Bremen schreibt Geschichte: Weltkulturerbe Rathaus und Roland

Mit dem Beitritt Bremens in die Hanse gelang der wirtschaftliche Aufschwung und die damit verbundene Abschottung von der weltlichen Herrschaft des Bistums. Zeichen dafür ist das Weltkulturerbe Bremens: Roland und Rathaus

Der Roland, Weltkulturerbe der Stadt Bremen, steht auf dem Marktplatz in der Bremer Altstadt

Mit unter 600.00 Einwohnern zählt Bremen zu den kleineren Städten Deutschlands. Im Jahre 1260 trat die Stadt an der Weser der Hanse bei. Mit den Jahren gelang es Bremen, sich von der weltlichen Herrschaft des Bistums zu lösen und so zu einer bisher nicht gekannten Freiheit und einem Marktrecht zu gelangen. Zur Erinnerung an diesen Triumph wurde 1404 der steinerne Roland auf dem Bremer Marktplatz errichtet, der inzwischen Weltkulturerbe geworden ist. Die Statue des Denkmals weist eine Gesamtgröße von 10,21 Meter auf. Der Roland selber misst 5,47 Meter, die restlichen Meter nehmen Sockel und ein Pfeiler im Rücken des Bremer Rolands ein. Neben seiner Bedeutung für die Unabhängigkeit hatte der Roland früher auch einen anderen Nutzen für Bremer: Gerechnet wurde früher mit der Maßeinheit "Bremer Elle". Eine solche "Bremer Elle" misst genau den Abstand zwischen den Knien des steinernen Rolands. Der Bremer Roland hält ein Schild, dass mit Worten versehen ist, die auf hochdeutsch soviel bedeuten wie: „Freiheit verkündige ich euch, die Karl und mancher andere Fürst, fürwahr, dieser Stadt gegeben hat. Dafür dankt Gott, dies ist mein Rat".

Ebenfalls auf dem Marktplatz der Bremer Altstadt und neben dem Roland befindet sich das Bremer Rathaus. Mit dem Bau dieses Rathauses wurde ein Jahr nach dem Bau des Bremer Rolands, also 1405 begonnen. 1410 war der Bau vollendet. Die Planungen begannen Anfang des 15. Jahrhunderts. Also zu der Zeit, zu der die Stadt Bremen sich neu entwickelte. Heute ist das Gebäude Sitz des Senats und dessen Präsidenten sowie des Bremer Bürgermeisters.

Im Juli 2004 erklärte die UNSECO die beiden Sehenswürdigkeiten zum Weltkulturerbe und verdeutlichte damit die Bedeutung, die der Bremer Roland und das Rathaus auch heute noch für die freie Hansestadt Bremen haben. Zwischen allen Rolandstatuen, die es in Deutschland gäbe, sei die des Bremer Rolands die repräsentativste. Im Jahre 2010 wurde auch eine 2-Euro-Münze geprägt, die ein Abbild des Weltkulturerbes zeigt.

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Autor: KatrinK  14.12.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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