Couchsurfing - Tipps für die ersten Schritte
Mit Couchsurfing kann man kostenlos auf der ganzen Welt übernachten. Dabei lernt man die verschiedensten Menschen kennen.
Couchsurfing ist ein Online-Netzwerk, das Menschen zusammenführt, die an kulturellen Austausch interessiert sind. Man kann einen Schlafplatz, eine Couch, anbieten und wird dann von Menschen kontaktiert, die auf dieser Couch surfen wollen, also für eine oder mehrere Nächte bleiben wollen. Surfen auf fremden Couches ist kostenlos. Natürlich spart man sich als Couchsurfer so Geld, das man sonst für Übernachtungen ausgegeben hätte. Dies sollte aber nicht die Hauptmotivation zum Couchsurfen sein. Wichtig ist ein Interesse an fremden Kulturen und Menschen. Die detaillierten Profile der Mitglieder geben oft einen guten Eindruck ob man die gleichen Interessen hegt.
Das Profil
Nach dem Anmelden auf der Website der Organisation ist es besonders wichtig sein Profil detailliert auszufüllen. Dazu gehört neben Interessen sowie Film- und Buch-Vorlieben auch eine Beschreibung der Couch, die man anbietet. Sollte man keine Couch anbieten können, ist dies kein Problem. Man sollte jedoch eine kleine Erklärung in die Couch-Beschreibung setzen. Dies erhöht dann insbesondere in großen Städten die Chance selber eine Couch zu bekommen. Hat man nun sein Profil erfolgreich ausgefüllt, ist es Zeit die ersten Erfahrungen und dadurch die ersten Referenzen zu sammeln.
Referenzen
Referenzen sind das wichtigste Element eines mehrgliedrigen Sicherheitssystems der Organisation Couchsurfing. Es gehört zum guten Ton in der Gemeinschaft sich gegenseitig Referenzen zu schreiben. Wer noch keine Referenzen hat wird manchmal misstrauisch beäugt. Man muss aber keine Weltreise machen, um Referenzen zu sammeln. Es genügt die Newsgroups der Seite nach der eigenen Heimatstadt zu durchsuchen. Überall gibt es mittlerweile sogenannte "local groups" die sich in regelmäßigen Abständen zu den verschiedensten Aktivitäten treffen. Rodeln im Norden gehört genauso dazu wie Strandbesuche im Süden. Ob ruhiger Kochabend, Museumsbesuch oder wilde Party; in großen Städten ist täglich etwas geboten. Auf dem Land bietet es sich an selber zu organisieren.
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Mit einigen Referenzen auf dem eigenen Profil steigt die Chance in besonders beliebten Städten eine Couch zu finden. Hierzu bemüht man die "CouchSearch". Man kann die Suchergebnisse durch verschiedene Filter einschränken. Alter und maximale Besucherzahl können die Ergebnisliste auf ein erträgliches Maß einschränken. Es ist wichtig die Profile der potenziellen Gastgeber gewissenhaft zu lesen. Oft beinhaltet die Couch-Beschreibung auf Couchsurfing wichtige Informationen: Ist der Schlafplatz im Zimmer des Gastgebers, in einem öffentlichen Teil der Wohnung (z.B. Küche oder Wohnzimmer) oder hat man sein eigenes Zimmer? Wie viele Personen können aufgenommen werden? Gibt es gemeinsame Interessen?
Die Anfrage
Diese Informationen können nun auch für den "Couchrequest", also die Anfrage nach einer Couch durch Couchsurfing verwendet werden. Der Couchrequest sollte so persönlich wie möglich gehalten werden. Es ist wichtig gemeinsame Interessen zu betonen. Die meisten Gastgeber möchten sich nicht wie ein Hotel fühlen, sondern haben Interesse daran nette und interessante Menschen aus aller Welt kennen zu lernen. Durch den großen Andrang in Städten werden oft auch Passwörter verlangt, die in den Couchrequest eingearbeitet werden sollen, um zu beweisen, dass man das Profil auch tatsächlich gelesen hat. In besonders beliebten Städten wie Barcelona oder New York sollte man sich darauf einstellen mindestens zwanzig Couchrequests zu schreiben, um einen Schlafplatz zu bekommen. Die Mühe lohnt sich. Man wird einen unvergesslichen Urlaub verbringen.
Zusage und Treffen
Hat man eine Couch ergattert sollte man regelmäßigen Kontakt zu seinem Gastgeber pflegen und ihn oder sie vor allem möglichst schnell informieren, falls sich die eigenen Pläne ändern sollten. Meist wird ein Treffpunkt in der Nähe der Wohnung vereinbart oder der Couchsurfer kommt direkt zur Wohnung seines Gastgebers. Es ist sicher eine nette Geste ein kleines Gastgeschenk aus dem eigenen Land mitzubringen. Dies wird aber grundsätzlich nicht erwartet. Je nach Länge des vereinbarten Aufenthaltes kocht man als Surfer einmal für seinen Gastgeber oder lädt ihn auf einen Drink ein. Im Mittelpunkt steht die Begegnung. Es empfiehlt sich also den Plänen des Gastgebers gegenüber aufgeschlossen zu sein. Manche zeigen ihre Stadt oder organisieren Aktivitäten. Flexibilität ist gefragt und macht die Würze der Couchsurfing-Erfahrung aus.
Nach der Abreise
Macht man sich nach dem Urlaub wieder auf den Heimweg, sollte man nicht vergessen möglichst bald eine ausführliche Referenz zu schreiben. Neben besonderen Aktivitäten stellt man hier vor allem den persönlichen Eindruck, den man von seinem Gegenüber gewonnen hat, in den Mittelpunkt. Hier ist auch Platz für neutrale und negative Referenzen. Man wird mit einer negativen Erfahrung nicht allein gelassen und sollte negative Erfahrungen unbedingt in Form einer Referenz festhalten. Nur so funktioniert das Sicherheitssystem von Couchsurfing. Oft fügt man die neue Bekanntschaft zu der eigenen Freundesliste hinzu und wird dann informiert von welchem Teil der Welt sich der "Freund" auf die Seite eingeloggt hat. Auf diese Weise entstehen oft echte Freundschaften, die über Landesgrenzen hinweg gepflegt werden. In jedem Fall ist jede Erfahrung individuell und in so gut wie allen Fällen auch sehr positiv. Durch den privaten Einblick, den man auf den Urlaubsort erhält wird man nie wieder in anonymen Hotels übernachten wollen.
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