Die „Must-Sees“ in Stuttgart
Die Autostadt hat mehr zu bieten als nur Motoren! Die Landeshauptstadt ist spätestens seit der Fussball-WM 06 sicherlich kein Geheimtipp mehr. Hier gibt es die „Must-Sees“ der Stadt inkl. Beschreibung der Erreichbarkeit.
Die Baden-Württembergische Landeshauptstadt ist spätestens seit der Fussball-WM 2006 sicherlich kein Geheimtipp mehr. Hier gibt es jede Menge Kultur, Geschichte, Veranstaltungen aller Art und natürlich das zweitgrößte Volksfest Deutschlands. Auch Ausflüge in das umliegende Schwabenland, zum Bodensee oder auf die Schwäbische Alb sind eine Reise von Stuttgart aus wert, denn diese Ziele sind nur wenige Stunden entfernt. Jedoch hat Stuttgart selbst jede Menge verschiedener Sehenswürdigkeiten zu bieten, und weit mehr als die hier genannten "Must-Sees". Doch Kurzreisende sollten diese Punkte keinesfalls verpassen.
Die Autostadt - Willkommen in "Benz-Town"
Wer an Stuttgart denkt, denkt meist zuerst an Mercedes, das erste Automobil weltweit. Die Stadt ist stolz darauf, dass die Motorenwelt hier entdeckt wurde, das lässt der Mercedes-Stern auf dem Turm des Hauptbahnhofs und das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart Bad Cannstatt unschwer erkennen. Durch die außergewöhnliche Architektur und seine Lage in unmittelbarer Nähe zur Mercedes-Benz Arena ist es zu einer Art Wahrzeichen der Stadt geworden. Daher ist dieses Museum ein „Must-See“. Das Museum zieht sich über neun Ebenen. Ungewöhnlich und besonders ist, dass man seinen Rundgang vom obersten Stockwerk startet und die 125-jährige Automobilgeschichte von der Vergangenheit in die Gegenwart nach unten abläuft. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag (Montag geschlossen) von 09.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eintrittskarten kann man bequem online kaufen oder vor Ort. Eintrittskarten sind bereits ab 4,00 Euro zu bekommen. Die Buslinie 56 bringt einen ab dem Bahnhof Bad Cannstatt zur Mercedes-Benz Welt. Findet allerdings ein VfB-Heimspiel statt, verkehrt die Buslinie nicht ganz so weit. An diesen Tagen kann man auch die Linie U19 und die Sonderlinie U11 bis zum „Neckarpark (Stadion)“ nehmen und von dort aus ein paar Meter laufen.
Ein zweiter Automobilhersteller hat ebenfalls seine Wurzeln in Stuttgart. Der Porsche. Die Elite unter den Sportwagen. Auch Porsche hat ein neues Museum in Stuttgart-Zuffenhausen gebaut. Hier gibt es auch Autos zu sehen, die weltweit nur in begrenzter Anzahl vorhanden sind. Wer in Stuttgart ist, muss zumindest mal realitätsnah den Traum vom schnellen Auto leben. Denn hier ist sein Ursprung. Daher ebenfalls ein „Must-See“. Geöffnet ist dieses Museum Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 09.00 bis 18.00 Uhr. Sonderöffnungstage sind auf der Homepage zu finden. Auch hier gibt es Eintrittskarten bereits ab 4,00 Euro. Ab dem Hauptbahnhof nimmt man die S6 Richtung Leonberg/Weil bis zur Haltestelle „Neuwirtshaus/Porscheplatz“ um zum Museum zu gelangen.
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Mehr als Autos - Tolle Aussichtstürme und das Bahnprojekt Stuttgart 21
Aber Stuttgart hat mehr als nur Autos zu bieten. Ein weiteres „Must-See“ ist der Stuttgarter Fernsehturm in Stuttgart-Degerloch. Er war der erste weltweit. Von hier genießt man einen traumhaften Blick über die Stuttgarter Kessellage. Während man auf den Sonnenuntergang wartet, kann man im Restaurant gemütlich etwas zu sich nehmen. Romantik ist garantiert. Der Turm ist 217 Meter hoch und wurde 1956 fertig gestellt und eingeweiht. Heute dient er zu bestimmten Terminen auch als Theaterbühne. Auf die Aussichtsplattform kann man täglich bis 23.00 Uhr. Die letzte Auffahrt ist um 22.30 Uhr. Die Fahrt kostet für Erwachsene 5,00 Euro Kinder bis 2 Jahre und Geburtstagskinder haben freie Fahrt, 3-15jährige bezahlen 3,00 Euro. Informationen zu Theaterveranstaltungen im Fernsehturm uvm. findet man auf der Homepage. Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln den Fernsehturm ansteuert, nimmt man am besten die Linien U7, U8 oder U15 bis zur Haltestelle „Ruhbank (Fernsehturm)“. Der Bus Nummer 70 fährt ebenfalls zum ersten Fernsehturm der Welt.
