Die Landschaft Sardiniens - abwechslungsreich
Sardinien besitzt eine vielfältige Landschaft, die alles bietet, was sich der Urlauber nur erträumen kann. Berge und Meer liegen hier dicht nebeneinander.
Sardinien ist die zweitgrößte Mittelmeerinsel, die Italien sein eigen nennen darf. Eingeteilt wird sie in vier politische Provinzen, die sich gleichzeitig in einer unterschiedlichen Landschaft darstellen. Die Provinzen heißen Sassari, Oristano, Nuoro und Cagliari. Jede Provinz hat spezielle Besonderheiten zu bieten, seien es antike Ausgrabungsstätten, weite Grünflächen, Berge oder kilometerlange Sandstrände. Je nach Provinz und deren Landschaft konnten diverse Sportaktivitäten mehr oder weniger stark an Beliebtheit gewinnen. An gewissen Strandabschnitten wird gerne gesegelt, bestimmte Küstenabschnitte eignen sich hervorragend zum Tauchen. In anderen Provinzen steht das Wandern auf dem ersten Platz und zum Klettern stehen in der einen oder anderen Region hohe Felswände zur Verfügung. Oder wie wäre es mit dem Begutachten von Luxusyachten an der Costa Smeralda? Um diese bezaubernde Landschaft von Sardinien nicht zu zerstören, trafen die Sarden eine Entscheidung. Es durften bisher - und dies gilt auch für die Zukunft - keine Hotelburgen gebaut werden. Ebenfalls ist das Bauen innerhalb einer Drei-Kilometer-Zone vom Strand aus verboten. Diese Tatsache kommt allen Hotels und Pensionen zu Gute, die bereits vor dieser Verordnung entstanden sind und die Touristen profitieren von nicht überfüllten Stränden.
Der grüne und raue Norden
Die Landschaft im Norden Sardiniens, innerhalb der Provinz Sassari, wird als Gallura bezeichnet und besticht durch ihre hektargroßen Korkeichenwälder und mit Macchia bewachsenen Berge. In dieser Region kann sich der Tourist vom Alltagstrubel erholen und kann im Hinterland in einem der zahlreich vorhandenen Bauernhöfe des Agritourismus übernachten. Bei diesem Urlaub auf dem Bauernhof darf der Italien-Urlauber dem Einheimischen noch beim Melken seiner Ziegen zusehen. Ebenfalls sind hier diverse Reitställe angesiedelt, die außer den üblichen Stundenritten auch Mehrtagesritte quer über die Insel anbieten. Die Küstenabschnitte in der Provinz Sassari sind vorrangig Felsküsten, die teilweise wie eine Wand ins Wasser abfallen. Zudem wird diese Region meist von starken Winden heimgesucht. Selbstverständlich findet hier der Urlauber trotzdem ruhige und kleine Buchten mit Sandstrand, die zum Baden einladen. In den kleinen Orten Castelsardo und Santa Theresa de Gallura ist es möglich, einen Blick auf die lediglich 12 Kilometer entfernte französische Insel Korsika zu werfen.
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Der wilde Westen
Die Provinz Oristano zieht sich an der Westseite entlang bis in den Süden und bietet zahlreiche Sand- und Kiesstrände, die sich zwischen den niedrigeren Felsen ansiedeln konnten. Das Hinterland wird als extrem fruchtbar bezeichnet und hier befinden sich einige Weinberge Sardiniens. Oristano hat aber noch eine weltberühmte Besonderheit zu bieten. Fotos der Halbinsel Sinis lassen den Betrachter an Griechenland denken. Die antike Ausgrabungsstätte Tharros brachte unter anderem Säulen ans Tageslicht, die lediglich ein paar Meter vom Meer entfernt stehen. Bei einem Eintrittspreis von 7 Euro sollte sich kein Tourist diese Sensation entgehen lassen. Nach einem Besuch der Ausgrabungsstätte Tharros, die täglich von 9.00 Uhr bis mindestens 17.00 Uhr geöffnet hat, kann sich der Urlauber im fünfzig Meter entfernten Meer die wohlverdiente Erfrischung holen. Halb zerfallene Häuserfassaden runden das Bild dieser Landschaft ab. Nicht weit von der Ausgrabungsstätte entfernt steht die im sechsten Jahrhundert erbaute Kirche San Giovanni di Sinis.
Der touristische Süden
Der Süden Sardiniens wurde nicht zu Letzt durch seine kilometerlangen weißen Sandstrände berühmt, die im Anschluss an einem Meer mit glasklarem Wasser liegen. Dieser Bereich Sardiniens muss einen Vergleich mit der Karibik sicherlich nicht scheuen. Des Öfteren beginnen die Berge ein paar Meter hinter dem Strand und die gebauten Panoramastrassen lassen herrliche Ausblicke auf das Meer zu. Als berühmte Strände in der Provinz Cagliari können die Costa Rei und Costa del Sud genannt werden. Aber auch das Hinterland hat eine faszinierende Landschaft zu bieten: Dort befindet sich das sehenswerte Hügelland Marmilla, in dem das bekannteste Nuraghendorf der Insel liegt. Diese Ansiedlung Barumini liegt ca. 61 Kilometer von der Hauptstadt Cagliari entfernt.
Naturschönheiten im Osten
Der Osten Sardiniens, die Provinz Nuoro, besitzt an Naturschönheiten alles, was Sardinien zu bieten hat. Lange Sandstrände, schmale versteckte Buchten, Felsküsten und kleine Felsen, die im Wasser wie aus dem Nichts auftauchen. Das Wasser des Meeres schimmert hier in allen denkbaren Farben, von grün bis dunkelblau. Die Ortschaft Cala Gonone schmiegt sich an die dahinter liegenden Berge an und vermittelt das Gefühl, mit diesen verschmolzen zu sein. Der Ort Porto Molara, der die nördlichste Ortschaft der Provinz Nuoro darstellt, fasziniert mit einem Highlight. Die vorgelagerte Insel Tavolara ist von hier aus zu sehen und präsentiert sich als ein riesiges Felsgebirge. Das Farbenspiel, das sich hier dem Betrachter bietet - blaue Felsen umspült vom türkisenen Meer und davor der weiße Sand - ließ dieses Motiv zu einem bekannten Werbebild für Sardinien werden. Insgesamt betrachtet scheint die Landschaft im Osten von einem hochbegabten Maler geschaffen worden zu sein.
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