Die Moscheen im Iran – Kultur hautnah erleben
Zu den bekanntesten Bauten des Irans gehören die prunkvollen Moscheen, mit denen das Land bereichert ist. Einen Einblick in diese Gottteshäuser bieten die Große Moschee in Yazd und die Vakil Moschee in Shiraz.
Die Große Moschee, im Herzen der Stadt Yazd, ist eines der schönsten historischen Denkmäler und einzigartigen Sehenswürdigkeiten im zentralen Iran. Die Geschichte der Freitagsmoschee ist bis ins 14. Jahrhundert zurückzuführen. Sie war einst von Schulen, Basaren, Bibliotheken, Bädern und anderen staatlichen Institutionen umgeben. Einige Reste dieser Gebäude sind auch heute noch erhalten. Die Historie sagt, dass das Gotteshaus ein Feuer-Tempel war, der später in eine Moschee umgewandelt wurde. Sie ist mit einer herrlichen Kuppel gekrönt, die mit türkisfarbenen und weißen Kacheln geschmückt ist. Auch die meisten Wandflächen im Inneren des Gebäudes sind mit blauen Kacheln verziert. Die Minarette, die sich an der Front der Moschee befinden, sind die höchsten im ganzen Land.
Eine weitere Besonderheit ist der Eingang. Dieser ist mit Versen aus dem Koran beschrieben und mit Schiefertafeln behangen, auf denen die Anordnung der Regierung, Gesetzte und Berichte über Reparaturarbeiten festgehalten sind. Die Größe der Moschee im Zusammenhang mit dem eleganten Design und den islamisch architektonisch Elementen zieht jedes Jahr tausende Touristen an. Sie steht rund um die Uhr offen und kann von jedermann besichtigt aber auch zum Gebet genutzt werden. Freitags treffen sich dort alle Gläubigen zum gemeinschaftlichen Gebet, bei dem außerdem ein Prediger spricht. Da sie zentral in Yazd liegt, ist sie leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Reist man im Iran weiter nach Shiraz trifft man dort auf die Vakil Moschee. Sie ist westlich des berühmten Vakil Basars gelegen und wurde 1187, während der Zand-Dynastie, erbaut. Die Moschee umfasst eine Fläche von 8.660 Quadratkilometern und ihr Eingang ist mit wunderschönen Bögen gesäumt. Die Innenräume beherbergen einen Altar, der sich auf einer hohen Plattform befindet, welche aus grünem Marmor besteht. Auch in der Vakil Moschee gibt es zahlreiche Koranverse am Eingang des Gebäudes. Aufgrund der Architektur wurde die Moschee bereits in den 1930er Jahren als nationales Erbe registriert. Wegen des vielen Verkehrs in der Vakil Moschee im Iran erneuerte man die Steine des Fußbodens mehrfach und die Beleuchtung in den Innenräumen wurde verbessert. Gegenwärtig dient sie immer noch als Gebetsstätte, ist aber auch für Touristen frei und kostenlos zugänglich.
Eine Moschee aus dem 15. Jahrhundert nach Christus befindet sich in der Stadt Mashhad. Sie wird Goharshad Moschee genannt und verfügt über einen heiligen Schrein, der das Gebäude zu umarmen scheint. Der Bau der Moschee wurde 1409 begonnen und zog sich über zwölf Jahre hinweg. Laut Sir Percy Sites, einem Diplomat und Historiker, ist sie die edelste Moschee in ganz Zentralasien. Bei einem zerstörerischen Erdbeben im Jahr 1803 erlitt der Bau große Schäden, die aber von den Königen der Safawiden bereinigt wurden. Obwohl die Goharshad Moschee auch in der darauffolgenden Zeit immer wieder renoviert wurde, sind ihre Kunstwerke und ihr historischer Wert bis heute erhalten. Insgesamt nimmt das Gebäude eine Fläche von 6.049 Quadratkilometer ein. Sie hat vier Veranden, 22 Kammern und 28 Eingangstüren. Abwechslungsreiche Muster, eine aufwendige Kalligraphie und kunstvoll gemalte Verse des heiligen Korans machen die Goharshad Moschee im Iran einzigartig. Sie kann von jedermann besichtigt werden.
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