Der Prater in Wien

Ein Besuch im Prater in Wien, auch Wurstelprater genannt, ist ein Vergnügen für die ganze Familie.

Zu jedem Urlaub in Wien gehört unbedingt ein Besuch im Prater. Dieser Vergnügungspark ist eine Attraktion, die man sich nicht entgehen lassen darf. Hier kann man von nostalgischen bis zu den modernsten Ringelspielen alles erleben. Es ist ein Vergnügen für Jung und Alt. Aber der Prater in Wien ist nicht nur eine Attraktion für die Gäste der Stadt, sondern auch die Wiener lieben ihren Prater. Ein Besuch ist zwar eine Belastung für die Brieftasche, aber ab und zu muss das einfach sein. Also, auf in den Wiener Prater.

1766 wurde der Prater in Wien vom damaligen Kaiser Joseph II. der Bevölkerung als Erholungsgebiet geschenkt. Es war ein Teil seines Jagdgebietes. Er erlaubte auch das Aufstellen von Gastronomieständen und so siedelten sich Wirte, Kaffeesieder und Lebzelter hier an. Bald darauf folgten Kegelbahnen, Schaukeln und Ringelspiele. 1873 war in Wien die Weltausstellung. Damals wurde der Prater so richtig populär. 1895 wurde der Vergnügungspark mit dem Namen "Venedig in Wien" eingerichtet. Mittendrin wurde im Jahr 1897 das Riesenrad aufgebaut. Die sogenannte bessere Gesellschaft vergnügte sich damals im Prater. Auch der Walzerkönig Johann Strauß spielte damals hier auf.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde der Wurstelprater zerstört. Viele Erinnerungsgegenstände aus dieser Zeit kann man im Pratermuseum neben dem Riesenrad bewundern. Das Pratermuseum ist von Freitag bis Sonntag von 10 Uhr bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es freien Eintritt für alle. Nach dem Krieg wurde der Prater in Wien langsam wieder aufgebaut und in den letzten Jahren neu gestaltet. Der Platz am Eingang vor dem Riesenrad ist der neu gestaltete Bereich. Hier wirkt alles wie im alten Wien, obwohl es neu erbaut worden ist.

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Das Riesenrad ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit von Wien. Aus den Waggons, die sich an der höchsten Stelle 64,75 Meter über dem Erdboden befinden, hat man eine wunderbare Aussicht auf den Prater und auf  Wien. Im Januar und Februar fährt das Riesenrad von 10 Uhr bis 19.45 Uhr, im März und April von 10 Uhr bis 21.45 Uhr, von Mai bis September von 9 Uhr bis 23.45 Uhr, im Oktober von 10 Uhr bis 21.45 Uhr und schließlich im November und Dezember von 10 Uhr bis 19.45 Uhr. Eine Fahrt kostet pro Person 8,50 Euro.

Man kann sich im Prater in Wien unter anderem bei 250 verschiedenen Ringelspielen, auf Hochschaubahnen, Loopingbahnen, einem Autodrom, Geisterbahnen und Schießbuden vergnügen. Für Kinder gibt es Kasperltheatervorführungen. Seit kurzem dreht sich im Prater in Wien das höchste Kettenkarussell der Welt. Es hat eine Höhe von 117 Metern. 24 Personen können mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km zu einem Preis von 5 Euro pro Person einen ungeahnten Wienblick genießen. Schwindelfrei und ohne Höhenangst sollte man dafür allerdings sein.

Mehr als 50 Gasthäuser, Restaurants, Cafés und Imbissbuden stehen zur Verfügung, um für das leibliche Wohl der Praterbesucher zu sorgen. Berühmt ist das Schweizerhaus. Dies ist ein traditionelles Gasthaus mit einem riesigen Gasthausgarten, in dem hauptsächlich Stelzen und Budweiser Bier verkauft werden. Die Eröffnung im Frühling ist jedes Jahr ein großes Fest. Die Fans sitzen im Freien, ob es nun regnet, schneit oder die Sonne scheint. Hungern muss im Prater in Wien keiner.

Der sogenannte Grüne Prater in Wien ist ein weiterer Teil des vom Kaiser geschenkten Jagdareals. Hier können Radfahrer, Reiter, Läufer und Spaziergänger die Natur und die frische Luft genießen. Es gibt sogar ein altes Wienerlied mit dem Namen "Im Prater blüh'n wieder die Bäume", das den Grünen Prater und die blühenden Kastanienbäume besingt. Die Liliputbahn, ein kleiner Zug, fährt auf einer Länge von etwa vier Kilometern durch den Prater in Wien. Manchmal hat man sogar das Glück, einen Zug mit Dampflok zu erwischen. Eine Rundfahrt kostet für Erwachsene 4 Euro, für Kinder 2,50 Euro. Zwei Stationen kosten für jeden 2,20 Euro. Im Grünen Prater befindet sich auch das bei Fußballfans sicher bekannte Ernst-Happel Stadion, in dem das Finale der Fußball-Europameisterschaft 2008 stattgefunden hat.

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Autor: bestvienna  30.07.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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