Budapest und seine Bäder
Osmanische und byzantinische Einflüsse haben Budapest über die Jahrhunderte zu einer veritablen Stadt der Bäder werden lassen.
Es kann sehr kalt werden in Budapest. Das kontinentale Klima lässt die Quecksilbersäule im Winter gerne auch mal unter die -15 Grad Marke sinken. Das kann dann auch für ansonsten wenig empfindliche Reisende zum Problem werden. Wenn es draußen klirrend kalt ist, sinkt die Motivation, auf städtische Erkundungstour zu gehen, recht schnell ins Bodenlose. Aber Budapest hat weit mehr zu bieten als den Burgberg mit Regierungspalast und die Fischerbastei - speziell für die Kältegeplagten!
Es sind die bekannten und einzigartigen Bäder und Badeanlagen der Stadt, die Budapest auch im tiefsten Winter zu einem lohnenden Reiseziel machen. Gespeist mit Wasser aus heißen Quellen sind sie die gesellschaftlichen Zentren der Stadt, wenn überall sonst vor Kälte nichts mehr geht. Besonders reizvoll und empfehlenswert sind zwei dieser Anlagen, die eine wegen ihrer Dimensionen und ihrer pittoresken Schönheit, die andere wegen ihres Alters und ihrer Originalität.
Da wäre zunächst das Kur- und Heilbad Széchenyi, das im Nordosten der Stadt gleich neben dem Zoo zu finden ist. Eine fixe Einrichtung wurde das Bad im Jahre 1913, zuvor gab es temporäre Aufbauten, die den Badegenuss für die oberen sozialen Schichten ermöglichten. Aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts stammen demnach auch die meisten Gebäude der Anlage, die architektonisch zwischen Historismus, Jugendstil und Art Deco einzuordnen ist. Die großen Freibecken und viele kleine Innenbäder mit unterschiedlichen Temperaturen und Schwefel- oder Salzkonzentrationen bieten hier jede Menge Erholungsmöglichkeiten. Ein spezieller Tipp: eine Partie Schach am Beckenrand des warmen Außenbades - ein Genuss für Körper und Geist gleichermaßen!
Botel Lisa, Budapest7 Tage Ungarn (Sonstiges), 3 Sterne DZ, Frühstück ab 259€ buchen
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Das zweite äußerst empfehlenswerte Bad nennt sich Rudas und stammt ursprünglich noch aus der türkischen Besatzungszeit im 16. Jahrhundert. In diese Zeit fühlt man sich beim Betreten der Anlage auch zurückversetzt. Unter der riesigen säulengestützen Kuppel lässt es sich herrlich im Hauptbecken entspannen. In den Nebenbecken, die sich in den vier Ecken des Hauptraumes befinden, gibt es Wasser unterschiedlicher Temperatur, von 25 bis 42 Grad Celsius. Das Rudas Bad kann auch auf eine Sauna- und Dampfbadanlage verweisen. Sonntags gibt es spezielle Nacht-Öffnungszeiten und zu Silvester findet regelmäßig eine Technoparty im Bad statt. Zu finden ist dieses Kleinod der osmanischen Badekultur am Döbrentei Platz am Donauufer von Buda.
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