Chicago - Ein Stadtspaziergang
Man kann viele Tage in Chicago verbringen, aber auch wenn man nur wenig Zeit hat, lohnt es sich durch den Millennium Park, zum Navy Pier und entlang der Michigan Avenue zu spazieren - Ein Rundgang mit Flair.
Missbrauch melden Eigentlich stand Chicago gar nicht auf meiner Liste. Doch dann hatte ich einen Nachmittag Zeit um ein paar Stunden durch die Stadt zu schlendern. Da ich vor einigen Jahren schon einmal für eine längere Zeit hier war, lief ich einfach meine Lieblingsroute ab, die ich für einen guten Vorschlag halte, wenn man so wie ich nur Vier Stunden Zeit in Chicago hat und ein bisschen bummeln möchte.
Ich parkte mein Auto in der Garage unter dem Millennium Park, der sogleich auch die erste Sehenswürdigkeit auf der Strecke ist. In den Siebzigern lag hier noch ein Bahnhof, doch seit dem Jahr 2004 ist hier ein Park mit allerlei Kunstobjekten, moderner Architektur und Springbrunnen entstanden. Der große Vorteil daran ist, alles ist kostenlos zu besichtigen. Das wohl für die meisten Touristen anziehendste Objekt ist die Cloud Gate Skulptur, gern auch als The Bean bezeichnet. Das Objekt ist eine riesiger Spiegel in der Form einer Bohne, durch die man laufen kann und in der sich die Skyline Chicagos wunderbar reflektiert. Von der Bean machte ich einen Abstecher am Jay Pritzker Pavillion vorbei, einer wundervollen Open Air Bühne mit einer weiten Wiese zum Entspannen. Von dort aus lief ich über die BP Brücke, die sich wie eine Schlange Richtung Ufer des Lake Michigan schlängelt.
Am Ufer angelangt bog ich auf dem durch Radfahrer und Jogger hochfrequentierten Weg am See entlang Richtung Norden ab, bis ich den Chicago River überquert und zu seiner Rechten schon den Navy Pier erblickte. Ich spazierte durch einen weiteren kleinen Park und stand kurz darauf am Navy Pier, der früher besonders der Erholung von Navy Soldaten diente, heute jedoch ein beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen, Touristen aus aller Welt, aber auch Einheimische ist. Ich lief die 1000 Meter lange Promenade in den See hinein und hatte am Ende angelangt einen wunderbaren einen Blick auf die imposante Skyline Chicagos die sich vom Blau des Himmels absetzte. Hier wehten amerikanischen Flaggen im Wind und jedermann posierte mit der Stadt im Hintergrund.
Gemütlich ging ich wieder an der Promenade zurück, genau so gut hätte ich auch im Inneren des Gebäudes zurück gehen können um noch ein paar Souvenirs zu erstehen, aber ich entschied mich für den Weg an den Booten vorbei und flanierte wieder in Richtung Stadt. Nach einer Weile bekam ich Hunger und Chicago ist bekannt für seine Hot Dogs, die es in den verschiedensten Variationen gibt. Natürlich gönnte ich mir einen, denn sie sind nicht nur schmackhaft, sondern auch für jeden Geldbeutel geeignet. Ich setzte mich ans Ende des Navy Pier und genoss ihn auf einer Parkbank.
Als ich den Navy Pier hinter mir gelassen hatte, machte ich mich auf den Weg Richtung Michigan Avenue, der Einkaufsmeile Chicagos. Hier reihen sich Malls und Departmentstores aneinander und in Nebenstraßen findet man auch mal eine kleine Boutique. Nun galt es langsam wieder Richtung Süden zu bummeln, ich kaufte nichts mehr, doch vielleicht kann man noch ein letztes T-Shirt ergattern und sich langsam auf den Weg zum Auto zu machen.
So hatte ich in kürzester Zeit nicht nur ein bisschen Großstadtluft geschnuppert, sondern auch für wenig Geld viel gesehen. Wer etwas länger in Chicago verweilt, für den sind all diese Orte sowieso Pflicht und man sollte sie dann auch auskosten und ein weniger länger an ihnen verweilen. Aber auch ein paar Stunden geben einem schon einen wunderbaren Eindruck wie es sich in der Metropole am Lake Michigan so Leben mag.
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The Bean
Chicago vom Navy Pier
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