Auf der Straße essen in Peru – Tipps & Hinweise

Essen bei Straßenverkäufern kann in Peru besonders günstig und lecker sein. Doch nicht immer und überall sollte man auf der Straße essen - hier gibt es Hinweise und Tipps dazu.

Häufig ist es in Peru nicht nötig, ein Restaurant aufzusuchen, um besonders wohlschmeckend zu essen: An beinahe jeder Ecke bieten Straßenverkäufer Leckereien aller Art an. Vom süßen Nachtisch bis zum würzigen Grillfleisch kann man auf der Straße beinahe alles kaufen, was das Herz begehrt. Gerade Touristen sollten aber bedenken, dass das Essen auf der Straße unter Umständen auf den Magen schlagen kann. Auch Peruaner essen nicht bei allen Straßenverkäufern.

Vorsicht beim Essen auf der Straße

Nicht jedes Essen auf der Straße führt unweigerlich zu heftigem Durchfall, doch ein bisschen Vorsicht ist schon geboten. Je länger man in Peru ist, desto resistenter wird der eigene Magen vermutlich werden, sodass man sich durchaus auch das ein oder andere trauen kann. Gerade bei Salaten, Eis oder Fruchtsäften sollte man allerdings besonders aufpassen, gerade, weil diese mit Leitungswasser gewaschen oder zubereitet sein können, das für Touristen oft unbekömmlich ist. Was auch viele Peruaner meiden, sind Sandwichs und belegte Brötchen, die ohne Schutz direkt am Rand besonders befahrener Hauptstraßen verkauft werden – Brötchen mit Benzinaroma bieten alles andere als Gaumenfreuden.

Anticuchos: Herzhafte Spieße im Straßenverkauf

Einer der Dauerbrenner der peruanischen Straßenmahlzeiten sind zweifellos die Anticuchos. Hierbei handelt es sich um gegrillte Rinderherzen am Spieß, die normalerweise selbst denen schmecken, die sonst nicht viel von Innereien halten. Mancherorts werden auch normale Fleischspieße als Anticuchos verkauft. Serviert werden die Anticuchos mit einem Stück Kartoffel auf dem Fleischspieß und auf Wunsch mit scharfer Ajísauce (Chilisauce). Sie sollten im Normalfall zwischen 1,50 und 2,00 Soles kosten (etwa vierzig bis fünfzig Cent).

Tamales – ein Leibgericht der Peruaner

Ein weiteres klassisches Straßengericht sind Tamales und Humitas, eine Masse aus Maisteig mit Fleisch, Oliven oder anderen Füllungen. Tamales sind herzhaft, während Humitas eher ein bisschen süß schmecken. Sie werden in Mais- oder Bananenblätter eingewickelt verkauft und schmecken warm genau so gut wie kalt. Da es sie in verschiedenen Größen gibt, können die Preise variieren, in den allermeisten Fällen sind Tamales und Humitas aber eine günstige Mahlzeit für zwischendurch und als solche bei den Peruanern sehr beliebt.

Hamburger auf der Straße essen – das Angebot der Ambulantes

Häufig sieht man Ambulantes (Straßenverkäufer), die mit kleinen und eigens ausgerüsteten Wagen ihren Posten auf der Straße beziehen, meistens dann, wenn es Abend wird. Manche bieten Hamburguesas (Hamburger) an: Sie braten ein Stück Fleisch oder einen Fertiggeflügelhamburger auf der im Wagen integrierten Metallplatte an und servieren es im Brötchen gemeinsam mit Salat, Sauce nach Wunsch und „papitas al hilo“, hauchdünnen Karoffelchipsstreifen. Zwischen zwei und drei Soles kostet die peruanische Alternative zu McDonalds und Co., also zwischen fünfzig und siebzig Cent.

Salchipapa, ein peruanischer Snack auf der Straße

Andere ambulante Verkäufer bieten die bei Peruanern beliebte Salchipapa an. Das Wort ist eine Zusammensetzung aus „salchicha“ (Wurst) und „papa“ (Kartoffel). Es handelt sich um eine Mischung aus dicken, meist selbstgeschnittenen Pommes frites und Wurststückchen, die häufig auf einer Portion Nudeln serviert werden. Das sorgt bei europäischen Touristen manchmal für Verwunderung, Peruanern schmeckt es ausgezeichnet. Zur Portion werden verschiedene Saucen serviert.

Heiß und lecker: Emoliente

Ein weiterer Vertreter der mobilen Verkaufsstände sind jene, an denen es nachts Emoliente zu kaufen gibt. Emoliente ist eine heiße Kräutermischung und alleine deshalb empfehlenswert, weil die Verkäufer sie aus einer Unzahl verschiedener Essenzen aus diversen Flaschen zusammen mischen. Ein Schuss hiervon, ein Schuss davon, dazu wird eine Art dickflüssiger Sirup getan, der dem Emoliente seine charakteristische Konsistenz verleiht. Gerade in höheren Regionen gibt es nichts Besseres gegen die nächtliche Kälte der Anden.

Geheimtipp: Die „yapita“ darf in Peru nicht fehlen

Unbedingt einfordern sollte man die „yapita“. So heißt in Peru der Rest, der beim Servieren übrig bleibt und nicht mehr ins Glas passt. Wenn man dann ausgetrunken hat, wird einem der kleine Rest nachgeschenkt, ohne dass man extra dafür zahlen muss. Die „yapita“ gibt es nicht nur beim Emoliente, sondern auch zum Beispiel bei den frisch gepressten Fruchsäften, die man auf vielen peruanischen Märkten genießen kann. Das sollte man aber, wie oben erwähnt, erst dann tun, wenn der eigene Magen eine gewisse Immunität entwickelt hat.

Süßer Nachtisch: Mazamorra Morada

Auch Süßes wird in Peru gern und häufig auf der Straße verkauft. Der absolute Renner ist die Mazamorra Morada, ein dickflüssiges Dessert, das auf der Grundlage von lilafarbenem Mais, Gewürzen und Obst hergestellt wird. An den Straßenständen bekommt man allerdings meistens die Instant-Mazamorra aus der Tüte, die ehrlich gesagt nicht weniger gut schmeckt. Klassischerweise wird dieser tiefviolette Nachtisch mit Milchreis serviert und kostet normalerweise zwischen einem und zwei Soles, also nicht mehr als fünfzig Cent.

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Autor: Malinche  01.08.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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