Berlin für Entdecker
Die Buslinien 100 & 200 sind längst kein Geheimtipp mehr. Wer Berlin wirklich entdecken und kennen lernen will, sollte sich mit Bus- und Fährlinien abseits der Touri Pfade bewegen.
Die Gegend rund um den Zoo, Friedrichstraße, Unter den Linden - all das sind typische Anlaufziele für Touristen. Doch wer schon des öfteren in der Stadt war und sich mittlerweile Freizeit-Berliner nennen darf, kann sich auch ruhig einmal in andere Gefilde bewegen. Die unbekannteren Gegenden liegen in der Regel an den Endstationen der S Bahn Linien, also Spandau, Wedding, Marzahn-Hellersdorf oder Steglitz-Zehlendorf. Dort ist die Umgebung nicht auf Touristen abgestimmt, sondern es finden sich eher kleine Läden, die von Einheimischen besucht werden.
So ist zum Beispiel die Buslinie M 29 für Architekturliebhaber ein echtes Muss. Von den schönsten Villen in Charlottenburg Wilmersdorf (Grunewald) geht es in das ursprüngliche SO 36, also Kreuzberg. Der Unterschied könnte krasse nicht sein; eben ist man noch zwischen den Botschaften von Aserbaidschan, Lettland, Israel und Kuwait unterwegs, doch kurze Zeit später sieht man sich von unsanierten Bauten aus den 1920er Jahren umgeben. Da der Bus doch relativ schnell fährt, ist es durchaus sinnvoll schon einigen Stationen vor dem Hermannplatz auszusteigen und den Rest des Weges zu Fuß zurückzulegen. Die exotischen Schaufenster lassen einen das graue Berlin schnell vergessen und versetzen einen in fremde Länder.
Ebenso interessant ist die Straßenbahnlinie 21, die von S Bahnhof Lichtenberg über den U-Bahn-Bahnhof Frankfurter Tor zum S Bahnhof Schöneweide fährt. Auf dieser Strecke gibt es allerhand interessante Gebäude zu entdecken. So geht es von der östlichen Berliner Stadt durch dichtes Gestrüpp wieder in belebtere Gefilde, nämlich die Umgebung von Treptow. Besonders schön sind die alten Gebäude anzusehen, in deren Erdgeschoss sich meist kleine Läden angesiedelt haben.
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Im Allgemeinen lässt sich die ostberliner Seite besser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden, als die westliche. Zum einen befinden sich im Westteil die klassischen Berliner Sehenswürdigkeiten und lediglich sanierte Gebäude und zum anderen ist dort das Verkehrsaufkommen sehr hoch, sodass kaum ein Vorwärtskommen möglich ist. Im Osten hingegen findet man recht häufig alte Bauten und vergessene Läden, die eine Wiederentdeckung durchaus wert sind.
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