Buchara – eine Reise ins Mittelalter
Usbekistan ist ein faszinierendes Reiseland, in der Stadt Buchara kann man ein herrliches orientalisches Flair erleben. Die prachtvollen Bauwerke aus dem Mittelalter laden zu einer Zeitreise ein.
Im Mittelalter war Buchara eines der bedeutenden Handelszentren an der Seidenstraße, über die Kaufleute von Asien nach Europa gelangten. Nicht nur in Usbekistan, sondern im gesamten mittelasiatischen Raum zählt Buchara zu den ältesten Städte. Zu den wichtigsten Handelsgütern zählten die handgeknüpften Teppiche, die unter dem Namen ‚Buchara-Teppiche‘ bekannt sind. Seit 1993 steht die Altstadt auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO. Eine Reise nach Buchara ist somit auch gleichzeitig eine Reise ins Mittelalter. Die Spuren der Geschichte begegnen dem Reisenden auf Schritt und Tritt.
Der Poi-Kalan-Komplex bildet eine der Hauptattraktionen Bucharas. Mittelpunkt ist das Kalan-Minarett aus dem Jahre 1127. Es präsentiert die typische Architektur dieser Zeit mit den gebrannten Ziegeln und deren ornamentartigen Anordnung. Am Fuße des 46 Meter hohen Minaretts steht die Kalan-Moschee, die im Jahre 1514 errichtet wurde. Sie zählt zu den prachtvollsten Moscheen in Mittelasien und beeindruckt mit 288 Kuppelgewölben. Der riesige Hof ist mit überdachten Galerien umrahmt. Neben der Kalan Moschee, ist die wundervolle Mir-i-Arab Medresse mit ihren blauen Kuppeln zu bestaunen.
Im Zentrum Bucharas ist eines der ältesten Bauwerke zu betrachten, die Zitadelle Ark. Bereits vor 2.000 Jahren hatte sie eine Bedeutung als Festung und galt als Mittelpunkt der Handelsmetropole. Der Emir von Buchara hatte dort seine Residenz. Heute können noch einige Gebäude wie die Moschee, die Harems, das Gefängnis und die Räume der Wesire besichtigt werden. Schlicht und schön wirkt das Ismal Samani Mausoleum mit seinen gelbbraunen Ziegeln Es ist das einzige Bauwerk aus der Samaniden-Dynastie, das noch erhalten ist und hat somit einen hohen kulturgeschichtlichen Stellenwert.
Tak-i-Sargaron heißt ein Basargebäude in der typischen Bauweise des 16. Jahrhunderts. In früheren Zeiten wurden sie überdacht, damit die Käufer und Händler vor der Witterung geschützt waren. Unter jeder Kuppel wurde eine spezielle Art von Waren angeboten. Nicht weit vom Tak-i-Sargaron ist das Labi-Hauz-Ensemble zu sehen. Als Hauz wurden im Mittelalter die Wasserreservoire bezeichnet, in jedem Stadtteil gab es solch einen Wasserspeicher. Ein weiterer Hauz, das Ensemble Bala-Hauz, steht auf dem Registanplatz Bucharas. Neben dem Wasserreservoir gibt es dort eine Moschee, die mit Holzschnitzereien und Säulen geschmückt ist sowie ein Minarett.
Buchara als alte Handelsstadt lockt auch heute noch mit aufregenden Basaren, die eine Fülle an orientalischen Gewürzen bieten. Auch zahlreiche exotische Früchte in vielen Farben sind dort zu bewundern. Ebenso ist auf den Märkten handwerkliche Kunst zu finden. So gibt es prachtvolle Stickereien in Gold und Silber, Metallarbeiten und Miniaturmalereien zu kaufen. Bei einem Bummel durch die Altstadt findet man typische Teestuben und Stände, an denen gegrillte Fleischspieße angeboten werden. Somit bietet sich Buchara nicht nur für eine Reise ins Mittelalter an.
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Blick auf die Altstadt
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Auf dem Basar
Auf dem Basar
Eingang zum Basar
Miri-Arab-Medrese
In der Altstadt
In der Altstadt
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