Der Hauptbahnhof von Stuttgart ist mittlerweile mehr durch das Projekt Stuttgart 21 als durch seinen Ursprung bekannt. Wer sich näher mit dem Projekt Stuttgart 21 beschäftigen will und sich selbst eine Meinung bilden möchte, sollte sich in den Bahnhofsturm begeben. Dort ist eine Gesamtausstellung über mehrere Etagen zu besichtigen. Wer ganz hoch hinauf fährt, wird mit einer Aussichtsplattform belohnt, die völlig kostenlos ist. Von hier aus hat man einen Blick über die Innenstadt wie sonst nirgendwo. Ein „Must-See“ for free. Der Hauptbahnhof wird mit allen S-Bahnlinien bedient. Auch die U-Bahnen U5-U7, U9, U12, U14 und U15 sowie die Buslinien 40,42 und 44 verkehren hier. Zu Großveranstaltungen ist hier zusätzlich die U11 eingesetzt.
Die Innenstadt
Wer einkaufen will, ist in der Stuttgarter Innenstadt, auf der Königstraße herzlich willkommen. Die Königstraße zählt zu den umsatzstärksten Fußgängerzonen Deutschlands. Über eine Gesamtlänge von einem Kilometer kann man vom Hauptbahnhof an direkt in der Fußgängerzone sein Geld ausgeben. Und für alle die ein größeres Portemonnaie haben, die sollten sich in den Parallelstraßen der Königstraße umschauen. Hier sind verschiedene Boutiquen zu finden. Die Innenstadt ist nicht nur ein „Must-See“ sondern auch ein „Must-shop“. Die Königstraße verbindet die Haltestellen Hauptbahnhof-Schlossplatz und Stadtmitte (Rotebühlplatz) miteinander. Egal welche von diesen drei Haltestellen man als Ziel ansteuert, man kommt an der Königstraße an.
Wer bereits die Fußgängerzone der Innenstadt entlang schlendert ist quasi auch schon auf dem Weg zum nächsten „Must-See“. Dem Schlossplatz. Dieser liegt etwa auf der Hälfte der Einkaufsmeile. Er lädt zum Verweilen ein. Ob mit einer Tüte Eis auf der Wiese oder der Parkbank oder doch lieber ein Besuch in einem der umliegenden Cafés bleibt jedem selbst überlassen. Wer sich auf dem Schlossplatz bewegt sollte einen Blick weiter wagen. Und zwar in den Schlosspark, diesem ist der Landtag angegliedert. Der Schlosspark zieht sich bis nach Bad Cannstatt. Spiel- und Grillplätze sowie zwei Biergärten freuen sich über Besucher. Der Schlossplatz ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch direkt mit den Linien U5, U6, U7, U12 und U15 oder den Buslinien 42 und 44 zu erreichen.
Der Stadtteil Bad Cannstatt bietet Bäder, Feste und vieles mehr
Es lohnt sich in jedem Fall den Schlosspark zu Fuß, mit dem Rad oder auf Inlinern zu erkunden. Denn in Bad Cannstatt angekommen, endet der Park quasi vor dem Haupteingang der Wilhelma – dem zoologisch-/botanischer Garten. Ein absolutes „Must-See“. Nicht nur exotische Tiere, sondern auch die einmalige Parkanlage ist sein Eintrittspreis von 12,00 Euro für Erwachsene wert. Ein Kartenvorverkauf ist online möglich. Öffnungszeiten sind auf der Homepage zu finden. Mit der Bahnlinie U14 kann man direkt vom Hauptbahnhof in nur neun Minuten zur Haltestelle „Wilhelma“ fahren. Oder mit der U13, den Buslinien 52, 55 und 56 jeweils bis „Rosensteinbrücke“. Nach einem kurzen Fußweg, erreicht man den zoologisch-/botanischen Garten ebenfalls.
