Bonn – ein Streifzug durch Bad Godesberg

Der Bonner Stadtteil Bad Godesberg bietet eine Reise in die Vergangenheit mit schönen Gebäuden und einer sehenswerten Burgruine.

Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn ist immer eine Reise wert. Ihre über 2.000 jährige Geschichte und ihre politische Vergangenheit haben ihre Spuren hinterlassen. Heute ist die Stadt bekannt als Universitätsstadt sowie als UNO-Standort, geprägt wird sie von den vielen Museen auf der sogenannten Museumsmeile. Nicht außer Acht lassen sollte man aber den Stadtteil Bad Godesberg, der bis 1969 eine eigenständige Stadt war. Sie war Sitz zahlreicher Botschaften und wurde auch Diplomatenstadt genannt. Viele sehenswerte Gebäude erinnern auch heute noch an diese Zeit.

Hoch über Bad Godesberg thront die Godesburg, die 1210 vom Kölner Erzbischof Dietrich I. errichtet wurde. Konrad von Hochstaden ließ sie umbauen und erweitern. Im Truchsessischen Krieg wurde sie im Jahre 1583 zerstört, ihre Ruine bildet heute ein beliebtes Ausflugsziel. Seit 1959 befindet sich dort ein Hotel- und Restaurationsbetrieb mit Aussichtsterrasse. Der 32 Meter hohe Bergfried besitzt eine Aussichtsplattform, von dort bietet sich ein traumhaft schöner Blick in die Kölner Bucht, in das Siebengebirge und in die Ausläufer der Eifel. Die Turmbesteigung ist in den Monaten von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr für 1 Euro möglich. Neben der Burgruine befinden sich die Michaelskapelle sowie der Burgfriedhof, auf dem Berühmtheiten wir Herbert Wehner und Paul Kemp ihre letzte Ruhe fanden.

Aus der Zeit um 1900 stammt das Villenviertel, besonders wohlhabende Pensionäre und Industrielle zog es nach Bad Godesberg. Heute ist das denkmalgeschützte Wohnviertel mit seinen repräsentativen Gebäuden aus der Gründerzeit und den Jugendstilvillen eine besondere Attraktion der ehemaligen Bundeshauptstadt. Sehenswert ist auch der malerische Ortsteil Muffendorf mit seinen schönen Fachwerkhäusern und der romanischen Kirche Alt St. Martin. Einmal jährlich findet die Muffenale auf der Hauptstraße statt, eine Ausstellung der heimischen Künstler und Handwerker. Bei diesem dörflichen Fest wird neben Kölsch auch der Federweiße (erster junger Wein) ausgeschenkt, zur Stärkung locken besonders die Buden mit Rievekochen (Reibekuchen), eine Spezialität im Rheinland.

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Zu den Sehenswürdigkeiten Bad Godesbergs gehört die Redoute, ein Tanz- und Spielhaus aus der kurfürstlichen Zeit, das heute für Veranstaltungen genutzt wird. Es liegt in dem wunderschönen Redoutenpark, der mit Skulpturen geschmückt ist. Das Redüttchen war das frühere Gärtnerhaus und beherbergt heute ein Restaurant. Die Redoute liegt nahe am Stadtpark mit seinem schönen alten Baumbestand, dem Kleinen Theater und dem Trinkpavillon. Wer sich nach dem Stadtrundgang stärken will, findet in Bad Godesberg eine reiche Auswahl. Berühmt ist das Lokal Zur Lindenwirtin Ännchen, die ehemalige Studentenkneipe ist heute ein gehobenes Restaurant. Im Maternus speisten in früheren Zeiten berühmte Politiker, es liegt gegenüber vom Bahnhof und bietet regionale und saisonale Gerichte in gemütlichem Ambiente.

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Autor: elke  05.07.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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