Die Alpen entdecken – Auf der Via Alpina
Eine anspruchsreiche Trekkingtour durch acht Alpenländer ist die 5.000 Kilometer lange Via Alpina. Bei rund 350 Tagesetappen dauert der Weg vom Start zum Ziel gut ein Jahr, sozusagen alle vier Jahreszeiten lang
Die Via Alpina ist mit mehr als 5.000 Kilometern der wohl längste Fernwanderweg in Europa. Sie führt von Triest nach Monaco und durchquert auf dem Wege dorthin die Alpenstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Lichtenstein, Monaco, Österreich, Schweiz und Slowenien. In vielerlei Hinsicht ist dieser grenzüberschreitende Wanderweg ein Non plus Ultra, durchaus vergleichbar mit Fernwanderwegen in anderen Kontinenten wie beispielsweise mit dem Appalachian Trail an der Westküste der USA oder dem Annapurna Circuit in Nepal. Die Via Alpina beheimatet mehrere UNESCO-Welterben und zwar sowohl aus Kultur als auch aus Natur.
Die internationale Wander- und Trekkingroute ist in fünf Abschnitte gegliedert. Es sind der blaue, der gelbe, der grüne, der rote und der violette Weg. Jeder von ihnen ist in Etappen unterteilt, die in ihrer Gesamtheit ein Jahresprogramm für die Hardliner unter den Bergwanderern bedeuten. Auf Höhenunterschiede braucht beim Wandern durch die Alpen nicht im Einzelnen eingegangen zu werden, und der Schwierigkeitsgrad beginnt bei mittelschwer und endet bei äußerst schwer. Dementsprechend müssen Können, Kondition, Gesamtverfassung sowie auch die Bekleidung und Ausrüstung sein. Die Via Alpina verläuft auf einem teilweise Jahrhundertealten Wegenetz, es wurde so gut wie keine neue Infrastruktur angelegt. Ergänzend zur jeweiligen farblichen und auch mehrsprachigen Ausschilderung ist überall gut sichtbar das Via-Alpina-Logo angebracht.
Den Allerwenigsten ist es aus ganz verschiedenen Gründen möglich, die Via Alpina durchgängig zu bewandern. Bevorzugt werden mehrtägige bis hin zu mehrwöchige Etappen auf den einzelnen Routen. Der violette Weg der Via Alpina führt in Deutschland durch die Alpen im Berchtesgadener Land, im Chiemgau, in Bayern, im Ammergau und im Allgäu. Schloss Neuschwanstein in Hohenschwangau zählt dabei zu den besonderen Sehenswürdigkeiten am Rande der Via Alpina in Deutschland. Die beiden letzten Etappen der gelben Route enden in Oberstdorf. In den Bayerischen Alpen ist der Maximiliansweg als Weitwanderweg in die Via Alpina mit einbezogen. Die Via Alpina bietet eine ganz eigene Wanderwelt und die ‚Via-Alpinisten‘ pflegen untereinander einen regen bis kameradschaftlichen Kontakt. Einmal unabhängig davon, ob die Via Alpina im Ganzen oder ‚nur‘ etappenweise gewandert worden ist. Denn, was nicht ist, kann ja noch werden.
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