Bückeburg: ein bisschen Fürstlichkeit im Weserbergland
Vornehm und edel, pittoresk und geschichtsreich: Facetten einer kleinen Stadt
Eine kleine feine Stadt inmitten des Weserberglandes ist Bückeburg, welches Fürstlichkeit, Stadtkultur und grüne Landschaft besitzt.
Der Fürst von Schaumburg-Lippe zu Bückeburg sorgt für den Hauch von Adel in der Stadt. Das gelbe Schloss hat mehr Potential als nur ein schönes Fotomotiv zu sein und ist eine Besichtigung wert. 1302 wurde das Residenzschloss des Grafen Adolf VI. von Holstein-Schaumburg angelegt und war danach jahrhundertelang Residenz der Grafen zu Schaumburg und Grafen und Fürsten zu Schaumburg-Lippe. Die Schlossführung ist voller märchenhafter Impressionen wie dem Goldenen Saal mit der Götterpforte und dem Großen Festsaal.
Nach der Kunst und Kultur der Innenräume sorgt ein ausgiebiges Flanieren im Schlosspark dafür, sich selbst etwas fürstlicher zu fühlen. Da der im englischen Landschaftsstil angelegte Park in allen Generationen von spezieller Bedeutung ist, nicht wundern, wenn mal eine Horde 1000 Meter-Lauf absolvierender Gymnasiasten den Weg kreuzt. Eine weitere Sehenswürdigkeit im Schlosspark ist das Mausoleum der fürstlichen Familie, welches sich ebenfalls besichtigen lässt.
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Wer sich noch weiter in die adelige Welt unter Springbrunnen, Rosenblättern und edlen Rössern der Hofreitschule hineinträumen möchte, interessiert sich für die zwei besonderen Veranstaltungen in und um das Schloss: Im Dezember lockt der ,,Weihnachtszauber’’, ein Weihnachtsmarkt und –ausstellung der besonderen Art viele Besucher an, die etwas edleren Glanz für die Adventszeit suchen. Zwischen Zimt- und Tannenduft, Kunstschneeflocken auf grünen Nadeln und roten Schleifen finden sich viele besonders exklusive Weihnachtsgeschenke, Feines zum Kosten und Warmes für die Seele. Das sommerliche Gegenstück dazu ist die rosige Landpartie mit extravaganter Gartendekoration, Hüten und Blumendüften im gesamten Schlosspark.
Wessen Ambitionen eher in einer rustikaleren Zeit der quirligen Märkte, Musiker und Ritterturniere angesiedelt sind, der ist auf dem im Sommer stattfindenden Mittelalterlichen Spektakulum richtig. Wer über rauchiges Grillfleisch direkt vom Feuer schlemmen möchte, sollte das Gourmetfestival ,,Bückeburg kocht über’’ kosten.
Im ganz normalen Alltagsleben bieten das Hallen- und Freibad Abkühlung, letzteres mit einem schönen Ausblick ins weite Weserbergland, den man hoch oben vom 10 Meter Turm am besten genießen kann. Der nahe gelegene Wald des Harrls ist zum Beispiel für eine Wanderung in den Kurort Bad Eilsen geeignet. Wem nur Bäume zu eintönig sind, der kann auf den Idaturm steigen und eine schöne Aussicht genießen.
Die Altstadt eignet sich mit ihren vielen kleinen Geschäften und Cafés gut zum Bummeln. Die Stadtkirche porträtiert eindrucksvoll die Weserrenaissance. Das Hubschraubermuseum ist einen Besuch wert, für alle Flieger- und Technikinteressierten. Abends lohnt es sich im ,,Minchen’’ vorbeizuschauen, welches einmal eine Eisenbahnhaltestelle war. Alternativen mit gleichwertiger Gemütlichkeit und Atmosphäre sind das ,,Känguruh’’ oder die ,,Destille''.
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