Das Ulmer Münster - Der Höchste Kirchenturm der Welt

Wer sich gerade in Ulm und Umgebung befindet oder eine Urlaub dorthin plant, sollte sich das berühmte Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchenturm der Welt nicht entgehen lassen.

Das Ulmer Münster hat nicht nur mit dem 161,53 Meter hohen Kirchturm den höchsten der Welt, sondern ist auch die größte evangelische Kirche in Deutschland. Darüberhinaus war dieses einmalige Kulturdenkmal vor der Einführung der Reformation auch die größte protestantische Kirche der Welt, denn sie war ursprünglich ein katholisches Gotteshaus. Wer ein einmaliges Panorama von Ulm in 143 Metern Höhe genießen will, erklettert 768 Stufen des höchsten Kirchenturms der Welt und mit viel Glück und entsprechender Wetterlage kann man sogar die Alpen sehen.

Das Ulmer Münster und wie alles begann

Das Ulmer Münster ist im gotischen Stil erbaut worden und hatte insgesamt acht Baumeister, die für verschiedene Bauphasen verantwortlich waren. Von der Grundsteinlegung am 30.6.1377 bis zur Fertigstellung im Jahre 1890 erstreckten sich 513 Jahre der Bauzeit, wenn auch mit Unterbrechungen. Die Bürger von Ulm – zu der Zeit etwas weniger als 10.000 Einwohner – brachten das Geld für den Bau auf, warum man das Ulmer Münster auch die Kirche der Bürger nennt. Ulrich von Ensingen, der 1392 die Bauleitung übertragen bekam, war es schließlich, der seinen Traum von einem über 150 Meter hohen Turm wahr machte.

Die Kunstschätze des Ulmer Münsters

Unzählige Kunstschätze, die das Ulmer Münster beherbergt, sind von bekannten mittelalterlichen Künstlern und Handwerkern geschaffen worden. Besonders hervorzuheben sind die über fünfzehn Meter hohen Kirchenfenster, die im 14. und 15. Jahrhundert entstanden. Das besonders wertvolle Chorgestühl, mit Hunderten von aus Eichenholz geschnitzten Figuren, ist das berühmteste Kirchengestühl der Deutschen Gotik und wurde von Jörg Syrlin d. Ä. geschaffen. Die Seitenteile umfassen eine Länge von achtzehn Metern, die mit reich verzierten Baldachinen überspannt sind. Einige der Figuren stellen berühmte Männer und weise Frauen des Altertums dar.

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Eine Besonderheit des Ulmer Münsters sind die außergewöhnlichen Skulpturen und Wasserspeier. Letztere haben nicht nur einen hohen künstlerischen Stellenwert, sondern sind ein besonders wichtiger Architekturbestandteil, da sie dafür sorgen, dass das Wasser nach außen gelangt und nicht am Mauerwerk des Münsters herunterläuft. Diese phantasievollen Steinfiguren stellen unter anderem Vögel, Fische, Elefanten und auch Drachentiere und menschliche Gestalten dar. Das Ulmer Münster, das mit dreizehn Glocken und vier Orgeln ausgestattet ist, ist ein einmaliges Baudenkmal, welches wohl zu den berühmtesten seiner Art in Europa, wenn nicht sogar der Welt, zählt. Es gibt Führungen, die es dem Besucher sogar erlauben, auf den Dächern des Münsters zu wandeln. Die Öffnungszeiten sind täglich von Mai bis Juni zwischen 9 und 18.45 Uhr und von Juli bis August zwischen 9 und 19.45.

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Autor: Somerset House  28.06.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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