Dänemark Wattenmeer
Dänemark Wattenmeer: Eine Wattwanderung sollte sich kein Urlauber in Dänemark entgehen lassen, am besten mit einer zusätzlichen Robben-Safari.
Das Dänemark Wattenmeer sollten Urlauber mit einer einzigartigen Biosphäre verbinden, die auf vielseitige Art und Weise erkundet werden kann. Der nördlichste Teil des 9.000 km² großen Wattenmeer grenzt hierbei an die Küste von Süd-Dänemark. Seit 2009 steht dieses Areal auch hier unter Naturschutz. Die Tide, d.h. Ebbe und Flut, dominiert ebenfalls diesen Teil der Nordsee, wobei die Bezeichnung des Wattenmeeres vom freiliegenden Grund, dem sogenannten Watt, abgeleitet wird. Charakteristisch ist, dass das Watt zweimal am Tag während des Niedrigwassers trocken fällt. Die Ab- oder Zuflussrichtungen werden über tiefe Ströme, d.h. Priele, bestimmt. Zwischen Hoch- und Niedrigwasser liegt eine Zeitspanne von sechs Stunden.
Das Dänemark Wattenmeer erstreckt sich entlang der Jütlandischen Küste, wobei die „dänischen Wattenmeerinseln“ Halligen, wie beispielsweise Langli, Hochsande, d.h. bewachsene Sandbänke, und „echte“ Inseln umfasst. Hierzu zählen Rømø, Fanø und Mandø. Sie entstanden einst durch Sedimentablagerungen der Tidenströme Grådyb, Juvre Dyb, Lister Tief und Knudedyb. In Deutschland werden die Wattenmeer-Inseln von Dänemark vielfach den Nordfriesischen Inseln zugerechnet, obwohl diese keinerlei „friesische“ Besiedlung aufweisen.
Klimatisch wird das dänische Wattenmeer ebenfalls vom Nordatlantikstrom geprägt. Nebel, Stürme und Regen sind häufige Wetterphänomene, die unter Umständen Spring- und Sturmfluten mit sich führen können. Das Dänemark Wattenmeer ist nicht nur ein geologisches, sondern auch ein biologisches Refugium, in dem zahlreiche Tiere und Pflanzen ansässig sind. Das flache Wasser bietet zahlreichen Fischarten Schutz vor Räubern und stellt so eine ideale Kinderstube dar. Vor allem die Bestände von Hering und Plattfischen, wie beispielsweise Schollen, erhalten ihren größten Artenzuwachs aus dem Wattenmeer der Nordsee. Küstenvögel sind ebenfalls regelmäßige Bewohner des Wattenmeeres. Dieses nährstoffreiche Areal ist auch ein beständiger Rastplatz für Zugvögel, die vorwiegend Atlantikrouten nutzen. Die größten Vogelbestände ansässiger Kolonien entfallen hierbei auf Lachmöwen, Trauer- und Eiderenten, Brandseeschwalben und Seeregenpfeifer. Die bekanntesten Bewohner unter den Säugetieren sind die Kegelrobbe und der Seehund, der vorwiegend im Dänemark Wattenmeer zu finden ist. Gewöhnliche Schweinswale zählen zum Nordseebestand, finden sich jedoch besonders zur Geburt ihrer Jungtiere in den Randzonen des Wattenmeeres ein.
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Auch in Dänemark ist das Wattenmeer außerhalb der Naturschutzgebiete, Nationalparks und Ruhezonen für Urlauber aller Art zugänglich. Beliebt sind auch hier weitläufige Wattwanderungen über den freiliegenden Meeresboden. Mit ein bisschen Glück können Strandkrabben und Wattwürmer entdeckt werden. Auf einen kundigen Wattführer sollte jedoch nicht verzichtet werden. Wer Seehunde in freier Wildbahn erleben möchte, kann an einer „Safari“ teilnehmen. Gemeint ist ein Bootausflug zu den küstennahen Sandbänken, um die rastenden Tiere, d.h. Weibchen und ihre Jungen, zu beobachten.
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