Der Camino Inca - Unterwegs auf dem ältesten Pilgerweg Perus
Der Pilgerweg der Inka ist ein Highlight bei Touristen, die sich auf die mehrtägige Wanderung zum berühmten Machu Picchu begeben.
Tausende Besucher jährlich nehmen die Kosten und Mühen in Kauf, um auf Touchfühlung mit der einstigen andinen Hochkultur zu gehen. Der Inkapfad ist seit jeher einer der beliebtesten Wanderpfade der Welt und ein Must Do für jeden Backpacker, der Peru mit allen Sinnen erleben möchte.
An den Schienen einer alten Bahnstation in der Nähe der Stadt Ollantaytambo beginnt das große Abenteuer. Von dort aus folgen die Touristen von Übersee den alten Wegenetzen der Inka, die zu den bekanntesten Hinterlassenschaften dieser präkolumbianischen Hochkultur gehören. Die landschaftliche Vielfalt Perus wird einem erst bewusst, wenn Sie auf der schweißtreibenden 4- Tages- Wanderung die Strapazen auf sich nehmen und mit den verschiedensten Vegetations- und Klimazonen in Kontakt kommen. Sie überwinden mehrere 4000er- Bergpässe und blicken auf schneebedeckte Gletscher in der Ferne, durchqueren schwüle Dschungelgebiete am Hang der Cordillera und entdecken Wüstenlandschaften mit Kakteen der Sierra. Es ist ratsam, die Tour über den Inkatrail schon Monate im Voraus zu buchen. Denn der Pfad erfreut sich großer Beliebtheit, sodass die zugelassene Zahl an täglichen Touristenströmen schnell ausgeschöpft und die Wanderstrecke ausgebucht ist.
Mehrere Kilometer werden täglich zurückgelegt. Genächtigt wird auf ausgewiesenen Campingplätzen am Wegesrand, wo die erschöpften Backpacker in ihre Zeltbetten fallen. Am Morgen stärkt man sich zunächst mit einem Mate de Coca, um die mehreren Himmelsstürmer des Weges, wie zum Beispiel den berüchtigten Warmiwañusca, zu bezwingen. Der dritte Tag der Wanderung steht ganz im Visier von reizvollen Ruinenstädten, die dem Andenvolk als Tambos (inkaische Herberge) dienten. Highlights sind die im Dschungel verborgenen Städte Phuyupatamarca und Wiñayhuayna. Die terrassierten Hanganlagen dieser Stätten sind beeindruckend und geben einen ersten Eindruck davon, was Sie am letzten Tag der Reise noch erwarten wird. Wahres Indianer Jones- Feeling kommt auf, wenn Sie am vierten Tag im Morgengrauen aufbrechen um das in Wolken gehüllte Weltwunder Machu Picchu erstmals vom Puerta del Sol aus zu besichtigen. Die verlorene Stadt der Inka, die auf einem Bergkamm des Urubambatals nahezu 500 Jahre im Verborgenen lag, ist definitiv das Highlight des heiligen Pilgerwegs.
Von Aguas Calientes aus geht es im Zug zurück nach Cusco und während der Fahrt lassen Sie die zeitlose Landschaft der Anden noch einmal in Ruhe Revue passieren.
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