Costa del Sol – Tor Afrikas

Die Costa del Sol bietet viele Möglichkeiten für den Urlaub. Es muss nicht das volle Besichtigungsprogramm sein, es gilt die richtige Mischung aus Entdeckung und Erholung zu finden.

Wer diesen Teil Spaniens besucht, der wird schnell feststellen, dass Nordafrika und der Lebensstil der arabischen Kultur hier sehr nah sind. Nicht nur, dass man an klaren Tagen, das Atlas Gebirge am anderen Ufer des Mittelmeers erkennt, sondern auch dass der Einfluss Arabiens hier auf Schritt und Tritt zu finden ist. Einerseits in der Bezeichnung der Städte, oder bei der Besichtigung alter historischer Gebäude oder einfach nur wenn man durch die Städte bummelt und diverse Märkte besucht. Die Stadt Tarifa kann wohl als die am meisten arabisch geprägteste Stadt Spaniens bezeichnet werden. Eine weitere sehr arabisch angehauchte Stadt mit dem klangvollen Namen Ronda, liegt in den Bergen über der Costa del Sol. In diesem Teil Europas liegen das Abendland und die Welt Arabiens so nah nebeneinander, dass deren gegenseitige Einflüsse sich permanent vermischen.

Nach dem Verlassen des Flughafens, der derzeit einer Großbaustelle gleicht, werden die Touristen in ihre Hotels und Appartements, in die zahlreichen Badeorten, wie Marbella, Fuengirola oder Torremolinos an der Küste gebracht. Alternativ kann man seinen Mietwagen auch gleich am Flughafen übernehmen, das spart den Transfer zum Hotel. In den Zeiten von Navi & Co sollte das Auffinden des eigenen Hotels nicht mehr so ein großes Problem darstellen, wie noch vor Jahren, als es diese Helferlein nicht gab.   

Der erste Eindruck nach Verlassen des Flughafengeländes und Erreichen der Küstenautobahn ist, dass sich in der nahe gelegenen Ortschaft Torremolinos, dicht gedrängt, ein Hotelkomplex an den anderen reiht. Nach einigen Kilometern Richtung Marbella weichen die dicht verbauten Hotelanlagen lockeren niedrigen Anlagen und vereinzelten Fischerdörfern. Parallel zur Autobahn führt ab Fuengirola eine vierspurige Schnellstraße mit der Bezeichnung A7 durch die an der Küste gelegenen Ferienorte.

Angebote auf Karte zeigen

Erst hier beginnt die Landschaft sich zu verändern und es kommt auch langsam das Gefühl auf, dass die Costa del Sol auch schöne Seiten besitzt. Auf der Berg zugewandten Seite bildete die Bergkette Sierra de Mijas mit ihren kahlen Bergrücken und braunen Flächen einen scharfen Kontrast zu dem stahlblauen Himmel. Generell ist die Landschaft in Andalusien sehr karg und trocken. Dort wo grüne Landstriche erkennbar sind, liegt entweder eine Golf- oder Hotelanlage. Nur am Küstenstreifen ist die Vegetation durchgehend reichhaltig an Pflanzen und Bäumen.     

Die Luftfeuchtigkeit ist an der Küste hoch, sie nimmt aber schon nach wenigen Kilometern im Landesinneren ab. Die Temperaturen betragen konstant zwischen 30 -33°C in den Sommermonaten. In den Morgenstunden kann es auch schon mal vorkommen, dass Nebel einfällt, der sich meistens bis zum späten Vormittag auflöst. Das Meer hat durch seine Nähe zum Atlantik immer etwas kühlere Temperaturen als z.B.  die am östlichen Mittelmeer gelegenen Ferienorten der Türkei oder Griechenlands.

On the beach 

Natürlich bietet die Costa del Sol mit ihrer 800 km langen Küste, jede Menge Strände, die zum Baden einladen. Speziell der Abschnitt von Tarifa bis zur Portugieschen Grenze bietet lange, breite Sandstrände, sogar teilweise mit Sanddünen. Sandstrände mit ihrem feinkörnigen weißen Sand sind öffentliches Gut und dürfen von jedermann besucht werden. So gibt es keine Abgrenzungen oder Absperrungen für Hotels. Dadurch lädt der Strand zu kilometerlangen Wanderungen entlang des Meeres ein, ohne dass Barrieren oder Absperrungen den Weg versperren.

Aufpassen muss man bei den Liegen und Sonnenschirmen, denn diese werden von privaten Vermietern an die Sonnenanbeter am Strand vermietet und sind somit nicht im Hotelpreis enthalten. Die Mietpreise beginnen ab vier Euro pro Liege und Tag. Speziell an den Wochenenden in den Sommermonaten frequentieren lokale Bewohner die Küste, sodass die Strände vor Badenden überquellen. Hotelbewohner haben es hier ein wenig leichter, denn sie können die wunderschönen Gartenanlagen mit Poollandschaft nutzen.     

