Das Haus der Berge im Nationalpark Berchtesgaden
Darstellung der vertikalen Wildnis und Klassenzimmer fürs Umweltbewusstsein soll das Haus der Berge im Nationalpark Berchtesgaden werden, dessen Eröffnung ab 2012 geplant ist
Da wo Deutschland auf der Landkarte einen Zipfel bildet und auf drei Seiten vom Nachbarland Österreich umgeben ist, da liegt Berchtesgaden mit dem Königssee. Salzburg ist viel näher dran als München und trotzdem liegt das Berchtesgadener Land inmitten oberbayerischer Alpengipfel zu Füßen des über 2.700 Meter hohen Watzmannmassives. Aber das Berchtesgadener Land ist auch Oberbayerns Nationalpark Berchtesgaden. Der wiederum ist Teil des von der UNESCO 1990 ausgerufenen Biosphärenreservates Berchtesgaden. Die Oberbayern in dieser Region waren immer schon eine Nasenlänge voraus, wenn es um die Erhaltung und Präsentation ihres alpinen Naturraumes ging. In Berchtesgaden gibt es das Nationalparkhaus des Nationalpark Berchtesgaden, das jedoch räumlich aus allen Nähten platzt und dem heutigen Anspruch als Vorzeigeobjekt des Naturschutzes nicht mehr genügt. Deshalb entschied man bereits 2003, eine moderne Stätte zu schaffen, die Umweltbildung vermitteln soll. Aber in erster Linie soll das Angebot auch sensibilisieren, den Menschen von klein bis ganz erwachsen erklären, wie zerbrechlich unsere Ökosysteme, hier im speziellen der Nationalpark Berchtesgaden, sind.
Gedacht ist an eine dauerhafte Darstellung verschiedener Lebensräume. "Das Haus der Berge" hat man dieses Projekt genannt. Vom Boden des Königssees über die Uferregionen, den Wald, die Kultur-Naturlandschaft Almen bis zu den kargen Mattenhängen, den fast ungegrünten Felsmassiven und dem sie umgebenden Luftraum soll diese Präsentation reichen. Man prägte den Ausdruck "vertikale Wildnis", um das Bild dessen zu projizieren, was die Idee darstellt. Umweltwerkstätten runden dieses Bild ab, dort können manuelle Erfahrungen gesammelt werden. Grünes Klassenzimmer und Publikumsmagnet wird das "Haus der Berge" werden. Etwas futuristisch sieht das Modell des Gebäudes schon aus, doch in der Bauweise setzt man ganz auf Tradition. Aus dem Holz heimischer Wälder wird das Alpenzentrum entstehen. Bei der Energieversorgung setzt man auf Fernwärme. Auch kleinere Firmen sind an der Bauausführung beteiligt, so dass das Geld in der Region bleibt. Der Grundstein für das ehrgeizige Projekt wurde im Oktober 2010 gelegt. Ab 2012, genauer gesagt Ende 2012, soll die Eröffnung im Nationalpark Berchtesgaden stattfinden.
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