Der Blautopf - die schönste Quelle Deutschlands

Der Blautopf bei Blaubeuren auf der Alb ist eine der größten und schönsten Quellen Deutschlands. Woher kommt seine blaue Farbe?

Der Blautopf ist eine Karstquelle in Blaubeuren in der Nähe von Ulm. Er wird von einem Unterwasserhöhlensystem gespeist .Dieses System ist bis auf die Länge von 1,25 km erforscht. Am Ende findet sich der nach dem Dichter Eduard Mörike benannte Mörike-Dom. Der Mörike-Dom ist eine mit Tropfsteinen gefüllte Höhle. Das Regenwasser der Region versickert und landet über das Unterwasserhöhlensystem schließlich in der Karstquelle des Blautopfes. Die eigentliche Quelle liegt 22 Meter in der Tiefe. Erst in den 50er Jahren wurde der Blautopf und der Höhleneingang von Tauchern erforscht. Dem Betrachter des Blautopfes fällt meist die wunderschöne blaue Farbe des Wassers auf. Schon der Dichter Eduard Mörike wurde durch die Farbe inspiriert. Sein Werk "die Historie von der schönen Lau" spiegelt die Schönheit der Quelle wieder:

"Der Blautopf ist der große runder Kessel eines wundersamen Quells bei einer jähen Felswand gleich hinter dem Kloster. Gen morgen sendet er ein Flüßchen aus, die Blau, welche der Donau zufällt. Dieser Teich ist einwärts wie ein tiefer Trichter, sein Wasser ist von Farbe ganz blau, sehr herrlich, mit Worten nicht wohl zu beschreiben; wenn man es aber schöpft, ist es ganz hell in dem Gefäß. Zuunterst auf dem Grund saß ehemals eine Wasserfrau mit langen fließenden Haaren."(Zitat von Eduard Mörike)

Wie ist die blaue Farbe des Wassers zu erklären ?

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Das tiefste Blau zeigt die Quelle sonderbarerweise, wenn das Wasser völlig klar und wenn der Himmel bedeckt ist. Vermutungen über die blaue Farbe waren unter anderem: die Umgebung, gefärbtes Gestein in der Tiefe, das Himmelsblau, Lösung von Kupfer- und Eisensalzen oder blaugrüne Lebewesen. Eingehende Untersuchungen haben zu dem Ergebnis geführt, dass die blaue Farbe die Eigenfarbe des reinsten Wassers ist. Das einfallende Sonnenlicht, das aus sämtlichen Spektralfarben besteht, durchdringt eine Schicht von 15 bis 20 m. Das Licht wird gebrochen und trifft dann das Auge des Betrachters. Die gelben und roten Strahlen werden fast völlig absorbiert und nur die blauen Strahlen gelangen überwiegend in unser Auge. Gerade weil der Blautopf so klar ist, tritt diese Erscheinung hier so deutlich hervor. Die Sichttiefe beträgt nämlich mehr als 20 Meter.

Man sollte doch einfach mal Blaubeuren, die schöne Stadt auf der Alb und die Blautopf-Quelle besuchen. Der Besucher wird vom Farbspiel des Wassers begeistert sein ! Um Blaubeuren herum und auf der Schwäbischen Alb gibt es noch vieles zu entdecken - vor allem viele schöne Höhlen. Auch zahlreiche schöne Burgen bietet die Schwäbische Alb, zum Beispiel die Burg Hohenzollern oder die Burg Katzenstein.

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Autor: Cassandra  08.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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