Costa del Sol zur Hauptreisezeit

Die Hauptreisezeit an der Costa del Sol ist der Monat August, wo sehr viele Spanier Urlaub haben. Zusätzlich kommen noch Touristen aus vielen Teilen Europas, um hier ihre Ferien zu verbringen. In dieser Hochsaison muss man auch mit höheren Preisen bei Hotels, Mietwägen und Ausflügen rechnen. Ferner sind die Reiserouten durch Urlauber und marokkanische  Gastarbeiter oft verstopft und ermöglichen nur ein schweres Weiterkommen. Speziell in den Fährhäfen Tarifa und Algeciras sind mit auf die Fähre nach Marokko wartenden Reisenden überfüllt.

Da die Temperaturen in den Nachmittagsstunden doch relativ hoch sind, ist es empfehlenswert, Besichtigungen auf den Vormittag zu verlegen und den Nachmittag zum Baden zu verwenden. Aufgrund der westlichen Lage der Costa del Sol, kann man bis spät am Abend den Strand genießen. Der Sonnenuntergang ist erst so gegen 21.00 Uhr. Dadurch verschiebt sich auch der persönliche Tagesrhythmus in Richtung Abend. Als Urlauber passt man sich schnell an die Gewohnheiten der Spanier an.

Costa del Sol am Abend

Für uns Mitteleuropäer  ist es überhaupt kein Problem, um 20.30 Uhr Abendessen zu gehen, denn die Speisen sind leicht und bekömmlich. Selbst Spanier gehen nie vor 22.00 oder 23.00 Uhr Essen. Wer die Gelegenheit benutzt, am Abend eine Stadt zu besuchen wird sehr schnell feststellen, dass hier erst das Leben beginnt, wenn die Nacht hereinbricht und die Hitze des Tages weicht.  Es ist ein richtiges Erlebnis am Abend durch Gassen und Plätze zu wandern und dem bunten Treiben beizuwohnen. Es kann schon mal passieren, dass der Griller auf die Straße wandert und die Nachbarschaft unter lauter Musik und Tanz Siesta feiert. Selbst in verschlafenen Dörfern beginnt nach Sonnenuntergang das pulsierende Leben. Leute sitzen in kleinen Bars und Tavernen und genießen zum Abschluss des Tages ihren Kaffee oder Wein. Dazu kauen sie auf einer Olive oder an einer Tapa. Natürlich machen sie das nicht alleine, denn die Spanier sind gesellige Leute. Sie sitzen in Gruppen und diskutieren und plaudern; daneben läuft meist in einer Ecke der Fernseher. 

.... und Frühmorgens

Dafür erwacht das Leben am Küstenstreifen erst um 11.00 Uhr Vormittags zum Leben. Doch nachmittags, wenn die Hitze am größten ist, dann sind alle Gassen und Plätze leer, man hört nur die Stimmen der Bewohner hinter geöffneten Fenstern und Türen. Selbst viele Geschäfte und Restaurants schließen und halten ihre Siesta bis zum späten Nachmittag. Wer also auf Besichtigungstour ist, sollte dies bei seinen Planungen berücksichtigen. Ein Vorrat an Obst, Snacks und Getränken kann hier sehr hilfreich sein.      

Ausflug nach Granada

Wer vor hat, die Alhambra in Granada mit dem Mietwagen zu besuchen, wird hier in den Monaten Juli und August enttäuscht werden. Besichtigungen sind nur über eine organisierte Reisegruppe mit Führung, zu einem Preis von ca. 75 Euro möglich. Das Besucherkontingent ist mit 8000 Besuchern pro Tag beschränkt. Sämtliche Reiseveranstalter haben das komplette Besucherkontingent der Alhambra aufgekauft, sodass für Individualreisende hier keine weiteren Eintrittskarten überbleiben.   

Kulturelle Höhepunkte

Neben dem Strandleben gibt es in Andalusien auch interessante Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Dieser Teil von Spanien ist so geschichtsträchtig und bietet so viele Sehenswürdigkeiten aller Epochen, dass ein Urlaub gar nicht ausreicht, um nur annähernd alles zu erkunden und zu entdecken. Durch die geografische Lage, wechselte die Costa del Sol im Laufe der Geschichte immer wieder ihre Besitzer – von den Römern über die Mauren, Habsburger und Bourbonen, bis zum heutigen König Juan Carlos. Es ist dadurch auch verständlich, dass diese wechselvolle Geschichte sich auch in den verschiedenen Baustilen niederschlägt.

Persönliches Besichtigungsprogramm

Sicher ist es in den Sommermonaten ungleich anstrengender Ausflüge zu unternehmen, wenn die Sonne vom tiefblauen Himmel brennt. Doch es gibt auch einen Weg, wie man sowohl das Baden als auch ein Besichtigungsprogramm kombinieren kann. Sie müssen Ihre Ausflüge so planen, dass Sie bis zum frühen Nachmittag, dann wenn die Hitze am größten ist, wieder zurück im Hotel sind. Das persönliche Besichtigungsprogramm kann man auf mehrere Varianten absolvieren.

