Brisbane und Umland - Glass House Mountains

Die Glass House Mountains im Hinterland der Sunshine Coast sind ein tolles Ziel zum Klettern oder Wandern, ganz nach Wunsch. Magische Ausblicke vermögen zu begeistern.

Schon James Cook der Namensgeber der Glass House Mountains war fasziniert von ihrem Anblick, mit ihrem Schimmern erinnerten sie ihn an die gläsernen Heizkessel in seiner Heimatstadt Yorkshire in England, deshalb gab er ihnen den Namen „Glass House Mountains“. Für die Aborigines haben sie bis heute einen hohen spirituellen Wert, deshalb sollte man zum Besteigen immer auf den markierten Wegen bleiben – was übrigens auch der eigenen Sicherheit dient. Die Glass House Mountains sind Zeugen aktiver Vulkane. Vor etwa 25 Millionen Jahren ist Magma innerhalb des Schlotes eines aktiven Vulkanes abgekühlt, hat diesen verstopft und durch starken Druck zu einem festen Gestein erhärtet. Nachdem die Vulkane ihre Aktivität eingestellt haben, ist ihr Krater aus vorwiegend Sandstein allmählich abgetragen worden. Heute sehen wir das im Schlot erhärtete Magma, den „volcanic plug“.

Insgesamt gibt es zwölf dieser Berge – der höchste ist über 500 Meter hoch, während die niedrigsten nur knapp über 100 Meter groß sind. An den Bergen wächst eine vielfältige, natürliche Vegetation: Zwischen offenen Eukalyptus-Wäldern oder australischem Buschland kann man die Idylle der Natur genießen. Im Umland dagegen wird viel Forstwirtschaft betrieben und auch Ananas-Plantagen sind anzutreffen. Fünf der Glass House Mountains sind einen Besuch wert: Am Mount Beerburrum (276 Meter), Mount Ngungun (253 Meter) und am Wild Horse Mountain (123 Meter) führt ein leicht begehbarer Wanderweg mit einer Länge von rund 2 km auf die Spitze, von der man einen tollen Ausblick hat.

Weitaus herausforderndere Aufstiege für einen tollen Aktivurlaub findet man am mit 555 Metern höchsten Gipfel der Glass House Mountains, Mount Beerwah und am Mount Tibrogargan (364 Meter). Sowohl an Mount Beerwah als auch an Mount Tibrogargan gibt es einen leichten, steigungsfreien Weg am Fuß des Berges, sowie einen gut begehbaren Weg bis zu einem ersten Aussichtspunkt. Wer aber körperlich fit und sicher auf den Beinen ist, sollte sich der Herausforderung stellen, das Abenteuer wagen und den Berg bis zum Gipfel besteigen! Außer festem Schuhwerk ist keine Kletterausrüstung notwendig. Teilweise steigt der Weg so steil an, dass man sich nur noch auf allen Vieren fortbewegen kann, man muss richtig klettern – aber man wird für seine Mühen belohnt. Ein Blick zurück auf den Weg weckt Stolz und ein Erfolgsgefühl, zudem kann man bizarre Steinformationen entdecken, besonders die Steilwand auf Mount Beerwah, an dessen Anfang der Weg einige Zeit entlang führt, weckt Ehrfurcht. Das Highlight ist aber die fantastische Aussicht über das flache Umland voller Wälder und Felder, entlang der Sunshine Coast und über den blau funkelnden Pazifik. Genießen kann man dies nicht nur von der Spitze aus, sondern auch an vielen Stellen unterwegs, wo man sich vom anstrengenden Aufstieg erholen kann.

Grundsätzlich ist es am einfachsten und schnellsten die Glass House Mountains, genau wie die meisten anderen Ziele, mit dem Auto zu erkunden. Es gibt aber auch einen Zug durch das Hinterland der Sunshine Coast. Für einen Tagesausflug von Brisbane oder Noosa kommt man so relativ leicht ins Dorf Glass House Mountains, wo es einen kleinen Bahnhof gibt. Touristen, die auf diese Weise anreisen, ist ein Besuch von Mount Tibrogargan zu raten. Er liegt nur etwa 5 km vom Bahnhof Glass House Mountains entfernt und bietet eine Auswahl an Wegen. Mount Beerwah beispielsweise liegt etwa 10 km vom Bahnhof entfernt. Man kann zwar versuchen per Anhalter dorthin zu gelangen, aber dabei kann man auch Pech haben, besonders auf dem Rückweg. Diejenigen, die nur einen sehr kurzen Abstecher zu den Glass House Mountains machen wollen, vielleicht auf der Durchreise, sollten mit dem Auto bis zum Glass House Mountains Lookout oder dem McCarthy’s Lookout fahren. Dort findet man jeweils direkt neben dem Parkplatz auf einer Plattform einen Aussichtspunkt.

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Autor: Felix123  17.10.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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