Australien Outback

Australiens Outback, Australiens rotes Herz - Wüste, Nationalpark und Farmland. Freiheit, Weite, Einsamkeit und Geselligkeit prägen einen Urlaub.

Ein Urlaub im Outback von Australien ist ein fantastisches Erlebnis. Die karg bewachsene Landschaft erstreckt sich weiter als das Auge reicht. Nur selten wird die Ebene von Erhebungen unterbrochen. Das Land Australien scheint eine unendliche Weite zu besitzen. Die Straße scheint kein Ende zu nehmen und verläuft geradeaus bis zum Horizont. Ein Gefühl der Freiheit macht sich breit. Fast schon ironisch wirken dann die Zäune, die über dutzende von Kilometern entlang des Stuart Highways, der von Adelaide nach Darwin führt, gesetzt wurden. Landwirtschaftliche Aktivitäten lassen sich vom Laien kaum erkennen, der Experte bemerkt aber feine Unterschiede der Vegetation im Vergleich zur Flora in Nationalparks. Häuser, Menschen oder Kreuzungen bekommt man im Outback von Australien fast nie zu Gesicht.

Bunte Tierwelt im Outback

Die Wahrscheinlichkeit Dingos, Kängurus, Emus oder Kamele zu treffen ist schon größer – letztere gehören allerdings nicht zur natürlichen Fauna von Australien, sondern wurden von frühen Siedlern als Transportmittel eingeführt. In der Dämmerungszeit sind die Kängurus, ein Wahrzeichen Australiens, von denen es schätzungsweise 50 Millionen im Land gibt, am aktivsten. Zur Mittagszeit bevorzugen sie, sich im Schatten zu verstecken, um der Hitze zu entgehen. Es gibt viele verschiedene Arten, die Kleinsten erreichen gerade einmal ein Gewicht von etwa 500g, während das rote Riesenkänguru mit 90kg und bis zu 1,8m zu den Größten gehört. Bei dieser Weite und dem Eindruck von Unberührtheit ist es erschreckend, dass Teile der Wüste von South Australia durch Atombombenversuche der Briten zwischen 1953 und 1964 verseucht sind. Zahlreiche Schilder warnen Touristen vor dem Betreten besonders gefährdeter Gebiete.

Ausflug zu den Nationalparks in Australien

Neben der Erfahrung Outback sollte man sich einige Highlights auf der Reise aussuchen. Dies können Nationalparks, grüne Inseln in der Wüste sein, wie zum Beispiel der Wilpena Pound in Südaustralien. Auch die riesigen Salzseen sind einen Besuch wert. Ein weiteres Highlight einer Reise durch das Outback von Australien könnte die zu einem Großteil unterirdisch lebende Opal-Stadt Cooper Pedy darstellen.

Uluru und Ayers Rock

Nicht zu vergessen ist natürlich der klassische Touristenmagnet Uluru oder Ayers Rock, wie ihn die englischen Kolonialherren tauften. Bei geeigneten Wetterbedingungen ist eine Besteigung des Uluru möglich, allerdings bitten die Aborigines eindringlich darum, dies zu unterlassen, da dieser monumentale Felsen mit seinen vielen Farbspielen eine heilige Stätte der Ureinwohner von Australien darstellt. Man kann dort wunderbar auf einem Campingplatz übernachten statt ein Zimmer im 4,5-Sterne „Desert Gardens Hotel“ zu buchen. So genießt man die Nacht unter klarem, freiem Sternenhimmel – ein einzigartiges Erlebnis. Zudem wählt man die ökologisch verträglichere Lösung. Die Hotels verbrauchen durch ihren Wellness-Bereich mit zahlreichen Swimmingpools zu viel Wasser und der Grundwasserspiegel sinkt beständig, sodass das Überleben im Outback von Australien für die Ureinwohner, aber auch für Tiere und Pflanzen durch vertrocknete Wasserstellen immer schwieriger wird.

Reisebericht als PDF
Autor: Felix123  27.04.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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