Die Heimat der bayerischen Biere
Die bayerischen Biere gelten als die besten in Deutschland. Viele Privatbrauereien stellen sie in mühevoller Kleinstarbeit her. Touristen können sich auf eine Tour einlassen.
Die bayerischen Biere gelten als die deutschlandweit besten. Ihr charakteristischer Geschmack und die Stärkehaltigkeit der berühmten Weißbiere sind selbst im Ausland bekannt und machen das Bundesland zur Heimat des Bieres. Viele kleine Privatbrauereien stellen in mühevoller Kleinstarbeit das bodenständige Produkt her, welches letztlich auf Führungen, in den Hofbrauhäusern, zu Hause oder auf dem Oktoberfest konsumiert wird. Seit dem 16. Jahrhundert findet die Herstellung in Bayern unter dem wachsamen Auge des Staates statt. Das Reinheitsgebot, welches sich heute auf jeder deutschen Bierflasche wiederfindet, hatte seinen Ursprung in Bayern. Die Europäische Union schützt den Begriff Bayerisches Bier als geographische Eigenheit des Freistaates. Bayerische Biere dürfen sich nur so nennen, wenn sie auch wirklich aus Bayern stammen. Selbst Stammwürzegehalt, Alkoholmenge und Färbung werden für die Bayerischen Biere von der EU vorgegeben.
Orte, an denen auf traditionelle Weise das bayerische Bier hergestellt wird, gibt es in fast jeder kleineren Stadt des Freistaates. Wichtige Erzeuger befinden sich beispielsweise mit der Maisel’s Brauerei in Bayreuth, in der Braustatt in Rettenberg und entlang der Aischgründer Bierstraße. Diese Bierstraße führt die Besucher durch die lebendige Bierkultur in Franken. In dieser Region von Bayern befindet sich die größte Brauereidichte der Welt, was eine Entdeckungstour nahelegt. Empfehlenswert ist es den obergärigen Pilgerweg zwischen Bad Windsheim und Uehlfeld mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu beschreiten und vor allem in den kleinen Privathäusern Halt zu machen. Die Teilnehmer am Aischgründer Projekt versprechen vorteilhafte Touren mit anschließender Verkostung. Insgesamt nehmen acht namhafte Brauereien an dem Bierstraßenprojekt teil. Zu ihnen zählen die Brauereien Windsheimer, Windsheimer Bürgerbräu, Döbler, die Privatbrauerei Hofmann, die Hausbrauerei Kohlenmühle sowie die Brauerein Loscher, Prechtel und Zwanzger.
Nicht unerwähnt bleiben darf in der Heimat des bayerischen Bier natürlich das Oktoberfest. Das mittlerweile sehr touristisch ausgerichtete Festival ist der Ort, an dem die Endprodukte der bayrischen Brauereien letztlich konsumiert werden. Touristen sei allerdings gesagt, dass Authentizität andernorts zu suchen ist. Wer auf echte Tradition Wert legt, der sollte lieber in die Privatbrauereien einkehren oder sich an Dorffesten beteiligen. Die Wies’n aber ist zum einen teuer, zum zweiten von Touristen überschwemmt und zum dritten nicht von der gesamten Vielfalt der bayerischen Biere geprägt.
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