Checkliste Reiseapotheke Indien

Wer verreist, braucht für alle Fälle eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Indien ruft daher Reisende zu ausreichend Selbstverantwortung auf, da erste Hilfe oft nicht gegeben ist.

Indien ist das Ziel für viele Fernwehbefallene, egal, ob sie in den schroffen Norden bis hinauf nach Pakistan, in den heißen und trockenen Süden wollen oder nach Delhi, dem Schmelztiegel der Kulturen. Allen Zielen gemeinsam ist, dass der durchschnittliche Westeuropäer weder an das Klima noch an die Küche gewöhnt ist, und schon für die daraus resultierenden kleineren Unpässlichkeiten sollte man etwas an Medizin in seiner Reiseapotheke dabei haben! Damit auch wirklich nichts fehlt, falls man doch krank wird, packt man am besten nach der Anleitung einer Checkliste seine Reiseapotheke Indien.

Impfungen vor dem Urlaub

Vor der Abreise nach Indien empfehlen sich auch die für Asien üblichen Impfungen, als da wären: Diphtherie, Tetanus, Polio, Masern (außer, man ist schon immun), Hepatitis A und Typhus. Für Risikogruppen empfiehlt sich zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis B, Tollwut, und je nach Reisegebiet japanische Enzephalitis, gegen Pneumokokken und Influenza. Genauere Information bezüglich des Risikos erteilt jedes Tropeninstitut. Man sollte unbedingt die Impfungen im Impfpass eintragen lassen und diesen dann auch mitnehmen, am besten gleich in der Reiseapotheke Indien, damit im Falle des Falles klar ist, wogegen schon geimpft wurde!

Malaria - nur keine Panik!

Malaria ist in einem asiatischen Land wie Indien immer ein Thema und nicht selten werden Menschen krank davon. Generell lässt sich aber sagen, dass in den Großstädten nur ein sehr geringes Risiko einer Malariainfektion vorhanden ist. Die Regionen in über 2.000 Metern Höhe wie z.B. Jammu, Kaschmir, Himachal Pradesch und Sikkim sind sowieso malariafrei. Im restlichen Indien besteht ein mittleres Risiko einer Malariainfektion. Daher wird als Prophylaxe die Mitnahme eines Notfallmedikaments in der Reiseapotheke für Indien empfohlen, eventuell auch die vorbeugende Einnahme, die aber individuell mit dem Arzt abgeklärt werden muss. Ein Schutz vor Moskitostichen wird angeraten: Einerseits durch lange Kleidung, wie die Verwendung eines Moskitonetzes beim Schlafen, andererseits auch durch Mückenabwehrpräparate.

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Die Reiseapotheke - was soll hinein

Generell sollte - neben der üblichen Erste-Hilfe-Ausstattung mit Druckverband, Dreieckstuch, Pflastern und Desinfektionsspray - noch einiges anderes laut Checkliste mit in den Urlaub: Medikamente gegen Durchfall, wobei man sowohl auf homöophatisches als auch auf schulmedizinische Präparate zurückgreifen kann. Bei leichtem Durchfall, der oft nur durch die ungewohnte Kost entsteht, haben sich Kohletabletten gut bewährt. Gegen Fieber empfiehlt sich Aspirin sowie - in Absprache mit einem Arzt oder einer Apotheke - auch ein Kombimedikament gegen Schmerzen und Fieber. Antibiotika sollte nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Reisekrankheit lässt sich ebenfalls medikamentös in den Griff bekommen. Wer dazu neigt, sollte genug Tabletten im Gepäck haben. Lutschtabletten gegen Halsweh - das auch wegen der Klimaumstellung entstehen kann - haben sich ebenfalls sehr bewährt. Sonnenschutz, Hüte und After-Sun-Lotions sind immer ein Muss, denn die UV-Belastung ist in Indien sehr hoch.

Generelle Vorsichtsmaßnahmen

Man kann einen Indientrip mit einigen wenigen Präventivmaßnahmen ohne jedes Magen-Darm-Problem überstehen: Obst und Gemüse nicht ungeschält essen, keine Eiswürfel, bei Fleisch sehr gut auf die Kühlung achten, im Zweifelsfall greift man auf die vegetarische, sehr gute Küche Indiens zurück! Ansonsten sollte man ganz einfach die hygienischen Grundregeln beachten, nach denen man auch zu Hause lebt, wie zum Beispiel Hände waschen nach dem Toilettengang, dann können Krankheiten nicht mehr so leicht übertragen werden.

Reisen mit Baby und Trekkingtouren

Reist man mit Baby oder Kind, sind natürlich noch andere Dinge zu beachten - im Falle, man wird krank. Speziell kindgerechte Medikamente sind unbedingt mitzunehmen, dementsprechend ist die Checkliste für die Reiseapotheke Indien dann auch zu vergrößern. Der medizinische Standard in Indien ist nicht mit dem europäischen zu vergleichen, auch wenn es in den Großstädten wie Delhi sehr gute Ärzte gibt. Wer sich in entlegenere Gegenden begeben will, sollte auch seine Reiseapotheke aufstocken - ein Samsplint zur Erstversorgung von Knochenbrüchen, sterile Einwegspritzen, genug Verbandsmaterial, eventuell Schmerztabletten und Gummihandschuhe sind Pflicht bei Trekkingtouren. Dabei ist auch zu beachten, dass die Rettung nicht so organisiert ist wie in Europa - sehr viel Eigenverantwortung wird vorausgesetzt!

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Autor: freethinking  16.09.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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