Bayerische Zugspitzbahn - Mit der nostalgischen Bahn auf die Zugspitze
Romantische Zeiten bei Bayerische Zugspitzbahn, mit der nostalgischen Bahn auf die Zugspitze heißt es in jedem Sommer. Dann ist in alten Zügen antikes Eisenbahnfeeling angesagt
„Vorsicht an der Bahnsteigkante, der Zug fährt gleich ein!“ und „Die Fahrkarten bitte!“ So mag es heißen, wenn eine der ganz alten Bergbahnen Deutschlands sich auf den Weg zu Höherem macht. Das Höhere ist Deutschlands Berg der Berge, die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen mit 2962 Metern. Doch zur anderen Seite gehört sie Österreich, denn oben an ihrem Westgipfel heißt es: Bayern meets Tirol. Gleich drei Wege führen nach oben, möchte man in einem Kurzurlaub nicht den der Bergsteiger einschlagen. Von Österreich fährt seit 1926 eine Seilbahn nach oben, die Tiroler Zugspitzbahn.1962 eröffnete dann die Eibseeseilbahn vom deutschen Eibsee bis auf den Berggipfel. Doch bereits am 8. Juli 1930 wurde die Bayerische Zugspitzbahn eröffnet, die die Zugspitze als Eisenbahn erklettert. Auf den flacheren Passagen bewältigt sie die Strecke als Schmalspurbahn mit einem Meter Spurweite, aber sonst ist sie eine normale Eisenbahn. Wo es steiler aufwärts geht hilft jedoch nur noch der Zahnantrieb.
So fährt die Bayerische Zugspitzbahn von Garmisch-Partenkirchen bis Grainau sieben Kilometer auf normalen Gleisen, denen sich auf den weiteren zwölf Kilometern bis hinauf auf das Zugspitzplatt eine Zahnstange hinzugesellt, in die die Zahnräder der Loks eingreifen. Früher waren dazu sogar zwei verschiedene Loks nötig, das hieß, bei jeder Fahrt in Grainau umkoppeln. Seit geraumer Zeit gibt es nun aber schon Loks, die beides können und die Strecke komplett durchfahren. Noch eine Änderung hat es für die Bayerische Zugspitzbahn 1987 gegeben, da wurde der Rosi-Tunnel eröffnet, so benannt nach Rosi Mittermaier. Er zweigt vom früheren alten Tunnel ab und Endstation ist jetzt am Zugspitzplatt, nicht mehr am Schneefernerhaus.
Ein Schmankerl, das besonders Eisenbahn-Liebhabern die Freudentränen in die Augen treibt, sind die Nostalgiefahrten mit den Doppelloks und Personenwagen der alten Zeit. Rosshaarpolster, Holzsitze, dicker alter Lack und antik wirkende Beschläge lassen Gründungszeit-Feeling aufkommen. Alljährlich von Mai bis Oktober fahren in diesem Sonderprogramm noch einmal die 80-jährigen Loks und Wagen die Zugspitze hinauf. Doch nur an einigen bestimmten Tagen heißt es für die Bayerische Zugspitzbahn dann in Grainau wieder umspannen, bevor es auf die Steilstrecke geht. Das ist Eisenbahnromantik pur! Die Zeiten für das jeweilige Jahr kann man beim Betreiber erfahren, der Preis lag 2010 bei 73,- Euro pro Person. Abfahrt laut Fahrplan war 2010 um 9.05 Uhr in Garmisch.
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Der Betrieb der normalen Zugspitzbahn ist ganzjährig geöffnet. Die Preise in der Saison 2010, jeweils für Erwachsene / Jugendliche 16-18 Jahre / Kinder 6-15 Jahre betragen für: Einfache Berg- oder Talfahrt 26,50 / €19,00 / €15,00 €, Zugspitz-Rundreise 47,00 € / 32,50 € / 26,00 €, Zugspitze + Alpspitze 58,00 € / 41,50 € / 32,50 €. Für Familien gibt es Ermäßigungen bei Nachweis der Familienzugehörigkeit. Dabei bleiben die Erwachsenen-Preise gleich, die Preise für Kinder von 6-18 Jahren für die genannten Varianten sind reduziert auf 6,00 €, / 9,00 € /13,00 €. Darüber hinaus gibt es bei Bayerische Zugspitzbahn Kombi-Karten für die Seilbahnen des Skigebietes.
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