Brauchtumspflege in Bad Bleiberg - der Barbaramarkt

Bad Bleiberg im wunderschönen Kärnten pflegt seine Brauchtümer, zum Beispiel den Barbaramarkt auf dem Barbaraplatz. Alt und Jung feiern einmal im Jahr und gedenken der Heiligen Barbara, der Patronin der Bergleute.

Der Ort Bad Bleiberg im schönen Kärnten ist sehr traditionsbewusst und pflegt das Brauchtum. Dazu zählt auch der Barbaratag am 4. Dezember jeden Jahres, welcher zu Ehren der Heiligen Barbara begangen wird. Auf dem Barbaraplatz in Bad Bleiberg wird der Barbaramarkt abgehalten. In Kärnten hat nur Bad Bleiberg diesen Barbaramarkt. Die alte Tradition, bei der man der Heiligen Barbara mit einem Fest gedenkt, begeistert Kinder und Erwachsene. Kinder freuen sich darauf, weil zu dem Fest auf dem Barbaramarkt der Nikolo mit kleinen Geschenken erscheint. Anwesend sind auch die Turmbläser und Bleiberger Jagdhörner. Viele Standl, so heißen hier die Verkaufsstände, mit Geschenken, Maroni, Imbiss und Glühwein zum Aufwärmen nach dem Bummel über den Barbaramarkt sind Treffpunkte für Jung und Alt. Sehr beliebt ist das Barbarabrot. Eine Engelwerkstatt, in der Zierkerzen angefertigt werden, lädt zum Verweilen ein. Aber die Weihe von Obstbaumzweigen oder Forsythien ist der Höhepunkt. Die Weihe der Zweige ist traditionell.

Am 4. Dezember stellt man Zweige von Apfelbäumen, Kirschbäumen oder Forsythien, je nach Gegend ein anderer Zweig, ins Wasser. Diese blühen dann am 24. Dezember, wenn man sie besonders liebevoll pflegt, und erhellen die kalte Jahreszeit. Blühende Barbarazweige bringen Glück im folgenden Jahr. Ledige Mädchen geben ihren Zweigen Namen von Verehrern, welcher zuerst blüht wird der Bräutigam. Das Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" steht für diese Tradition. Dasselbe geht auch mit Barbaraweizen. Einige Körner von Weizen oder Gerste auf einen flachen Teller legen, mit Wasser begießen und warm sowie geschützt unterbringen. Am 24. Dezember sollte dann ein grüner Busch entstanden sein. Christus, das Licht der Welt, wird als Kerze symbolisch in die Mitte gestellt. Für Bauern bedeutet es reiche Ernte. Barbarazweige und -weizen sind die Vorläufer des Weihnachtsbaumes. Die Heilige Barbara von Nikomedien hat im dritten Jahrhundert gelebt, war eine christliche Heilige und zählt zu den 14 Christen, die ihrem Glauben bis in den Tod treu geblieben sind, genannt Nothelfer. Von der katholischen Kirche wird sie verehrt und für die Bergleute ist sie die Patronin. Am Barbaratag findet ebenfalls ein bergmännischer Umzug statt, die Arbeit ist niedergelegt für diesen Tag und in den Stollen wird das Barbaralicht angezündet. Weiterhin kann man in Bad Bleiberg noch viele interessante Sehenswürdigkeiten bestaunen.

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Autor: lilith52  27.12.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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