Der Saale-Radwanderweg

Der Saale-Radwanderweg führt von Thüringen nach Sachsen-Anhalt und bietet sowohl traumhafte Landschaften als auch kulturträchtige Städte.

Der Saale-Radweg führt von der thüringischen Kleinstadt Saalfeld auf mehr als 300 Kilometern bis nach Magdeburg, die Hauptstadt Sachsen-Anhalts. Er gibt dem Radfahrer die Möglichkeit sich sportlich zu betätigen und dabei auch noch die Landschaften und Städte entlang der Saale zu erkunden. Auf einer einwöchigen Reise mit sechs Etappen von 50 bis 60 Kilometern kann man somit traumhafte Wälder und Wiesen, aber auch kulturträchtige Ortschaften entdecken. Die Strecke ist meist relativ eben und daher recht leicht zu bewältigen; geeignet ist der Saale-Radweg daher für Menschen jeden Alters, die fit auf dem Fahrrad sind und mehrere Stunden am Stück radeln können. Eine einheitliche Beschilderung gibt es in beiden Richtungen.

Die Tour

Die Tour auf dem Saale-Radwanderweg beginnt in Thüringen, in der Stadt Saalfeld. Bevor man losfährt, sollte man sich allerdings auch für diesen Ort einen Tag Zeit nehmen, denn Saalfeld hat nicht nur eine historische Altstadt zu bieten, sondern auch Tropfsteingrotten, durch die jeden Tag Führungen angeboten werden; die Grotten sind von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet; der Eintritt kostet 12,00 Euro für Erwachsene und 8,00 Euro für Kinder. Am nächsten Tag geht es dann los: Man fährt entlang der Saale bis in die Universitätsstadt Jena. Hier kann man sich bei einem Besuch in Schillers Gartenhaus auf die Spuren von dem berühmten Dichter Schiller und seinem Kollegen Johann Wolfgang von Goethe machen, die beide einige Jahre in Jena verbrachten (Adresse: Schillergäßchen 2, Öffnungszeiten 11.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt 2,50 Euro). Auch das Optische Museum am Carl Zeiss Platz, das von 10.00 bis 16.30 Uhr geöffnet hat, ist einen Besuch wert.

Die Etappe am nächsten Tag führt weiter entlang an der Saale. Nach einigen Stunden legt man am besten eine Pause an den drei berühmten Dornburger Schlössern ein. Die Parks der Renaissance- und Rokoko-Schlösser bei der Stadt Dornburg sind von April bis Oktober frei zugänglich und eignen sich ideal für ein Picknick, bevor man seine Tour fortsetzt. Bericht man dann wieder auf, fährt man an Weinterrassen vorbei und erreicht schließlich die Stadt Naumburg. Hier kann man die Zeit für einen Besuch im Dom St. Peter und Paul nutzen, der täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.

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Von Naumburg fährt man am vierten Tag weiter nach Bad Dürrenberg, wo man einen Halt im bekannten Gradierwerk einlegen kann. Es ist das größte zusammenhängende Gradierwerk Europas, und das angebliederte Salinenmuseum informiert zuätzlich über die Salzgewinnung. Im Anschluss geht es nach Merseburg, wo man eine Pause im Schlossgarten einlegen kann, und am Abend in die Stadt Halle an der Saale. Hier kann man die Burg Giebichenstein besichtigen; sie beherbergt heute zwar eine Hochschule von Design, doch einige Teile können zwischen 10.00 und 18.00 Uhr noch besucht werden. Auch die historische Altstadt sollte man erkunden.

An Tag fünf führt der Saale-Radwanderweg weiter durch die Brachwitzer Alpen, ein Naturschutzgebiet mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Hier kann man überall am Rand des Weges anhalten und ein kleines Picknick machen, vorausgesetzt, man stört keine Tiere und lässt keinen Mülll zurück. Vorbei an idyllischen Dörfern geht es zum Übernachten weiter in die Stadt Bernburg. Hier kann man für gerade einmal vier Euro das Schloss besichtigen (Öffnungszeiten 10.00 bis 16.00 Uhr) oder es sich im Restaurant-Café Schlossidylle in der Schlossstraße gut gehen lassen.

Am darauf folgenden Morgen beginnt dann die Schluss-Etappe der Tour. Man fährt durch weite Kornfelder und kann dabei auf dem Weg wieder einige barocke Schlösser sehen, an denen sich manchmal eine kleine Pause lohnt. Am späten Nachmittag trifft man schließlich in der Landeshauptstadt Magdeburg ein. Hier kann man sich nun erst einmal entspannen. Wer noch länger bleiben möchte, der besichtigt hier am besten das Technikmuseum, das von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet hat und gerade einmal 2,00 Euro Eintritt kostet. Alternativ kann man sich beim Shopping in der Innenstadt erholen.

Übernachtungen

Damit man sich nach den Tagesetappen gut erholen kann, muss die Übernachtung in den jeweiligen Orten gut geplant sein. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Gasthöfe und Hotels, so dass man sich seine Übernachtungen individuell zusammenstellen kann. Tipps sind hier z.B. das Hotel "Am Saaleufer" in Saalfeld, in dem es eine Übernachtung für 23,00 Eurp gibt, "Zur Alten Schmiede" in Naumburg, "Atlas Saale" in Halle, das "Askania Hotel Bernburg" sowie das "SKL Hotel Am Salbeker See" und das "Plaza Hotel" in Magdeburg. Alle diese Hotels bieten keinen Luxus, aber haben gute Bewertungen und sollten es möglich machen, sich für den nächsten Tag zu entspannen. Alternativ bieten Unternehmen wie z.B. der Radweg-Service auch Komplettpakete an. Für etwas über 400,00 Euro pro Person wählen die Anbieter Hotels aus – und der Radwanderer muss nur noch in die Pedale treten und die Tour genießen.

Reisebericht als PDF
Autor: juliaj  30.06.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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