Bergbahnen Zugspitze
Die Bergbahnen Zugspitze führen von verschiedenen Orten auf den Gipfel. Ob schnell mit Seilbahn oder nostalgisch mit der Eisenbahn, das kommt ganz auf den Geschmack der Gäste an.
Untrennbar mit der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, sind Garmisch-Partenkirchen, der Eibsee und auf österreichischer Seite Ehrwald-Obermoos verbunden. Von den genannten Orten erschließen Bergbahnen das Zugspitzmassiv für jeden, der seinen Kurzurlaub hier verbringt. Die Tiroler Zugspitzbahn ist eine der Bergbahnen Zugspitze, die als Luftseilbahn bereits 1926 von Ehrwald aus die Zugspitze erschloss, damals aber rund 150 Meter unter dem Gipfel endete. Das Skigebiet auf dem Zugspitzplatt war durch einen Tunnel erreichbar. Erst 1962 kam eine weitere Seilbahn hinzu, die bis zum Gipfel führte. Das Land Tirol hat Ende der 1980er Jahre eine völlig neue Seilbahn auf ebenfalls neuer Trasse gebaut, die 1991 in Betrieb ging. Sie führt nun in zehn Minuten Fahrzeit bis zum Zugspitzgipfel.
Vom oberbayerischen Eibsee ging als weitere der Bergbahnen Zugspitze 1963 nach einigen Anfangsproblemen die Eibseeseilbahn in Betrieb, die die Fahrgäste ebenfalls in zehn Minuten zum Gipfel befördert. Sie ist eine Pendelseilbahn, das heißt, dass zwei Gondeln gegensätzlich verkehren, ist die eine auf Talfahrt, befindet sich die andere auf Bergfahrt. Sie ist weltweit die einzige Pendelbahn, die den Höhenunterschied von 1950 Metern bewältigt. Auf der gesamten Länge stützen lediglich zwei Zwischenpfeiler die Seile.
Große Bedeutung kommt bei den Bergbahnen Zugspitze der Bayerischen Zugspitzbahn zu, deren erstes und zweites Teilstück bereits 1929 eröffnete, das letzte folgte 1930. Die Besonderheit der als Eisenbahn konzipierten Bergbahn ist die Zweiteilung. Von Garmisch bis Grainau verläuft die Bahn als normale Schmalspurbahn, ab Grainau als Zahnstangenbahn mit Zahnradantrieb. Die Zahnradbahn fuhr zunächst bis zum Schneefernerhaus, einem ehemaligen Hotel und heutiger Forschungsstation in 2650 Metern Höhe. Zum Gipfel der Zugspitze führte eine Seilbahn. 1987 wurde die Streckenführung geändert, heute gelangt man durch den nach der Skifahrerin Mittermaier benannten Rositunnel zum Zugspitzplatt. Die dortige Bergstation verbindet eine weitere der Bergbahnen Zugspitze, die Zugspitz-Gletscherbahn, mit dem Gipfel. Die Zugspitzbahn verkehrt zeitweise im Sommer auch als Nostalgiebahn mit den ursprünglichen Loks und Fahrgastwagen.
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