Das Mühlenmuseum Gifhorn - Ein Freilichtmuseum mit Dorfleben
Das Mühlenmuseum in Gifhorn ist ein lebendiges Freilichtmuseum der Extraklasse. Dem Besucher stehen zahlreiche Mühlen zur Besichtigung offen.
Wer von Wolfsburg in die kleine Heidestadt Gifhorn fährt, sieht auf dem Weg die wohl wichtigste touristische Attraktion Gifhorns - das internationale Mühlenmuseum. Zahlreiche Mühlen, Originale und Nachbauten aus aller Welt bringen dem Besucher das Thema Mühlen sehr lebendig näher. In der Sommerzeit hat das Museum von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Während dieser Zeit kann der Mühleninteressierte für 9 Euro als Erwachsener und 6 Euro als Schüler 16 Windmühlen und einen historischen Dorfplatz besichtigen.
Nach dem Eintritt taucht man sofort in eine andere Zeit hinein. Das gesamte Museumsgelände ist sehr historisch gestaltet. Bereits nach wenigen Schritten gelang man zu den griechischen Mühlen, die in eine mediterrane Landschaft eingebettet sind. Hier, wie auch in vielen anderen Mühlen, ist sogar Blick auf das Mahlwerk gewährt. In unmittelbarer Nähe steht noch eine Mühle der Insel Mallorca, sowie eine französische Mühle, in der eine Ausstellung über den Schriftsteller Alphonse Daudet gezeigt wird. In der anderen Hälfte des Museum findet man heimisch aussehende Mühlen, darunter eine Bockwindmühle, verschiedene Wassermühle und ein Nachbau der ehemals zerstörten Mühle von Sansoucci. Die letztere ist sogar noch in Betrieb und mahlt dem Backhaus des Museum bestes Mehl. Highlight im Museum sind die Donau-Schiffsmühle in welcher die Gemächer des Müllers zu besichtigen sind, sowie die ukrainische Windmühle Natascha, welche durch ihr wunderschönes Aussehen besticht.
Im Museum findet der Besucher neben den zahlreichen Mühlen eine russisch-orthodoxe Kirche die zum Extra-Eintrittspreis von 2,50 Euro besichtigt werden kann. Die aufwändigen Instandhaltungsmaßnahmen des formschönen Gebäudes machen den Eintrittspreis nötig. Im Inneren zeigt die Kirche ihre prachtvolle Ausstattung, zahlreiche Ikonen und russische Kunst. Für Anhänger der orthodoxen Kirche können hier an Gottesdiensten teilnehmen.
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In der Nähe der Kirche ist der Dorfplatz, der aus Backhaus, Stall, Kornspeicher und Wohnhäusern besteht. Hier finden im Sommer Trachtenfeste statt, bei denen das Dorfleben der Heidedörfer wieder aufgelebt wird. Kein Besucher sollte das Backhaus verpassen. Sowohl der frische Kuchen, als auch frisch gebackenes Brot runden einen Besuch im Museum vollends ab. Kurz vorm Rausgehen kann man noch das Haupthaus des Museums besichtigen. Hier findet der Besucher eine Ausstellung von hochwertigen Mühlenmodellen. Als Tipp für Fotografen: Wenn man sich beim Morada-Hotel ein Boot mietet und die Ise links herauffährt, kann man das ganze Museum vom Fluss aus sehen und zahlreiche schöne Fotos schießen.
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