Backpackertouren durch Vietnam

Backpackertouren durch Vietnam führen meistens von den Bergresorts im Nordwesten über Hanoi zu den Küstenregionen bis in den Süden nach Saigon.

Backpackertouren durch Vietnam zu planen ist relativ einfach. Die bloße Form des Landes gibt die Richtung geradezu vor. Von Nord nach Süd sollten Reisende in jedem Fall in den Bergen der Region Lao Cai beginnen. Dort befindet sich das beschauliche Bergdorf Sa Pa, welches einst französisches Erholungsheim war und heute Zentrum der ethnischen Minderheiten in Vietnam ist. Um Sa Pa leben bis zu sechs verschiedene Volksgruppen, deren Kultur auf Wanderpfaden durch die Region erkundet werden kann. Wer Zeit hat, kann von Sa Pa eine landschaftlich eindrucksvolle Motorradfahrt nach Dien Bien, dem einstigen Schlachtfeld, auf dem die französische Armee unterging, planen. Wer weniger Zeit hat steuert von Norden aus Hanoi und den Halong Bay an. Hanoi ist bekannt für seine lockere urbane Kultur, kleine Bierecken (Bia Hoi) auf den Straßen und ein illusteres Marktleben. Der Halong Bay ist für Backpackertouren ein Muss. Das Weltnaturerbe besticht durch bizarre Felsformationen und imposante Unterwasserhöhlen. Von Haiphong, der Insel Cat Ba oder von Halong-Stadt kann man Bootstouren durch die Bucht für 10 bis 20 Dollar buchen.

Im Zentrum des Landes sollten Orte wie Hue, Da Nang und Hoi An auf der Liste einer Backpackertour durch Vietnam stehen. Hue ist als einstige Kaiserresidenz der Nguyen-Dynastie mindestens sehenswert. Ebenso entführt die historische Altstadt des Fischerörtchens Hoi An seine Gäste in die mittelalterliche Kultur des Landes. Die beiden Orte sind auch Ausgangspunkte für Backpackertouren in die demilitarisierte Zone, die zum blutigen Schauplatz der Kämpfe zwischen Nord- und Südvietnam wurde. Heute können die alten Tunnelsysteme der Vietnamesen in dieser Gegend sowie der amerikanische Luftwaffenstützpunkt in Khe Sanh besucht werden.

Solche militärischen Objekte können Backpacker auch im Süden um Saigon, der heutigen Ho-Chi-Minh-Stadt, erkunden. Saigon selber wirkt eher dörflich-provinziell, ist aber aufgrund seiner französischen Architektur sicher einen Halt auf einer Backpackertour durch Vietnam wert. Weiter westlich kommen Reisende in das kulturell und landschaftlich interessante Mekong-Delta. Fischzucht und Reisanbau sind hier wichtige Wirtschaftsfaktoren für die zumeist malayischen Minderheiten in der Gegend. Chau Doc und Can Tho sind hervorragende Orte, um deren Alltagsleben hautnah mitzuerleben. Ein Besuch der Flussmärkte im Mekong-Delta ist für Backpackertouren durch Vietnam unabdingbar. Günstige Unterkünfte gibt es in beinahe jeder vietnamesischen Stadt. Ein Zimmer kostet in der Regel 5 Dollar, im Gemeinschaftsraum bezahlt man teilweise 1 bis 2 Dollar.

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Autor: mrm1985  31.08.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (3) | Nein

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