Eine Variante ist das Ausflugsprogramm des Reiseveranstalters, dies ist auch mit Sicherheit die teuerste. Ausflüge können in jedem Hotel beim jeweiligen Reiseveranstalter gebucht werden. Dann gibt es die Möglichkeit, sich des öffentlichen Bussystems zu bedienen, das an der Küste sehr gut ausgebaut ist. Jedoch ist dies gleichzeitig aber auch die zeitintensivste Möglichkeit die Costa del Sol zu erkunden. Dafür ist das Verwenden der Regionalbusse mit Abstand die billigste Variante.

Das Ausflugsprogramm mit einem Mietwagen zu absolvieren, geht preislich ganz in Ordnung – obwohl in der Hauptsaison automatisch ein Aufschlag von 10% hinzugerechnet wird. Der Vorteil vom Mietwagen ist die persönliche Unabhängigkeit und eine freie Zeiteinteilung. Sinnvoll ist es den Mietwagen direkt vor Ort zu buchen, denn in den Ferienorten an der Costa del Sol ist das Angebot an Mietwägen groß und daher kann man leicht die Preise vergleichen.        

Marbella – Nobelort an der Costa del Sol

Marbella besitzt immer noch den Charme eines Nobelbadeortes und auch heute noch kann man Yachten im Hafen und Luxusfahrzeuge auf der Straße bewundern. Wer keinen Leihwagen gemietet hat und trotzdem Marbella besuchen möchte, kann den öffentlichen Bus benutzen. Marbella besitzt eine schöne Strandpromenade –genannt Paeso Martimo. Diese ist mit Palmen und Laubbäumen nahezu durchgehend gesäumt. Im Hintergrund reihen sich Hotels und Appartements aneinander und kleine Cafes und Restaurants ergänzen die Szenerie.

Sehenswert ist die Avenida del Mar mit den von Salvador Dali geschaffenen Bronzefiguren. Der Strand mit dem klangvollen Namen Playa de Venus mit Liegen und Bast- geflochtenen Sonnenschirmen verläuft parallel zur Strandpromenade. Manchmal sind am Strand kunstvolle Sandburgen zu bewundern, die sehr aufwendig gestaltet und abends sogar durch Kerzen beleuchtet werden. Für ein paar Münzen von den vorbei spazierenden Leuten sind die Erbauer der Kunstwerke aus Sand recht dankbar.    

In der Nähe des Parque de la Constitucion fährt ein kleiner Straßen-Zug zu einer Besichtigungstour durch Marbella ab. Die Fahrt kostet fünf Euro pro Person und dauert ca. eine halbe Stunde und gibt einen guten Überblick über die Stadt. Zunächst führt die Route entlang der Strandpromenade, dann zweigt sie in Richtung Altstadt ab, bis das Bähnchen  durch das Villenviertel mit schönen Häusern wieder den Ausgangspunkt erreicht. Anschließend kann man sich im Parque de la Constitucion in einem netten kleinen Cafe erfrischen. Der kleine Pavillon ist umgeben von Bäumen und Sträuchern, die den darunter stehenden Tischen Schatten spenden. Zypressen und Palmen sorgen selbst bei großer Hitze für ein angenehmes Klima. Im Park ist weiter ein Freilufttheater und ein kleines Planetarium zu finden.

Nur wenige Gassen vom Park entfernt, hinter der Durchzugsstraße  Avenida Ramon y Cajal beginnt die Altstadt. In ihren engen Gassen und auf den lebhaften Plätzen findet der Besucher schöne alte Häuser im spanischen Baustil mit weißen Fassaden. Sehenswert ist der begrünte Platz Plaza de los Naranjos mit dem alten Rathaus und den vielen kleinen Cafes und Bars, die nicht nur von Touristen besucht werden. Wer gerne alte Kirchen besichtigt, der sollte sich die Pfarrkirche Parroquia de Ntra. Sra. de la Encarnación auf der Plaza Iglesia nicht entgehen lassen. Auf der Plaza neben der Kirche, ist die Statue von San Bernabe – dem Stadtpatron von Marbella nicht zu übersehen.

Am Ende der Plaza beginnt die Calle Mendoza – sie führt direkt zur Plaza Puente Malaga, welche bereits außerhalb der Altstadt liegt. Im letzten Drittel steht auf der rechten Seite, hinter einem Gitter mit kunstvollen Verzierungen, eine kleine farbenprächtige Kapelle. Im Inneren stehen in einer Nische, die Statuen des aufgebahrten Christus und der Muttergottes. Zurück auf der Hauptstraße Avenida Ramon y Cajal herrscht wieder Trubel und Geschäftigkeit. Das ist auch kein Wunder, denn hier reihen sich Boutiquen, Schuhläden und Elektrofachgeschäfte und vieles mehr aneinander, womit wir uns in Mitten der Einkaufsmeile von Marbella befinden. Wer will, kann hier seine Einkäufe tätigen und das eine oder andere Souvenir erstehen.     

