Die Normandie – Calvados, der D-Day und Mont St. Michel

Sehr facettenreich und überaus geschichtsträchtig präsentiert sich die Normandie im Norden von Frankreich. Für Touristen gibt es eine prunkvolle Abtei, historische Strände und einladende Badeorte zu entdecken.

Der Ort des D-Day im Jahre 1944, die Heimat des Teppich von Bayeux sowie das Produktionsland des weltberühmtem Calvados Branntwein, so präsentiert sich die Normandie im Norden von Frankreich. Sie hat die perfekte Lage für einen facettenreichen Urlaub, der durch herrliche Küsten, interessante Dörfer und Städte sowie die vorgelagerte Insel Mont St. Michel sehr ansprechend gestaltet werden kann.

Die Stadt Rouen ist die Hauptstadt der Normandie. Deren Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, seitdem aber auch aufwendig restauriert. Einen Platz, den man in Rouen auf jeden Fall besuchen sollte, ist der Place du Vieux Marché, auf dem Jeanne d'Arc im Jahr 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Die Kathedrale von Rouen ist ein Meisterwerk der gotischen Architektur in Frankreich. Sie wurde zwischen 1892 und 1894 erbaut und faszinierte den Maler Claude Monet so sehr, dass er mehrere Bilder von ihr malte. Diese sind alle in der Kathedrale ausgestellt und können besichtigt werden. Geöffnet hat sie dienstags bis samstags von 7.45 bis 19.00 Uhr, sonntags von 8.00 bis 16.00 Uhr sowie montags von 14.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. In der Nähe von Rouen befindet sich das Dorf Giverny, welches ebenfalls einen Besuch wert ist. Dort kann man das Haus, in dem Monet von 1883 bis 1926 lebte, bestaunen. In diesem Gebäude malte er einige seiner berühmtesten Werke. Im Inneren des Hauses findet man zwei Stockwerke vor, die unter anderem über ein Lesezimmer, eine Küche, ein Atelier und einen Esssaal verfügen. Das Monet Haus in Giverny ist von April bis November täglich von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für einen Erwachsenen 8 und für ein Kind unter zwölf Jahren 5 Euro. Kinder unter sieben Jahren dürfen das Museum kostenlos betreten.

Zwischen zwei Kalksteinfelsen gelegen, stößt man in der Normandie auf den alten Badeort Dieppe. Von dort aus kann man seine Reise ideal nach Etretat fortsetzten, das an der Cote d'Albatre (Alabasterküste) zu finden ist. Der Badeort ist von hoch aufragenden weißen Felsen umrandet, die ein schönes Fotomotiv abgeben. Nachdem man dies alles betrachtet hat, laden die Badeorte Honfleur, Deauville und Trouville zum Planschen im Meer oder zum Probieren regionaler Spezialitäten ein. Doch nicht nur die Küste der Normandie hat eine Menge zu bieten. Im Landesinneren trifft man auf die Stadt Bayeux. Sie war die erste, die im zweiten Weltkrieg von der Nazi-Herrschaft befreit wurde und ist die Heimat des Teppich von Bayeux. Dieser stammt aus dem Jahr 1077 und erzählt die dramatische Geschichte der normannischen Invasion von 1066, in bemerkenswerten 58 Abschnitten. Bewundern kann man dieses geschichtliche Meisterwerk im Musée de la Tapisserie de Bayeux im Centre Guillaume le Conquerant. Geöffnet hat das Museum vom 15. März bis 15. November täglich von 9.00 bis 18.30 Uhr sowie vom 16. November bis zum 14. März von 9.30 bis 12.00 Uhr und nachmittags von 14.00 bis 16.00 Uhr. Der Eintritt für einen Erwachsenen beträgt 7,80 und für ein Kind 3,80 Euro. Kinder unter zehn Jahren können das Museum kostenlos besichtigen.

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Am 06. Juni 1944, dem D-Day stürmten 135.000 alliierte Soldaten an Land der Normandie. Diese Aktion wurde durchgeführt, um den Zweiten Weltkrieg zu Ende zu bringen und Europa von der Nazi-Herrschaft zu befreien. Die Truppen kamen an den Stränden an Land, die sich 80 km nördlich von Bayeux befinden. Die heftigsten Kämpfe fanden dagegen an Omaha Beach statt, einem Strandabschnitt 15 km nordwestlich von Bayeux. Heute kann man an diesen ruhigen Stränden entlang schlendern und sich vorstellen, wie es wohl als Soldat gewesen sein muss, an diesem schicksalhaften Morgen dort zu sein. In Arromanches kann man im Musée du Débarquement mehr über den D-Day erfahren. Es präsentiert im Rahmen einer Führung zahlreiche Videofilme über den Verlauf dieses geschichtlichen Abschnittes, etliche Dioramen und eine sogenannte Halle der Verbündeten. Die Besichtigungstour durch das Museum dauert etwas mehr als eine Stunde. Geöffnet hat es täglich einmal von 10.00 bis 12.30 Uhr sowie einmal von 13.30 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt für einen Erwachsenen 7 und für ein Kind 5 Euro.

Seine Reise durch die Normandie kann man mit einem Ausflug auf die Insel Mont St. Michel zu einem spektakulären Ende bringen. Sie ist im Westen der Region gelegen und nur ca. einen Kilometer vom Festland entfernt. Zu besichtigen gibt es dort eine riesige Abtei, die eine Reihe von architektonischen Stilen aufweist. Sie wird von einer kupfernen Statue des Erzengel Micheals gekrönt. Die Abtei auf Mont St. Michel sowie deren Ausstellung kann von Mai bis August täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr und von September bis April von 9.30 bis 18.00 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt dafür kostet 8,50 Euro, mit Audioguide 12,50 Euro. Am besten ist ein Besuch auf Mont St. Michel in den Abendstunden, wenn die Abtei glänzend beleuchtet wird.

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Autor: Spunk  23.02.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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