Bulgarien - Land der Gegensätze
Bulgarien hat sich in den letzten Jahrzehnten als neuer Ballermann am Schwarzen Meer herausgebildet. Doch das Land verbirgt mehr Schätze, als nur Partys und Disco.
Der Osteuropäische Schwarzmeerstaat Bulgarien ist ein Highlight für sich. Natürlich kann man zum Party machen an den Sonnenstrand, der sich im Süden des Landes befindet und das größte Seebad des Landes bildet, fahren. Doch das ist nicht das ursprüngliche Bulgarien, so wie es Touristen und Kulturfreaks kennen und lieben lernen. Bulgarien war früher ein Sozialistischer Staat und wenn man in Burgas an dem alten Airport aussteigt und die Seeluft schnuppert, fühlt man sich 50 Jahre in der Zeit zurückversetzt.
In den letzten Jahrzehnten jedoch ist alles schon viel moderner geworden, riesige Hotelkomplexe sprossen aus dem Boden und bilden nun die Touristenregionen an der Schwarzmeerküste. Im Süden, an der türkischen Grenze liegen Primosko und Sozopol. Die Altstädte dieser Touristenzentren sind antik und bieten genügend Potential für Tagestouren. In der Mitte des Landes befinden sich die Zentren Sonnenstrand mit seinen 1.000 Hotels, Sveti Vlas und die größte All-Inclusiv-Anlage am Schwarzen Meer, Elenite, mit seinen Hotels, Andalusia, Villas Elenite, Royal Park, Royal Bay, Atrium und Zorniza Sands Resort. Elenite ist ein typischer Familienbadeort.
Weiter im Norden zieht sich Obzor an der Küste entlang, nördlich des Kap Emine mit dem versteckten Ort Emona und einem ausgedehnten Militärgebiet. Weitere 50 km nördlich sieht man dann den Fährhafen von Varna, der drittgrößten Stadt Bulgariens, nach Sofia und Plovdiv im Landesinneren. Shopping steht in Varna an erster Stelle, deshalb fahren auch viele Pendelbusse vom Goldstrand, dem größten Touristikzentrum in Nordbulgarien, in diese Hafenstadt. Hier gibt es Einkaufszentren, Markenläden und New Yorker, alles ziemlich nahe beisammen in der Einkaufsstraße.
Der Goldstrand, gute 16 km nördlich der Hafenstadt, ist das zweitgrößte Ferienziel in Bulgarien. Hier gibt es sogar eine Nachbildung des Eiffelturms, mit Restaurant. Weiter kann man die Küste entlang fahren, zum kleinen beliebten Ort St. Konstantin und Elena. Hier gibt es in Strandnähe ein niedliches kleines orthodoxes Kloster, welches nach diesen beiden Schutzheiligen, die dem Ort seinen Namen gaben, benannt wurde.
Albena ist ein weiteres Feriendomizil an der Küste. Die auffällige Hotelbauweise, lässt jeden Besucher staunen. Auch die kleinen Restaurants in Strandnähe und das Naturgebiet sind sehr schön anzuschauen. Hier wedeln Palmenschirme im Wind und bieten dem Tourist einen erholsamen Urlaub.
Nördlich von Albena verwandelt sich die Küste zu einer Steilküste. Das Kap Kaliakra. Weit ab von allen Feriengebieten kann man hier das Bulgarien von vor 100 Jahren miterleben. Kleine Dörfer mit Schlingpflanzen an den Häusern, Katzen auf den Autodächern und einem wöchentlichen Markt, auf dem Waren verkauft werden. Hier kann man sich einen guten Überblick über das eigentliche Leben der Bulgaren verschaffen. Die größte Stadt nahe des Kaps bildet Kavarna mit seinem jährlichen Rockfestivals. Ein Feriendomizil für Familie und Individualisten ist die Hotelanlage von Russalka am Meer.
Man fährt eine moderne Landstraße entlang an einem kleinen See vorbei und schon erreicht man die Rumänische Grenze. Hier ist die Natur Zuhause. Riesige Sonnenblumenfelder prägen die Landschaft im Juli und August. Anfang September fangen sie an, langsam zu verblühen. Ab und an sieht man einen einsamen Esel am Straßenrand grasen und merkt, hier ist die Luft wirklich noch rein und die Kultur Bulgariens sticht einem direkt ins Auge.
Das also ist Bulgarien, das Land der Gegensätze. Im Landesinneren findet man das Balkangebirge. Steilküsten und kilometerlange Sandstrände schlängeln sich die 700 km lange Küste entlang. Im Süden des Landes erstreckt sich Flachland sowie unzählige Sonnenblumen und Getreidefelder. In Bansko sind Skigebiete, die im Winter den Staaten Österreich und Schweiz Konkurrenz machen. Egal ob für Wanderfreunde, Badetouristen oder Kulturfreaks, für jeden ist etwas dabei.
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