Beliebte Reiseziele Kanada

Das Reiseziel Kanada hat so viele fantastische Städte und unvergleichliche Naturgebiete, ist so vielfältig und abwechslungsreich, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.

Kanada ist verlockend im Bezug auf Städtereisen, bei denen man am pulsierenden Großstadtleben teilnehmen kann, aber genauso bei Sehnsucht nach besonderen Naturerlebnissen. Der Fläche nach ist Kanada mit knapp 10 Millionen Quadratkilometern das zweitgrößte Land der Erde, zugleich aber besitzt es mit etwa drei Einwohnern pro Quadratkilometer eine sehr niedrige Bevölkerungsdichte.

Gigantische Naturgebiete bedecken ganze 70% des Landes. Die Ballungsräume Kanadas konzentrieren sich auf den Süden des Landes. In diesem lebt die Mehrheit der kanadischen Bevölkerung, insgesamt über 33 Millionen Einwohner. Hier findet man viele Sehenswürdigkeiten und man kann tolle Eindrücke über das kanadische Stadtleben sammeln. Die Natur Kanadas ist einer der bedeutendsten Tourismusfaktoren. Dies erklärt sich durch die vielen Naturgebiete, zu denen auch  43 Nationalparks und mehr als 1500 Provinzparks sowie weitere Naturschutzgebiete beitragen. Zahlreiche Tierarten leben in Kanada immer noch in freier Wildbahn. Tier- und Pflanzenwelt stehen in den vielen Nationalparks und Naturreservaten unter Schutz. Der größte Nationalpark Kanadas ist Wood Buffalo.

Metropole Toronto

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Metropole Toronto, die Stadt mit den meisten Einwohnern Kanadas und Hauptstadt der Provinz Ontario. Die Stadt im äußersten Süden Kanadas ist das Wirtschaftszentrum Kanadas und zudem eines der wichtigsten kulturellen Zentren des Landes. Neben der Art Gallery of Ontario befindet sich hier auch das Royal Ontario Museum, das größte Museum des Landes. Musik- und Theaterliebhaber kommen in Toronto auf ihre Kosten. Die Stadt hat viele Häuser, die sich der Kultur widmen. Hierzu zählen die Royal Thomson Hall für das Toronto Symphony Orchestra, das Opernhaus Four Seasons Centre, in dem unter anderem auch das kanadische Nationalballett auftritt und das Roy Alexandra Theatre.

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Architekturfreunde treffen in Toronto auf Bauwerke von bekannten Architekten wie Norman Foster und Ludwig Mies van der Rohe. Von Letzterem stammte das Toronto-Dominion Centre, ein Gebäudekomplex in Toronto, in dem insgesamt etwa 21.000 Menschen arbeiten. Der Komplex in Downtown Torontos setzt sich aus sechs Hochhäusern und einem Glaspavillon zusammen. Für Torontos Stadtzentrum sind die zahlreichen Wolkenkratzer charakteristisch. Da verwundert es nicht, dass die Stadt nach New York die zweithöchste Anzahl an Wolkenkratzern in Nordamerika vorweisen kann. Der Höchste von ihnen ist der First Canadian Place an der Bay Street. Wahrzeichen der Stadt Toronto ist der über 550 Meter hohe Fernsehturm CN Tower. Er gehört zu den meist besuchten Touristenattraktionen der Stadt. Von den Aussichtsplattformen hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Erholung vom Stadttrubel kann man in einem der zahlreichen Stadtparks finden. Der größte Park ist der High Park, der sich von der Bloor Street aus erstreckt.

Die Niagarafälle

Von Toronto aus lohnt ein Ausflug zu den Niagarafällen. Hierzu sollte man einen ganzen Tag einplanen. Viele Hotels und Busunternehmen bieten Shuttle-Services zu den Niagarafällen an. Ebenso kann man sich einen Wagen mieten und selbst hinfahren, so ist man in der Zeitplanung etwas flexibler. Die Fahrt zur Stadt Niagara Falls dauert etwa eineinhalb Stunden und ist circa 130 Kilometer entfernt. Man sollte bedenken, dass der Ort sehr touristisch ist und dominiert wird von zahlreichen Hotels, Restaurants und Souvenirläden.

Der Algonquin Provincial Park

Wer gerne etwas Kontrastprogramm zum Großstadtleben wünscht, der kann eine Fahrt mit dem Leihwagen zum etwa 280 Kilometer entfernten Algonquin Provincial Park unternehmen. Es ist ein über 7.700 Quadratkilometer großer Naturpark, in dem man in die kanadische Naturlandschaft eintauchen kann. Durch den Park verläuft ein etwa 60 Kilometer langer Highway, an dem man Campingplätze und Besucherzentern vorfindet. Hier hat man auch die Möglichkeit, sich ein Kanu auszuleihen, was sich bei den über 2.450 Seen und Kanurouten einer Länge von 1.600 Kilometern einfach anbietet. Der Park ist eigentlich zu schade für einen kurzen Tagesausflug, man sollte erwägen eine Übernachtung in der Nähe einzuplanen oder sogar eine mehrtätige Wanderung im Algonquin Provincial Park zu unternehmen. Unerfahrenen Wanderern werden hierbei professionelle Führungen empfohlen.