Die Landeshauptstadt ist auch die Mineralbäderstadt. Mit rund 19 Mineralquellen ist Stuttgart das größte Gebiet des Mineralwasservorkommens in Westeuropa. Die Mineralbäder befinden sich im Stadtteil Bad Cannstatt. Zu den Mineralbädern gehört Das Leuze, Mineral-Bad Berg und das MineralBad Cannstatt. Die Mineralbäder dienen auch Therapiezwecken und Heilungsprozessen. Hier lässt es sich vollkommen gesund entspannen. Ein „Must-See“ für Ruhesuchende im Großstadtleben. Die U-Bahnlinien U1, U2, U14, und zu Zeiten von Großveranstaltungen die Sonderlinie U11, bringen jeden direkt zu der Haltestelle „Mineralbäder“. Das MineralBad Cannstatt erreicht man mit der U2 bis „Kursaal“.
Ende September/Anfang Oktober und Ende April/Anfang Mai findet auf dem Cannstatter Wasen das Volks- bzw. Frühlingsfest statt. Das Volksfest ist das zweitgrößte Deutschlands, nur die Wiesn – das Oktoberfest in München – ist größer. Jedoch hat München weniger Fahrgeschäft zu bieten als Stuttgart dafür aber mehr Festzelte. Beide Veranstaltungen finden meistens um eine Woche versetzt statt und überschneiden sich daher teilweise. Das Frühlingsfest ist das größte Deutschlands. Es ist etwas kleiner als das Volksfest aber grundsätzlich das Gleiche. Fahr- und Feierspaß kommen hier nicht zu kurz. Für Reisende zur Wasenzeit ein „Must-See-and-having-fun“. Zu den Veranstaltungszeiten ist eine Sonderlinie der VVS ins Stuttgart eingerichtet. Den Cannstatter Wasen erreicht man mit der Sonderlinie U11 oder aber auch mit den regelmäßig verkehrenden U-Bahnlinien U1 und U2 bis Mercedesstraße. Die Linie U14 fährt bis zu den Mineralbädern. Von hier aus kann man auch zum Cannstatter Wasen (eine Haltestelle ca. 5 Gehminuten) laufen. Des Weiteren fahren die S-Bahn Linien S1-S3 vom Hauptbahnhof nach Bad Cannstatt. Bis zum Cannstatter Wasen (ausgeschildert) ist es ein Fußmarsch von ca. 11 Minuten. Oder man nimmt vom Bahnhof Bad Cannstatt den Bus 56 Richtung Wagenburgstraße und steigt an der Haltestelle „Veielbrunnenweg“ aus.
Die wohl schönste Parkanlage Stuttgarts
Ein weiteres Highlight der Stadt ist der Höhenpark Killesberg, eine Parkanlage in einer der beliebtesten und schönsten Wohnregionen der Stuttgarter. Ein Ziel für groß und klein, ob alt ob jung - hier kann man entspannen und spielen. Die Parkanlage gehörte 1993 zum IGA (Internationale Gartenbauausstellung) Gelände. Noch heute kann man die Blumenpracht genießen. Viele Kinderspielplätze sowie eine Tierwiese mit Ziegen, Ponys usw. sind für Kinder eine Spaßgarantie. Auch für das kulinarische Wohl wird durch Cafés gesorgt, die zum Verweilen einladen. Der Eintritt in den Park ist wie in allen öffentlichen Parkanlagen natürlich kostenlos. Um gemeinsam den Park zu erkunden bietet sich die Schmalspureisenbahn an, die von Ostern bis Anfang Oktober Saison hat und durch den ganzen Park fährt. Tickets sind für 3-7jährige zum Preis von 1,50 Euro erhältlich, ermäßigte Tickets für Senioren, Schüler, Azubis und Studenten kosten 2,50 Euro. Erwachsene bezahlen 3,00 Euro für eine Fahrt. Auch Mehrfahrtenkarten sind erhältlich. Wer hoch hinaus will, kann auf den Killesbergturm hinauf gehen. Dieser ist ein Seilkonstrukt, welches 2001 eröffnet wurde, und einen Ausblick über den Park hinaus bietet. Der Aufstieg ist kostenlos.
