Beste Reisezeit in Japan

Die beste Reisezeit in Japan ist der Frühling oder Herbst, wenn sich das Land mit pinkfarbenen Kirschblüten oder rotgefärbten Ahornbäumen dekoriert und von seiner schönsten Seite präsentiert.

Japan ist eines der wenigen asiatischen Länder, das vier klimatisch unterschiedliche Jahreszeiten hat, so wie man sie als Europäer gewohnt ist. Während die nördlichste Hauptinsel Hokkaido sowohl vom Wetter als auch von der Landschaft her Deutschland erstaunlich ähnelt, findet man in Kyuushu und Okinawa im Süden sehr heiße bis tropische Sommer. Die gemäßigten Jahreszeiten sind der Frühling und der Herbst, in denen man bei angenehmen T-Shirt-Temperaturen durch das gesamte Land reisen kann.

Frühling

Die rosafarbene Welle von Kirschblüten, die sich von Süden bis Norden durch ganz Japan bewegt, dauert in etwa ein bis zwei Wochen. Gerade wegen dieser Flüchtigkeit ist das Symbol der Kirschblüte für die Japaner so wertvoll. Bei warmen Frühsommertemperaturen zieht es alle in die Parks und an die Flüsse zum Picknick mit Onigiri und Sake - und an die berühmten Sehenswürdigkeiten, um beispielsweise den Kinkaku-ji in Kyoto umrahmt von rosa Blüten fotografieren zu können. Ende April gibt es die "Golden Week": Drei Feiertage liegen innerhalb einer Woche direkt hintereinander und ergeben, kombiniert mit dem Wochenende, eine der wenigen längeren Ferienzeiten für Japaner. Dies nutzen diese dementsprechend aus und wer als Tourist um diese Zeit nach Japan kommt, sollte sich weit im Voraus um Unterkunft und Sitzplatzreservierungen im Shinkansen kümmern, denn es wird überall sehr voll. Eine Woche früher oder später anzureisen ist von großem Vorteil.

Herbst

Erst im September und Oktober kühlt der heiße Sommer langsam ab und wer in diesen Monaten aus Europa anreist, wird seine Sonnenschutzcreme noch mal einpacken müssen. Im Herbst ist nicht ganz so viel Gedränge wie im Frühling und die Landschaft ist genauso schön. Gegen Ende Oktober setzt die Laubfärbung ein und Gegenden mit vielen Ahornbäumen werden in ein dunkles Rot getaucht, was zusammen mit den holzfarbenen Tönen der meisten Schreine und alten Häuser eine malerische Kulisse bildet. Diese "Kouyou" genannte Laubfärbung zieht sich bis in den November; allerdings wird es dann auch in Japan kalt genug für Schals und dicke Jacken.

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Sommer

Die Sommermonate sind zum Reisen nicht die sehr angenehm: im Juni liegt die Taifun-Zeit, in der es pausenlos regnet und gelegentlich zu heftigen Sturmwarnungen kommen kann; im Juli und August steigen die Temperaturen auf Honshu, der größten Hauptinsel, täglich bis weit über 30 Grad. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit entsteht eine schwüle Hitze, die einen normalen touristischen Stadtausflug nahezu unmöglich macht. Ohne Sonnenschirm, Hut und ausreichend Schulterbedeckung ist ein Hitzeschlag nicht unwahrscheinlich.

Wer trotzdem seine Reisezeit in Japan in den Sommer legt, dem seien die Präfektur Nagano und die japanischen Alpen als Reiseziele empfohlen, da es dort um einige Grade kühler ist als im Rest des Landes. Alternativ kann man gleich auf die Okinawa-Inseln im Süden Japans fliegen und dort einen Badeurlaub zwischen Ananasplantagen und Surfschulen machen. Außerdem kommt man nur im Sommer in den Genuss der bei den Japanern sehr beliebten Feuerwerke - und des Anblicks der traditionell im Yukata gekleideten Damen.

Winter

Der schneeverwöhnte Deutsche dürfte sich im Winter bei einem Besuch auf Hokkaido recht wohl fühlen, wo es neben meterhohem Schnee auch die dazugehörigen Festivals gibt, mitsamt Schnee- und Eisskulpturen und kunstvollen Lichtinstallationen. Das "Illuminari"-Event im Dezember findet sogar in Kobe in der Kansai-Region statt. Auch kann man neben grellen Rudolf-Lichterketten und amerikanischen Christmassongs sogar ein wenig "richtige" Weihnachtsstimmung finden: Am Skybuilding in Osaka findet im Advent ein deutscher Weihnachtsmarkt statt, komplett mit Punsch, Muzen und gebrannten Mandeln. Dort kann man ein wenig ausruhen, bevor es zurück zum Souvenirkauf in die vollen, lauten Shoppingstraßen geht.

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Autor: Pseumel  05.09.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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