Montréal

Montréal, die größte Stadt der Provinz Québec und zugleich zweitgrößte Stadt Kanadas, hat ein ganz anderes Flair als Toronto und bietet daher ein tolles Kontrastprogramm, um die Vielfältigkeit Kanadas erahnen zu können. Offizielle Sprache ist hier Französisch und alle Frankreichliebhaber werden sich bei der Atmosphäre Montreals an das europäische Land erinnert fühlen. Immerhin ist Montréal nach Paris die zweitgrößte französischsprachige Stadt. Montréal ist eine multikulturelle und lebendige Stadt. Der Name der Stadt leitet sich vom Mont Royal, dem etwa 230 Meter hohen königlichen Berg im Stadtzentrum ab, zu dem man einen Spaziergang unternehmen sollte. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. In Alt-Montréal trifft man auf steinerne Häuserfassaden aus dem 18. und 19. Jahrhundert und viele einladende Restaurants und Cafés. Außerdem bietet die Basilika Notre-Dame ein schönes Beispiel für die neugotische Architektur Kanadas.

Montréal ist auch eine Hafenstadt. Im Alten Hafen trifft man auf viel Publikum, reges Treiben und gute Laune am Abend. Von hier aus kann man auch Bootsausflüge unternehmen. Als Ausflugsziel bietet sich unter anderem der Parc Jean-Drapeau an, der zwischen zwei Flussinseln liegt und ein vielfältiges Freizeitangebot für die ganze Familie und zudem Bademöglichkeiten bietet. Man sollte auch unbedingt die unterschiedlichen Stadtteile Montréals entdecken, unter anderem das Chinesische Viertel, das man nahe des Stadtzentrums dank seiner reichverzierten, rötlichen Torbögen kaum verfehlen kann und durch die man in eine ganz andere Welt kommt.

Unweit der Altstadt befindet sich das Internationale Viertel, das sehr modern und avantgardistisch anmutet. Das Quartier Latin ist das Studentenviertel der Stadt und so herrschen hier vor allem auf der Rue Saint-Denis ein reges Treiben und eine lebendige Atmosphäre bis in den Abend hinein. Das Village entlang der Rue Sainte-Catherine hat sehr viele trendige Geschäfte, in denen man sehr gut shoppen kann und viele Szene-Lokale, in denen man am Abend die lebendige Stimmung des hippen Schwulenviertels erleben kann. Interessant ist auch die unterirdische Stadt Montréals, die sich über etwa 30 Kilometer erstreckt und Einkaufspassagen, Restaurants, Hotels, Kinos und Museen beherbergt. Etwa 2.000 Geschäfte und zahlreiche Wohn- und Bürogebäude sind unterirdisch miteinander vernetzt. Ein Tipp: Bei Regen bieten die unterirdischen Tunnels und Passagen eine gute Möglichkeit, dem kalten Nass zu entkommen. Für die Einheimischen ist dies schon ganz selbstverständlich.

Vancouver Island

Einen Trip und längeren Aufenthalt wert ist die Insel Vancouver Island, auf der sich 3.400 Kilometer Küstenland erstrecken. Die Insel liegt an der Westküste Kanadas und gehört zur Provinz British Columbia. Vancouver Island und die vielen kleinen Inseln entlang der Küste sind ein unvergleichliches Paradies für alle, die auf der Suche nach Ruhe und Erholung in einer einmaligen Naturkulisse sind. Die Insel ist aufgrund ihres inspirierenden Charakters auch bei Künstlern sehr beliebt. Nicht ohne Grund wird sie auch "Kunstgalerie der Mutter Natur" genannt. Die Insel wird durch das Gebirge Vancouver Island Ranges in die stürmischere, am Pazifik liegende Westseite und die ruhigere Ostseite geteilt. Der Strathcona Provincial Park ist der größte Park der Insel. Hier kann der Besucher einen der größten Wasserfälle Kanadas, die Della Falls, bestaunen. Ebenfalls auf Vancouver Island liegt der Pacific-Rim-Nationalpark. Am beliebtesten bei den Besuchern ist die Long-Beach-Region des Pacific-Rim-Nationalparks. Hier trifft man auf kilometerlange Sandstrände. Außerdem bieten sich dem Besucher viele gut ausgebaute Wanderwege. Der West Coast Trail ist der südlichste Teil des Nationalparks. Hier befindet sich eine der bekanntesten und schwierigsten Wanderrouten des Landes. Wer Lust auf etwas Stadtleben hat, der findet in der Hauptstadt der Provinz Victoria auf der Insel ein angenehmes Kontrastprogramm. Die Stadt hat ein schönes historisches Zentrum, das man problemlos zu Fuß erkunden kann. Der Baustil Victorias ist sehr englisch geprägt, dies betrifft auch die Stadtlandschaft mit ihren Gärten und Parks.

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Autor: AleksandraX  18.06.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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