Architektur in Essen - Das Hundertwasser Haus
Das Hundertwasserhaus ist eine Besonderheit der Architektur in Essen. Das im Grugapark gelegene Gebäude ist das letzte Werk des Künstlers Friedensreich Hundertwasser.
Zwischen der Orangerie und dem Botanischen Garten im Grugapark liegt ein Schmuckstück der Architektur in Essen, das Hundertwasserhaus. Nach einer Planungszeit von sieben Jahren wurde es in nur elf Monaten erbaut und fertiggestellt. Das Hundertwasserhaus ist das letzte Werk des im Jahr 2000 verstorbenen österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser, der als Maler, Zeichner, Grafiker und Architekt international bekannt war. Der auffälligste Punkt des Gebäudes ist wohl der goldene Zwiebelturm, der sich über dem Haus erhebt. Das gesamte Erscheinungsbild des Essener Hundertwasserhauses ist sehr typisch für Hundertwasser‘s Auffassung von Architektur. In Essen gibt es, wie in allen anderen Hundertwasser-Häusern, keine Ecken und geraden Linien. Hundertwasser verurteilte gerade Linien, da diese seiner Ansicht nach zum Tod führen. Die Spirale hingegen ist ein Symbol für Leben und Tod. Weiche Formen, wie etwa abgerundete Ecken oder Übergänge von Wand zu Boden und kräftige Farben machen das Hundertwasserhaus unverkennbar. Auch die Umgebung des Hauses wurde in die Gesamtplanung mit einbezogen - das Hundertwasserhaus liegt inmitten einer hügeligen Landschaft im Grugapark neben dem Universitätsklinikum.
Bewohnt wird das Haus von Familien, deren Kinder im Uniklinikum Essen behandelt werden. Für die Dauer der Behandlung, die sich über Monate erstrecken kann, können die Familien für einen fairen Preis im Hundertwasserhaus wohnen und so näher bei ihren Kindern sein. Die Ärzte entscheiden, wer eines der Appartements beziehen kann und Familien, die von weither kommen, wird dabei der Vorzug gegeben. Für die Architektur in Essen ist das Hundertwasserhaus eine große Bereicherung. Dies wusste auch der Sponsor des Gebäudes, die McDonalds Kinderhilfe, auf dessen Initiative hin Friedensreich Hundertwasser höchstpersönlich den Standort für das Gebäude aussuchte und ihm die Adresse Unterm Sternenzelt gab. Der Eintritt in diese Perle der Architektur in Essen ist kostenlos - allerdings muss eine Eintrittskarte in den Grugapark gelöst werden, diese kostet für Erwachsene 3 Euro, für Kinder ab sechs Jahren 1 Euro und für Kleinkinder ist der Eintritt kostenlos. Besichtigungen des Hundertwassers sind nur mit verbindlicher Voranmeldung möglich.
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