Ronda – geteilt durch eine Schlucht

Mitten in der Sierra Blanquilla, ca. 50 km von Marbella entfernt, in einer Höhe von 780m liegt das Bergstädtchen Ronda mit seinen 30.000 Einwohnern. Die Straße mit der Nr. 376 ist kurvenreich, jedoch sehr gut ausgebaut, sodass man die Stadt nach ca. einer Stunde Fahrzeit erreicht. Die Landschaft entlang der Strecke ist zuerst mit Nadelbäumen gesäumt, dann löst Karst die bewaldeten Hänge ab. Zunächst windet sich die Straße von der Küste die Sierra Bermeja hoch; hier hat man nach Erreichen der ersten Anhöhen eine wunderbare Aussicht auf die Küste und Marbella. In Ronda angekommen, gilt es einen Parkplatz für seinen Mietwagen zu finden. Man muss hier schon Glück haben eine Parklücke zu finden, denn die Gassen sind eng und dort wo es Parkmöglichkeiten gibt, sind meistens alle schon weg.

Die Puente Viejo wurde im Jahr 1616 auf Fundamenten einer arabischen Konstruktion errichtet und überspannt die Schlucht Tajo in dem der Rio Guadalevin fließt. Ein Stück unterhalb befindet sich eine römische Brücke aus dem 14.Jhdt. Die schmale Calle La Mina besitzt einige Aussichtsterrassen, von denen man einen guten Überblick über die Schlucht hat. Sie trennt die Altstadt und den neuen Teil von Ronda. Weiter hat man eine spektakuläre Sicht auf die berühmte Brücke Puento Nuevo, einem Meisterwerk der Architektur.

Errichtet wurde die Brücke im 18. Jhdt. und überspannt an dieser Stelle die 100 m tiefe Schlucht. Der untere Teil ist einbogig, der obere Teil besteht aus drei Bögen. Die Bauzeit betrug 42 Jahre und kurz vor Vollendung des Bauwerks stürzte der Architekt der Brücke, Antonio Martin Aldehuela in die Tiefe und verstarb. Nicht verpassen sollte man den Blick von der Brücke in die Tajo- Schlucht und die auf dem Rand der Schlucht liegenden dicht gedrängten Häuser der Altstadt von Ronda.

Im neuen Teil von Ronda sollte man die Plaza de Soccoro mit ihren hübschen Gebäuden besichtigen. Folgt man der von der Plaza de Soccoro abzweigenden Calle Romero liegt direkt vor einem die Stierkampfarena. Die 1785 eröffnete Arena fasst 5000 Zuschauer und ist auch heute noch in Verwendung. Der Eingang ist mit einem Tor aus Sandstein kunstvoll gestaltet. Rechts und Links findet man Statuen zweier Stierkämpfer aus Bronze. Wer sich für die Geschichte des Stierkampfes interessiert, findet gleich daneben ein Stierkampfmuseum.

Für Mode interessierte Besucher gibt es gegenüber der Stierkampfarena in der Calle Virgen de la Paz einige schöne Boutiquen und Geschäfte. Nur ein kurzes Stück von der Stierkampfarena entfernt, liegt die Plaza de Espana an der die Brücke Puente Nuevo anschließt. Von der Brücke hat man einen tollen Ausblick auf die darunter liegende Schlucht. Die Plaza de Espana bietet ein paar einladende Cafes und das stilvolle Hotel Parador de Ronda mit einer schönen Innenhalle.

Der Rundgang führt nun weiter durch den älteren Teil Rondas auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht. Folgt man der Calle Domingo, befindet sich auf der linken Seite der Palast Casa del Rey Moro aus dem 17. Jhdt. mit seinen von Nicolas Forestier angelegten Gärten. Wer gut bei Fuß und Kondition ist, kann die 232 Stufen in die Schlucht des Tajo hinabsteigen. Wenn man weiter der steilen treppenartigen Gasse folgt, gelangt man zu den arabischen Bädern aus dem 13. Jhdt. –die zu den besterhaltenen Spaniens zählen.  Über die steil ansteigende Straße M. de Salvatierra geht es zurück in die Altstadt.  

Im Zentrum der Altstadt von Ronda befindet sich die Plaza Duquesa de Parcent mit dem Rathaus und der Kirche Santa Maria la Mayor. Ursprünglich war die Kirche eine Moschee und das Minarett wurde zum heutigen Kirchenturm umfunktioniert. An die arabischen Wurzeln erinnert nur noch der dekorierte Hufeisenbogen einer ehemaligen Gebetsnische. Interessant ist der Barockaltar, der mit 80 kg mexikanischem Gold belegt wurde. Die Grundzüge der Kirche sind gotisch, doch nach einem Erdbeben erfolgte die Erneuerung im Renaissance- Stil. Rund um diesen Platz zweigen die engen Gassen der Altstadt von Ronda mit ihren in der Bauform für Andalusien typische Gebäude ab. Der Platz ist ähnlich einer Parkanlage mit schattenspendenden Bäumen und einem Brunnen im Zentrum angelegt. Nur eine Gasse entfernt, kann man direkt in der Hauptstraße Arminan ein Minarett in der Form eines zierlichen Turms aus dem 14. Jhdt. bewundern.

