Der Nationalpark Los Haïtises in der Dominikanischen Republik
In der Dominikanischen Republik bezaubert der Nationalpark Los Haïtises mit einsamen Buchten, faszinierenden Höhlen und einer Vielzahl an Vögeln und Pflanzen den Besucher.
Die Tour in den Nationalpark Los Haïtises beginnt an der auf der Halbinsel Samanà gelgenen Bahia de San Lorenzo. Da der Nationalpark Los Haïtises nur per Boot erreicht werden kann, empfiehlt es sich am besten frühmorgens, wenn die Bucht noch ruhig ist, von Samanà Bay zu starten. Am Nachmittag frischt der Wind zunehmend auf, was zu einem erhöhten Seegang führen kann. Das kleine Holz-Boot tuckert vorbei an kleinen, felsigen Inseln und bizarr aussehenden Kalksteinfelsen. Die Felsen auf dem Eiland Isla de los Pajos sind von einem kleinen Wald bewuchert, in dem braune Pelikane, Schneesichler, Rosenseeschwalben und andere Wasservögel ein Zuhause gefunden haben. Von der Insel schippert man weiter – die Kanäle entlang der Mangrovenwälder.
Tropisches Tier- und Pflanzenparadies
In dem 208 Quadratkilometer großen Nationalpark Los Haïtises liegen die jährlichen Niederschlagsmengen bei 1900 bis 2000 Millimetern und die Durchschnittstemperatur zwischen 24 und 26 Grad Celsius. Diese hohe Luftfeuchtigkeit bietet den dort wachsenden Farnen, Orchideen und Bromelien eine ideale Wachstumsgrundlage. Allerdings gedeihen bei diesem feuchtwarmen Wetter nicht nur die Pflanzen besonders gut, sondern auch die unliebsamen Moskitos. Insektenspray ist hier ein absolutes Muss! Zur Ebbe-Zeit kann man in den Sümpfen Schnecken, Muscheln, Austern und andere Meerestiere entdecken. Mit etwas Glück bekommt man hier noch einige der sehr seltenen Monati-Seekühe zu sehen. Weiter führt der Los Haïtises Nationalpark seine Besucher in die teilweise miteinander verbundenen Höhlen, den so genannten Cuevas del Àngel.
4000 Jahre alte Höhlen
An den Wänden der kargen Höhlen findet man heute noch Malereien und Schnitzereien, die bezeugen, dass hier vor bereits 4000 Jahren die Ureinwohner Siboney und Taino gelebt haben. Vor der Höhle La Arena, die in der Bucht von San Lorenzo liegt, weisen zwei in den Fels geritzte Taino-Masken den Eingang. Wer sich einmal wie ein Höhlenforscher fühlen möchte, bewaffne sich mit einer Taschenlampe und mache sich auf ins Innere der mit Stalagmiten "bewachsenen" Höhle. Stalagmiten sind Höhlenminerale; Tropfsteine, die vom Boden in die Höhe wachsen. Dort kann man die von den Ureinwohnern gemalten Kohlezeichnungen an den Wänden bestaunen. Neben der La Arena Höhle enthält auch die San Gabriel Höhle vorkolumbische Zeugnisse, die bei jedem Besucher den Entdeckergeist hervorrufen.
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El Portillo Beach Resort, Samana7 Tage Dom. Rep. (Nordküste), 4 Sterne DZ, All Inclusive ab 1006€ buchen
Organisierte Tour buchen
Diese spannende und faszinierende Tour durch den Los Haïtises Nationalpark sollte man über die Samanà Tourist Information (Malecón 5, Samanà) buchen. Zwar schlägt die organisierte Tour mit 60 US$ ordentlich zu Buche, doch ist in diesem Preis die automatisch für den Nationalpark benötigte Aufenthaltsgenehmigung enthalten. Ist man nicht im Besitz einer solchen Genehmigung, wird einem kein Einlass in den Los Haïtises Nationalpark gewährt – und alle faszinierenden Einblicke bleiben den Augen verschlossen. Vor oder nach dem Ticket-Kauf kann man es sich am Hafen von Malecón bequem machen und die ein- und auslaufenden Boote betrachten. Am Wochenende ist Malecón ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen.
Weiterführende Inhalte zu Der Nationalpark Los Haïtises in der Dominikanischen Republik
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