Ausstellung Oldenburg: Lawrence von Arabien - Mythos und Realität
Mythos und Zeitgeschichte über die legendäre Figur Lawrence von Arabien sind zu sehen in der Ausstellung Oldenburg im Museum Natur und Mensch
Das Oldenburger Museum Natur und Mensch widmet der legendären Person Thomas Edward Lawrence, auch genannt Lawrence von Arabien, eine große Ausstellung und bereichert somit die Landschaft der Museen und Ausstellungen in Deutschland. Der Leiter des Museums, Mamoun Fansa, legt in seiner letzten großen Ausstellung Oldenburg vor seiner Pensionierung Wert auf eine kritische Auseinandersetzung sowohl mit der Person Lawrence als auch mit der Zeitgeschichte und den historischen Zusammenhängen, in denen dieser lebte. Der heutige Nahe Osten kann nicht verstanden werden ohne das Wissen um die damalige politische Situation.
Fansa legt Wert auf den kulturellen Dialog zwischen Orient und Okzident und die Person Lawrence von Arabien stellt für diese Ausstellung Oldenburg eine perfekte Projektionsfläche für Mythen, Konflikte und politische Auseinandersetzungen dar, die bis in die heutige Zeit hineinreichen. In der Ausstellung Oldenburg wird daher nicht nur dem Mythos Rechnung getragen, welcher mit der Verfilmung von „Lawrence von Arabien“ mit Peter O’Toole im Jahre 1962 seinen Höhepunkt erreichte, sondern es werden auch die kritischeren Punkte beleuchtet: der vielschichten Persönlichkeit des Archäologen, Soldaten, Schriftstellers und Geheimagenten wird auch die Sicht der arabischen Welt auf den Verfasser von „Die sieben Säulen der Weisheit“ hinzugefügt.
Die Ausstellung Oldenburg will mit Comics und Bildsprache, knackigen Slogans und besonderen Ausstellungsstücken, die zum Teil auch aus England und den USA stammen, sowohl das jüngere Publikum ansprechen als auch eine Verbindung der Zeitgeschichte mit der heutigen Zeit herstellen. Ebenfalls angesprochen wird in der Ausstellung Oldenburg die Problematik der willkürlichen Grenzziehungen im Nahen Osten. So kann der Besucher die berühmte Landkarte betrachten, auf der die von Lawrence im Orient gezogenen Grenzen zu sehen sind. Um einen tieferen Eindruck von der damaligen Zeit zu vermitteln, zeigt die Ausstellung Oldenburg auch Kriegsgemälde aus der britischen Kunstszene Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist noch bis zum 27.3.2011 täglich außer montags im Oldenburger Museum Natur und Mensch zu sehen. Der Eintritt kostet 5 Euro, Kinder bis sieben Jahre sind frei.
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