Der Fernwanderweg GR 240 rund um die Sierra Nevada
Der Fernwanderweg GR 240, auch als Camino Sulayr bekannt, führt einmal rund um die Sierra Nevada und mitten durch den Nationalpark und seine abwechslungsreichen Landschaften.
Der Camino Sulayr rund um die Sierra Nevada ist der längste Rundwanderweg Spaniens und ist nach der arabischen Bezeichnung der Sierra Nevada, “la Montaña del Sol“, benannt. Er gehört zu den besser ausgeschilderten Wegen der Sierra Nevada und trägt auch die Bezeichnung Fernwanderweg GR 240. Ungefähr 300 km lang führt er durch die unterschiedlichsten Landschaften und Ortschaften der Sierra Nevada, umgeht dabei die sensibleren Ökosysteme und bietet reichhaltige Einblicke in Natur, Kultur und Geschichte der Sierra Nevada. Die beste Jahreszeit für diesen Fernwanderweg ist das späte Frühjahr und der Frühherbst, da es im Sommer tendenziell zu heiss ist und im Winter die Gefahr besteht, dass man sich im Schnee wiederfindet.
Der Fernwanderweg GR 240 rund um die Sierra Nevada ist unterteilt in 19 Wegstücke mit jeweiligen Übernachtungsmöglichkeiten unterschiedlicher Qualität und Ausgangspunkt vieler anderer Wanderwege der Sierra Nevada. Zudem steht er für das Konzept eines provinzübergreifenden, nachhaltigen Tourismus. Allerdings muss man sich auch bei diesem Wanderweg darauf gefasst machen, dass es unklar ausgeschilderte Wegstücke gibt und ein Kompass sowie gutes Kartenmaterial sollte unbedingt zur Ausrüstung gehören. Der beste Einstieg in den Fernwanderweg GR 240 Sulayr von Granada aus ist der Abschnitt eins, der von Dornajo bis La Cortijuela geht. Von dort führt der Weg in Richtung Süden, am westlichen Rand der Sierra Nevada entlang über Lanjarón und Capileira bis ins Tal von Trevélez mitten in der Alpujarra, der Südseite der Sierra Nevada.
Ab Trevélez bewegt sich der Fernwanderweg GR 240 Sulayr fernab von Siedlungen, auch wenn von vielen der unterhalb liegenden Dörfer ein Zugang zum Fernwanderweg möglich ist. Auf der Höhe von Padules wendet sich der Fernwanderweg GR 240 Sulayr wieder in Richtung Norden und führt, ebenfalls weit entfernt von jeglicher Zivilisation, an Abrucena vorbei wieder zur Nordseite der Sierra Nevada. Bei Huenéja verlässt der GR 240 den Nationalpark und verläuft an Jeréz del Marquesado vorbei wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück.
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Was die Übernachtungsmöglichkeiten angeht, so kann man auf der einen Seite auf die eher spartanischen Refugios – Schutzhütten - zurückgreifen, die sich mitten in den Bergen befinden. Sie sind teilweise in gutem Zustand, teilweise aber auch verfallen. Man sollte sich also vorher kundig machen, da es nicht ratsam ist, am Ende eines langen Tages in der Sierra Nevada ohne Unterkunft dazustehen. Teilweise muss man jedoch auch ins nächste Dorf hinunter gehen und dort nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchen. Zudem existieren einige Campingplätze entlang des Fernwanderweges GR 240 Sulayr, beispielsweise in Güejar Sierra, Monachil – dieser Campingplatz liegt tatsächlich weit oben in den Bergen, in der Nähe des GR 240 -, in Órgiva, Pitres oder Trevélez.
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Die Sierra Nevada beim Einstieg zum Camino Sulayr oberhalb von Monachil