Einmal im Jahr, meist im Juli, findet hier das Lichterfest statt. Viele kleine Fahrgeschäfte, Verkaufsstände mit Bratwürsten, leckeren Süßigkeiten, gebratenen Mandeln uvm. sowie einem Unterhaltungsprogramm machen dieses Fest zu einem besonderen Erlebnis. Am Abend ist der gesamte Park durch Lampions und Lichteffekte erleuchtet. Zum Abschluss gibt es ein großes Musikfeuerwerk. Tickets hierfür sind im Vorverkauf für 13,00 Euro (8,50 Euro ermäßigt), Familientickets sind bereits ab 29,00 Euro zu erhalten. Informationen hierzu findet man auch im Internet. Der Höhenpark Killesberg hat außerdem noch ein Freibad zu bieten. Durch die Vielfältigkeit, die hier geboten wird, und durch die traumhafte und sehr liebevoll gestaltete und gepflegte Anlage zählt dieser Park zu den „Must-Sees“ in der Landeshauptstadt. Mit dem ÖPNV ist der Höhenpark gut mit U-Bahn oder Bus zu erreichen. Der einfachste Weg dürfte mit der Linie U5 oder U12 bis "Killesberg" sein oder mit den Buslinen 43 und 44.
Ein Schloss mit Fernblick
Aussichtspunkte gibt es in Stuttgart viele. Dies ist der Kessellage der Stadt zu verdanken. Wer jedoch gleichzeitig etwas Kulturelles in Verbindung mit einer tollen Aussicht haben möchte, ist am Schloss Solitude richtig. Kein Wunder, dass hier viele Hochzeiten und Feste gefeiert werden. Hier führte einst eine Motorrad- und Autorennstrecke vorbei. Die großzügige Gartenanlage sowie der direkt angegliederte Wald laden zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Natürlich ist auch eine Innenbesichtigung des Schlosses möglich. Die Preise hierfür halten sich im Rahmen von 3,50 Euro pro Erwachsenem, ermäßigt 1,80 Euro, und Familientickets sind für 8,80 Euro zu bekommen. Ein absolutes „Must-Sees“ für Schlossfreunde. Die Anfahrt mit dem ÖPNV dauert ab dem Hauptbahnhof etwa 30 Minuten. Zu erreichen ist das Schloss mit dem Bus 92 Richtung Heslach-Vogelrain ab der Haltestelle Feuersee, welche mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof aus problemlos zu erreichen ist.
Tag und Nachtleben - Ausgehen und Chillen in Stuttgart
Für alle jungen Leute und alle Junggebliebenen, die gerne abends noch etwas ausgehen möchten, bietet sich die Theodor-Heuss-Straße in der Stuttgart-City an. Die Theo, wie sie von den Stuttgartern genannt wird, ist der Szenetreff. Die Straße hat sich erst in den letzten Jahren dazu entwickelt. Hier findet man Bar an Bar, Lounge an Lounge und am Abend verwandeln sich diese Lokalitäten in kleine Clubs – überall wird getrunken, getanzt und gefeiert. Und das fast täglich. Musikalisch dominiert hier die House-Musik. Es gibt jedoch auch Clubs die Mixed-Music oder gar 80er Hits spielen. Auch Themenabende sind hier keine Seltenheit. Die meisten Clubs, Lounges und Bars verlangen keinen Eintritt am Abend. Tagsüber ist das Verweilen sowieso überall kostenlos. Zum Teil gibt es hier auch Lokalitäten mit kostenlosem W-LAN Zugang. Die Theodor-Heuss-Straße ist also das „Must-See“ if you wanna go out and having fun! Zu erreichen ist die Theodor-Heuss-Straße mit dem ÖPNV sehr einfach durch die Haltestelle Stadtmitte. Hier fahren alle S-Bahnen (S1-S6), die U-Bahnen U2, U4 und U14 sowie die Buslinien 43 und 92. Alle „Must-See“ Punkte sind natürlich auch mit dem PKW zu erreichen. Jedoch gestaltetet sich die Parksituation an manchen Zielen, insbesondere in der Innenstadt, schwierig. Sollte man mit dem Auto anreisen, ist zu beachten, dass in Stuttgart die Umweltzone gilt und eine Umweltplakettenpflicht besteht. Natürlich kann man die Stadt auch sportlich mit dem Rad erkunden, indem man sich z.B. eines der DB-Räder mietet. Es gilt jedoch die Lage Stuttgarts nicht zu unterschätzen, es geht immer den Berg runter, wenn man erst mal nach oben gelangt ist und dann wartet evtl. auch schon ein neuer Anstieg.
Weiterführende Inhalte zu Die „Must-Sees“ in Stuttgart
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