Das Ende der schönen alten Busse in Malta - Arriva geht an den Start
Anfang Juli ist es so weit: Arriva geht an den Start! Das Ende der schönen alten Busse in Malta ist nah und wird schon bald in die Geschichte der Insel eingehen.
Wer die Insel Malta mal besucht hat kennt sie - die antiken gelben Schätze des Mittelmeeres. Meist nicht pünktlich aber dennoch zuverlässig und vor allen Dingen günstig, präsentieren sie sich mit stinkendem Auspuff und durchgesessenen Sitzen ihren Fahrgästen. Einige dieser Busse sind so alt wie ihre Fahrer, welche häufig an Unfreundlichkeit kaum noch zu übertreffen sind. Aber irgendwie hat man sie gleichermaßen lieb gewonnen - Busse wie auch die dazugehörigen Chauffeure. Dass ein solches Transportsystem wie man es auf Malta findet, natürlich in einer Zeit des Fortschritts nicht mehr adäquat ist, hat auch die Regierung Maltas einsehen müssen und nach langen Überlegungen eine zukunftsorientierte Entscheidung getroffen. Der neue Anbieter heißt Arriva und aus gelb wird nun grün.
Was wird sich durch die Einführung von Arriva verändern
Der Freund von öffentlichen Verkehrsmitteln, muss sich erst mal keine Sorgen machen, denn an den Preisen zur Beförderung wird sich zunächst einmal nur wenig ändern. Kaum zu glauben aber wahr, wird es in Zukunft keine Busfahrer mehr mit Jeans oder befleckten Hemden geben. Maltas Busfahrer werden bis zur Einführung von Arriva Anfang Juli auf Höflichkeit und Kundenservice geschult und sogar in eine richtige Uniform gesteckt. Auch bleibt dem redseligen Völkchen keine extra Zeit mehr, um hier und da mal einen Plausch abzuhalten, wie es gerne und überall und vor allem von jedem auf Malta praktiziert wird. Maltas Busfahrer müssen sich nun an ganz neue Regeln gewöhnen.
Manch einer wird jetzt sagen: Schade, das war aber immer so nett und vermutlich geht hierbei wieder ein wenig Eigenständigkeit verloren! Wer jedoch auf das öffentliche Verkehrssystem angewiesen ist, der sagt mit Sicherheit: Gott sei Dank. Denn als Besucher der Insel Malta mag es ja eine interessante Erfahrung sein, sich auf das Abenteuer Bus fahren einzulassen, nur wenn man auf sie angewiesen ist, wird der Spaß schnell zum Albtraum. Eine weitere Veränderung durch die neuen Busse wird sein, dass auf Routen, die in die kleinen beschaulichen Dörfer der Insel wie nach Zejtun oder Marsaxlokk führen, künftig keine großen Busse sondern kleine gemütliche Minibusse mit Klimaanlage eingesetzt werden.
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Kommentare zu Das Ende der schönen alten Busse in Malta - Arriva geht an den Start
Zudem auch das Thema Fahrplan derzeit. 5 Nachfragen 6 Aussagen und möglicherweis ist die richtige Aussage gar nicht dabei.
Es ist eientlich auch sehr schade, was einen Teil der Busfahrer angeht. Die Malterser sind sehr offen, freundlich und hilfsbereit. Am 4.3. hat es hier geregnet und ich kam schon gut nass aus Rabat in Valetta zur Weiterfahrt nach Sliema an und wollte mich in einem Bus vor dem Regen unterstellen (am Busterminus in Valetta gibt es fast keine Mögichkeit dazu) und wurde vom Busfahrer, der sich auf die Rückbank gelegt hat,
wieder in den Regen geschickt.
Reiner D. Sliema 18.03.2011 (18.03.11)