Tarifa – der südlichste Punkt Spaniens oder wo das Mittelmeer auf den Atlantik trifft

Schon auf der Autobahn A7 in südlicher Richtung werben überdimensionale Werbeschilder für die Fährverbindung von Tarifa nach Tanger in Marokko. Tatsächlich ist Tarifa neben der Hafenstadt Algeciras ein wichtiger Knotenpunkt im Verkehr mit dem afrikanischen Kontinent. Neben den Verkehrsschildern in spanischer Sprache stehen auch solche in arabischer Schrift. An den Autobahnraststätten werden schon die Fährtickets verkauft, damit das Verladen auf die Fähren im Hafen schneller erfolgen kann. Eine nicht abreißende Schlange von Fahrzeugen strömt Richtung Hafen, um die 35 Minuten dauernde Überfahrt nach Tanger anzutreten.

Schon bei der Ankunft in Tarifa, umgibt einen das arabisch anmutende Flair. Auf Schritt und Tritt fängt den Besucher die von Afrika und der arabischen Welt Marokkos überschwappende Lebensart ein. Tarifas Altstadt ist immer noch von einer Stadtmauer umgeben, an dessen Ende am Hafen das alte Castillo grenzt. Beginnen sollte man seinen Rundgang beim nördlichen mittelalterlichen Stadttor Puerta de Jerez, das sich in der Avenida de Andalucia befindet. Die Bogenform des Tores erinnert an die maurische Siedlungszeit aus dem Jahre 710 n.Chr. Auf der Außenseite erinnert die Aufschrift - sehr treu, sehr edel, sehr heldenhaft an die Verteidigung Tarifas 1294 durch die Spanier gegen marokkanische Benimiriden. Gleich hinter dem Stadttor erstreckt sich die frisch renovierte Markthalle und lädt zu einem kurzen Rundgang ein. Neben frisch gefangenem Fisch und Meerestieren, werden Obst, Gemüse und Fleisch in den bunten Ständen verkauft. In der Mitte der Halle sorgt ein kleines Cafe für Erfrischung und Erholung vom Einkauf.

Folgt man weiter den engen, verwinkelten Gassen, findet man alte - weiß getünchte Häuser im arabisch-maurischen Stil. In Mitten der Altstadt liegt der Hauptplatz von Tarifa auf dem die Kirche San Mateo mit ihrer eindrucksvollen Fassade samt weißer Christusstatue steht. Weiter befinden sich auf dem Platz schattenspendende Zitrusfrüchte und einige kleinere Restaurants und Tapas mit Tischen im Freien. Hinter der Kirche steht auf der „Plaza de Oviedo“ die im maurischen Stil errichtete Touristeninformation. Hier bekommt man als Besucher Informationen über Tarifa selbst und Ausflugsmöglichkeiten zu den langen Atlantikstränden, welche bei Windsurfer sehr beliebt sind.

Die an der Atlantikküste vorherrschenden Winde machen Tarifa zu einem Mekka der Windsurfer. Selbst bei den stärksten Winden, wo die Fähre nach Tanger schon lange nicht mehr fährt, gibt es immer noch begeisterte Surfer die auf ihrem Brett über die Wellen jagen. Der Surfsport hat  in den letzen Jahren einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor erreicht, denn sehr viele Läden in Tarifa haben sich auf das Zubehör von Surfern spezialisiert. Wenn man auf der Straße Richtung Cadiz unterwegs ist, sieht man an schönen- und natürlich windigen Tagen am Meer und Strand, dicht gedrängt, viele bunte Segel.

Vejer de la Frontera – der Geheimtipp für Individualreisende

Das kleine Städtchen mit seinen 13.000 Einwohnern liegt auf einem Hügel, ca. zehn Kilometer von der Küste entfernt an der Straße nach Cadiz. Wenn man die enge, gewundene Straße nach oben geschafft hat, wird der Besucher von einer wunderbaren Aussicht über die umliegende Landschaft begrüßt. Vejer de la Frontera gehört zu den weißen Dörfern von Andalusien mit einer über 500 Jahre alten Geschichte und steht seit dem Jahre 1976 unter Denkmalschutz. Die Altstadt ist noch mit einer intakten Stadtmauer umgeben und sollte am Besten zu Fuß erkundet werden.

Seinen Wagen kann man außerhalb auf einem Parkplatz  beim Parque de los Remedios abstellen. Von dort sind es nur wenige hundert Meter bis zur Altstadt. Die Besichtigung beginnt man am Besten beim Hotel Hospederia de San Francisco, wo gleich in der Nähe das Stadttor Puerta de la Segura liegt. Hinter dem Tor beginnt der mittelalterliche Teil der Stadt mit der Kirche Divino Salvador und dem Kastell. Weitere malerische Gassen und Plätze warten darauf entdeckt zu werden. So mancher Blick in einen Innenhof eines Wohnhauses überrascht den Betrachter über die stilvolle Gestaltung der Einrichtung. Besonders sehenswert ist die unterhalb des Tores Arco de Villa liegende Plaza de Espana, welche einst als Stierkampfarena diente und heute als Versammlungsort genutzt wird. Entlang der Calle Corredera reihen sich etliche Cafes und Restaurants mit Tischen im Freien und bieten ein prächtiges Panorama über den südlichen Teil Andalusiens.  

