Die Aland-Inseln in Finnland – Eine ganz eigene Kultur
Wer einmal ein echtes 4-mastiges Segelschiff oder das Schloss Kastelholm besichtigen möchte, der ist auf den Aland-Inseln in Finnland herzlich willkommen.
Die Aland-Inseln in Finnland sind eine einzigartige, sich selbst verwaltende Inselgruppe vor der finnischen Küste. Doch sie besitzen nicht nur ihre ganz eigene Kultur, eine eigene Flagge und eigene Briefmarken, sondern sind auch mit mittelalterlichen Kirchen und alten Fischerdörfern übersäht. Diese abgelegene und idyllische Landschaft eignet sich daher besonders für eine ausgiebige Radtour oder einen Camping- sowie Hüttenurlaub.
Obwohl die Aland-Inseln zu Finnland gehören werden in dieser Region verschiedene schwedische Dialekte gesprochen. Auch im Bezug auf andere kulturelle Sitten sind die Inseln eher schwedisch als finnisch. Der Hauptort der Inseln ist die Stadt Mariehamn. Bekannt als die Stadt der tausend Linden wurde sie im Jahr 1862 von Zar Alexander II. gegründet und nach seiner Frau Maria benannt. Gelegen auf einer schmalen Halbinseln mit zwei Häfen, ist Mariahamn heute das administrative und wirtschaftliche Zentrum von Aland. Für Touristen gibt es in der Stadt das Alands Museum und ein Kunstmuseum zu besichtigen. Das Alands Museum zeichnet die Geschichte der Inseln von der Urzeit bis zur Gegenwart auf, während das Kunstmuseum über eine ständige Sammlung verfügt, die lokale Kunst präsentiert. Einige Wechselausstellungen schaffen eine gewisse Vielfalt im Kunstmuseum in Mariahamn. Beide Museen haben jeweils täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. An den Dienstagen belaufen sich die Öffnungszeiten auf 10.00 bis 12.00 Uhr. Außerdem ist in der Zeit von September bis April montags immer geschlossen. Der Eintritt beträgt im Alands Museum sowie im Kunstmuseum jeweils 4 Euro für einen Erwachsenen.
Wer immer noch nicht genug Kultur auf den Aland-Inseln in Finnland erlebt hat, der ist im Museumsschiff hinter Mariahamn richtig aufgehoben. Dort bekommt man ein spektakuläres 4-mastiges Segelschiff zu sehen, welches zur Jahrhundertwende in Schottland erbaut wurde und die Handelsroute zwischen England und Australien abfuhr. Das Museumsschiff hat von Mai bis August von 9.00 bis 17.00 Uhr, im Juli von 9.00 bis 19.00 Uhr und von September bis Oktober von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für einen Erwachsenen 5 Euro und für Kinder von 7-17 Jahren 3 Euro.
Nachdem man soviel Kultur erfahren hat, wird es Zeit die Natur in Mariahamn und auf den Aland-Inseln zu erkunden. Besonders schön ist der Tullarns Ang, ein Park im Süden der Stadt, der sich im Frühling mit schönen Wildblumen präsentiert. Außerdem findet man in dem Park einen herrlichen Badestrand und ein Café vor. Daneben ist Sund eine der interessantesten Aland-Inseln. Sie rühmt sich mit dem eindrucksvollen, mittelalterlichen Schloss Kastelholm, den Ruinen einer russischen Festung und einem Freilichtmuseum mit dem Namen Jan Karlsgarden Museum. Ganz am westlichen Zipfel der Aland-Inseln in Finnland lohnt sich auch ein Besuch der Gemeinde Eckerö. Sie ist bereits seit den 1800er Jahren ein beliebter Urlaubsort, in welchem man eine historische Post und ein altes Zollhaus besichtigen kann.
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