ein, den Kurpark mit Meerwasser-Wellenbad, Yachtschule und einem Hafen zu besuchen. Ein gepflegter Strand und etliche Freizeitangebote in Form von Parks, Wander- sowie Radwegen, ergänzen den Aufenthalt in Glücksburg.

Begibt man sich von Glücksburg aus in Richtung Südwesten landet man nach einiger Zeit in Flensburg. Es ist Deutschlands nördlichste Stadt und hat neben viel Moderne auch zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dazu gehören unter anderem die Nikolaikirche, das Alt-Flensburger Haus, das Nordertor sowie ein Schifffahrtsmuseum mit zahlreichen Exponaten. Eine Wanderung ist vom naheliegenden Ort Oeversee aus möglich, von wo aus eine Wanderroute mit einer Länge von neun Kilometern in die Region startet.

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Autor: Spunk  05.01.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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