Shopping in Fuengirola

Der Badeort Fuengirola mit seinem langen weißen Sandstrand liegt auf halber Strecke zwischen Marbella und Malaga. Parallel zum gepflegten Sandstrand verläuft eine mit Palmen gesäumte Uferpromenade. Sie lädt zum Flanieren und Spazieren ein und besonders am Abend ist die Promenade beliebter Treffpunkt der Spanier. In unregelmäßigen Abständen trifft man auf kleine Strandrestaurants, in denen lokale Spezialitäten angeboten werden. Am Abend wird hier Fisch frisch zubereitet und direkt auf dem Holzkohlengrill gegrillt.       

Hinter der Uferpromenade des Ortes Fuengirola erhebt sich eine fast durchgehende Silhouette an Appartements und Hotels. Im Erdgeschoß reihen sich Restaurants, Cafes und Geschäfte aneinander. Gegenüber dem Hafen mit seinen minarettähnlichen Türmen befindet sich in der Calle Martinez Catena ein größeres Einkaufscenter. In den Geschäften können zu günstigen Preisen Schuhe, Bekleidung, Lederwaren und Elektronikartikel gekauft werden. Die auf den Waren angegebenen Preise sind natürlich verhandelbar.

Natürlich besitzt  Fuengirola auch eine schöne Altstadt; doch diese ist hinter den hohen Fassaden der strandseitig gelegenen Hotels versteckt. In den hübschen Gassen mit kleinen Alleebäumen und breiten Gehsteigen geht es gemächlicher und ruhiger zu, als auf der lauten Uferstraße Paeso Maritimo  Rey de Espana. Im Zentrum von Fuengirola steht die Kirche Nuestra Senora del Rosario mit der davorliegenden Plaza Constitucion, die in den Abendstunden ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt ist.

 Die größte Attraktion Fuengirolas ist der Aquapark Parque Acuatico Mijas. Er liegt am westlichen Rand der Stadt direkt an der Schnellstraße Marbella – Malaga und ist verkehrstechnisch gut zu erreichen. Der Park bietet mit seinen verschieden langen Rutschen und Abenteuer- Wasserbecken eine Menge an Unterhaltungsmöglichkeiten für die ganze Familie. Restaurants und Liegeflächen runden das Programm des Parks ab. In den Ferienmonaten hat der Park ab 10.30 – 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 16 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen elf Euro. Ab 15.00 Uhr bis Betriebsschluss gibt es eine Ermäßigung von 40%.    

Hoch in den Bergen liegt der Ort Mijas   

Gleich oberhalb der Stadt Fuengirola in der Sierra de Mijas liegt das Bergdorf Mijas. Erreichbar ist der Ort von Benalmadena Costa über eine kurvenreiche, aber gut ausgebaute sieben Kilometer lange Straße. Alternativ gibt es eine direkt vom Ort Fuengirola ausgehende schmale und sehr steile Straße. Sie führt zum westlichen Ende von Mijas, in dem kein Tourismus zu finden ist. Hier erlebt man noch das echte, unberührte Andalusien. Doch schon einige Gassen weiter herrscht auf der Plaza de la Constitutcion Trubel und lebhaftes Treiben. Touristengruppen werden durch die Straßen und Plätze geschleust, um das kleine Zentrum von Mijas zu besuchen. Den Mittelpunkt bildet die Plaza de la Pena auf der, in einem kleinen Park, die Felsen- Einsiedelei Erimita de la Pena liegt. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick auf die Küste und Fuengirola.   

Die Einsiedelei kann besucht werden, im Inneren steht ein blumengeschmückter Altar und mehrere Reihen kunstvoll gestaltete in Goldfarben gehaltene Kirchenbänke. Nur unweit der Einsiedelei kann man ein Museum mit Ölmühle, altem Brot-Backofen und Räume im Stil der historischen ländlichen Wohnkultur besuchen. In den an die Plaza angrenzenden Gassen findet man Restaurants, kleine Bars zum Erholen und Erfrischen, sowie Souvenirshops zum Einkaufen und Stöbern. Für junge Besucher stehen auf der Plaza Esel zu kurzen Ausritten bereit. Ältere Semester können in Kutschen eine kurze Ausfahrt um den Platz unternehmen.

Ausflug in die Berge zum Garganta del Chorro

Einen Kontrast zur grün- saftigen Küste und dem blauen Meer der Costa del Sol bietet der am Ende des Guadalhorce- Tal gelegene Stausee Embalse del Guadalhorce. Erreichbar ist der Stausee von Malaga aus über die Straße 357 bis zur Ortschaft Ardales. Ab hier führt eine schmale, enge Straße bis zum Stausee, welcher zum Baden und Erholen einlädt. Folgt man die Straße weiter entlang des von Pinienwald umgebenen Sees, erreicht man nach vier Kilometern das durch eine Staumauer begrenzte Ende des Sees. Gerne wird dieses Erholungsgebiet von den Spaniern genutzt, um dem Trubel und Hektik der Küste zu entfliehen.

Die eigentliche Attraktion in dieser Bergregion ist die Schlucht Garganta del Chorro. Eine kleine, enge  Straße zweigt vor dem Beginn des Staussees nach rechts ab und führt zur Schlucht des Rio Guadalhorce. Nach einigen Kilometern öffnet sich das enge, felsige Tal und der Stausee Embalse del Guadalhorce glänzt auf der linken Seite mit seinem tiefgrünen Wasser in der Sonne. Vom Straßenrand hat man jetzt einen prächtigen Ausblick auf die enge Schlucht des Rio Guadalhorce. Beim Anblick der Schlucht, ist in luftiger Höhe eine Holzbrücke zu erkennen. Sie ist Bestandteil eines Weges durch die Schlucht, der den Namen Königsweg – Caminito del Rey trägt. Da der Weg über im Felsen befestigte Holzbrücken führt und diese sehr desolat sind, ist der Fußweg derzeit aber aus Sicherheitsgründen gesperrt. Umgeben ist der Stausee von schroffen, kargen Felsen, nur vereinzelt wachsen niedrige grüne Büsche - eine Koniferenart.

Am Ende der Straße befindet sich die Bahnstation El Chorro und ein kleines nettes Restaurant – Hotel. Das im typisch spanisch bäuerlichen Stil errichtete Gebäude besitzt eine Terrasse mit wunderschönem Blick auf den Stausee und die Schlucht. Das Hotel bietet einerseits neu gestaltete Zimmer mit jeglichem Komfort als auch einfache Familienzimmer. Dies ist der ideale Ausgangsort für Wanderungen und Besichtigungen der näheren Umgebung und stellt eine Alternative zum Aufenthalt am Meer dar.

Am Rückweg zur Hauptstraße nach Malaga besteht noch die Möglichkeit einen Abstecher zu jener Stelle zu unternehmen, wo die Festung Bobastro stand. Nach der Abzweigung von der kleinen Straße zurück zum Stausee, führt eine ebenfalls sehr kleine, kurvenreiche Straße steil den Berg hinauf. Nach ca. vier Kilometer erreicht man den Gipfel  mit einem kleinen Parkplatz und Aussichtspunkt. Hier eröffnet sich eine spektakulärere Aussicht auf die umliegenden braunen wenig bewaldeten Gebirgszüge und Täler. Angeblich soll sich an dieser Stelle die Festung befunden haben. Errichten lassen hat die Burg Omar Ibn Hafsun aus einem westgotischen Adelsgeschlecht, der Ende des neunten Jahrhunderts große Gebiete Andalusiens beherrscht hat.

Malaga – Hafenstadt mit großer Vergangenheit 

Die Hafenstadt Malaga mit ihren 550.000 Einwohnern befindet sich im Zentrum der Costa del Sol. Mit ihrem Alter von über 2700 Jahren gehört sie zu den ältesten Städten Europas. Ihre  Wurzeln reichen bis in das achte Jahrhundert. vor Christus, als noch die Phönizier regierten und die Siedlung noch Malaka genannt wurde. Zur Zeit der Mauren entstand die mächtige Festungsanlage, die Sitz des letzten maurischen Stadthalters El Zagal vor der Eroberung durch die Christen war.  

Am Besten besucht man die Stadt Malaga zeitig am Vormittag, da der Straßenverkehr noch sehr gering und die Temperaturen noch niedrig sind. Sein Fahrzeug stellt man am Besten in einer der vielen Tiefgaragen in der Nähe der Altstadt ab, die Parkgebühr beträgt 1,75 Euro pro Stunde. Wer für die Besichtigung der Stadt Malaga keinen Stadtplan besitzt, erhält diesen in der Touristeninfo Avenida Noglas Ecke Avenida Cervantes. Von hier startet man auch am Besten seine Besichtigungstour in Richtung römisches Theater. Dieses liegt direkt unterhalb der maurischen Burg und kann kostenlos besichtigt werden. Zu sehen sind nur mehr die Überreste des Theaters, doch das Amphitheater ist noch sehr gut erkennbar. Von den Nebengebäuden stehen nur noch Ruinen und ein paar Fundamente.

Wer beabsichtigt die Alcazaba – maurische Festung zu besuchen, der sollte darauf achten, dass er dies nicht an einem Montag vor hat, denn da ist die Burg geschlossen; sonst betragen die Öffnungszeiten von 8.30 – 19.00 Uhr. Das mächtige Bauwerk der Alcazaba erstreckt sich über den gesamten Berghang. Ihr doppelter Mauerring bildet ein Oval, durch mehrere Tore geht es in Windungen bergauf zur eigentlichen Residenz. Die Räume der Residenz umschließen drei Innenhöfe mit Teichen und Brunnen. Entstanden ist die Befestigungsanlage im 10.-14. Jhdt. durch das Geschlecht der Nasriden.

Im Zentrum der Altstadt von Malaga liegt die sehenswerte Kathedrale La Manquita aus dem 14. Jhdt. An deren Stelle stand vormals eine Moschee, von der heute jedoch nichts mehr zu erkennen ist. In 250 Jahren entstand ein Renaissance- Bau mit einer dreischiffigen, durch wuchtige Säulen getrennten Halle. Im rechten Teil des Seitenschiffs in der Kapelle Capilla de la Virgen de los Reyes steht eine Marienfigur, welche bei der Belagerung Malagas durch die Christen im Feldgepäck mitgeführt wurde. Ursprünglich sollte die Kathedrale zwei Türme erhalten, doch nur einer wurde komplett fertig gestellt, während der andere südliche Turm unvollendet blieb. Der Eingang in die Kathedrale befindet sich in der Calle Cister und der Eintritt beträgt drei Euro fünfzig. Umgeben ist die Rückseite der Kathedrale mit einem gepflegten Park und kleinen Cafes. Gegenüber dem prächtigen Haupteingang steht der Bischofspalast mit einer kunstvollen barocken Fassade, welcher heute für Kunstausstellungen genutzt wird. 

In Nachbarschaft zur Kathedrale liegt das erst im Jahre 2003 eröffnete Picasso Museum. Es wurde zu Ehren des aus Malaga stammenden Pablo Picasso errichtet. Das Museum enthält eine Sammlung von 200 Objekten aus seinem künstlerischen Schaffen. Sein Geburtshaus befindet sich in dem auf der Plaza de la Merced stehenden Haus mit der Nr.15, wo er am 15. Oktober 1881 im zweiten Stockwerk geboren wurde. Hier verbrachte er mit seinen Eltern die ersten zehn Jahre seines Lebens.

Die Lebensader der Stadt ist jedoch die Fußgängerzone Calle Marques de Larios mit ihren schönen Häusern und prunkvollen Fassaden. Vor Hitze schützende weiße Sonnensegel und bunte Dekorationen überspannen die Straße, wo darunter buntes Treiben und Geschäftigkeit stattfindet. An Straßenlaternen sind fein sprühende Wasserdüsen zur Kühlung befestigt, um die Hitze des Sommers erträglich zu gestalten. In der Calle Marques de Larios und ihren Nebengassen wechseln sich kleine Tapas-Lokale und Modegeschäfte ab. Gerne wird die angrenzende Plaza de la Constitucion für Veranstaltungen und Festivals genutzt.

Einen prächtigen Ausblick auf die Stadt Malaga hat man vom Hügel Gibralfaro mit der gleichnamigen Festung. Erreichen kann man den Berggipfel von der Altstadt aus entweder mit der Buslinie 35 oder mit dem eigenen Fahrzeug. Die Anfahrtsroute ist gut beschildert, vor der Festung ist ausreichend Parkplatz vorhanden. Der Eintritt beträgt zwei Euro pro Person. Sie sind auf jeden Fall lohnenswert.  Entlang der Festungsmauer verläuft ein Rundweg von dem man einen phantastischen Blick auf die Stadt und den Hafen hat. Sogar in die Stierkampfarena und in die angrenzenden Ställe, wo die Stiere untergebracht sind, ist ein Einblick gewährt. Im Inneren des Castillo del Gibralfaro gibt es im ehemaligen Pulvermagazin eine Ausstellung inkl. Mulitmedia-Show über die Zeit nach dem Abzug der Araber zu sehen, als die Festung militärisch genutzt wurde. Ursprünglich stand an jener Stelle, wo heute das Kastell steht, ein von den Phöniziern errichteter Leuchtturm. Der Name Gibralfaro leitet sich aus dem arabischen Djebel al Faruk – der Berg des Leuchtturms ab. Das Kastell wie es in der heutigen Form zu sehen ist, wurde im 14. Jdt. unter den Nasriden errichtet.

Zum Abschluss....

Die Costa del Sol bietet im Sommer einen perfekten Mix aus Strandurlaub und Kultur. Aufgrund der Vielfalt der Möglichkeiten kann jeder das für sich auswählen, dass für ihn passend erscheint. Sei es nun Sport, Erholung oder Kultur, die Costa del Sol hat stets für seine Besucher das richtige Angebot bereit. Weiter ist die Costa del Sol auch geografisch günstig gelegen, sodass nach wenigen Flugstunden von Zuhause der Urlaub mit Entspannung oder Sightseeing beginnen kann.  

Aufgrund der relativ großen Entfernungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten, kann Kulturinteressierten empfohlen werden, eine Rundreise im Frühjahr oder Herbst zu unternehmen, wenn die Temperaturen nicht mehr so hoch sind. Hierfür bieten Reisebüros geeignete Rundreisen an, oder man plant seine persönliche Route mit dem Mietwagen. Mit 320 Sonnenstunden im Jahr und ihrem paradiesischen Temperaturen und den langen warmen Sommerabenden, ist die Costa del Sol das ideale Urlaubsland für die schönsten Tage des Jahres.

Reisebericht als PDF
Autor: miguel060804  16.08.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (4) | Nein

Dein Kommentar zu Costa del Sol – Tor Afrikas

Weiterführende Inhalte zu Costa del Sol – Tor Afrikas

Angebote auf Karte zeigen


Weitere Inhalte zeigen

Beliebt in Costa del Sol

Badeurlaub, Urlaub, Kultur