Die Stadt Prag - wo sich Vergangenheit und Zukunft begegnen

Über die Stadt Prag hatte man früher das Bild einer typischen Stadt aus der Zeit vor der Westöffnung. Graue alte Häuser und Restaurants mit Neonbeleuchtung, wo Einheitsküche gekocht wird, gehören der Vergangenheit an.

Vom Hradschin aus hat man einen tollen Rundblick über die Stadt Prag.

Man kann Prag auf mehrere Arten erreichen. Mit dem eigenen Auto erreicht man die Stadt über das in Tschechien sehr gut vorhandene Straßennetz. In Prag ist es empfehlenswert, sein Fahrzeug in der bewachten Hotelgarage oder Parkplatz abzustellen. Die Anreise mit dem Zug ist eine der bequemsten Möglichkeiten, denn das Bahnnetz nach Prag ist schon besser ausgebaut, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Ein weiterer Vorteil ist, dass man gleich in der Stadt ankommt und durch das flächendeckende öffentliche Verkehrsnetz, sein Hotel leicht erreicht.

Außerdem spart man sich bei dieser Variante, gegenüber der des Selbstfahrers, die Kosten für die Tiefgarage. In der Stadt Prag ist es durch die schon erwähnten öffentlichen Verkehrsmittel wirklich nicht notwendig mit dem eigenen Auto herumzukurven. Selbstverständlich besitzt Prag auch einen internationalen Flughafen am Rande der Stadt. Der Flughafen Ruzyne liegt ca. 19 Kilometer außerhalb vom Stadtzentrum und ist mit diesem durch die Buslinien 254 oder 119 verbunden. Die Fahrzeit beträgt ca. 45 Minuten und kostet ca. 26 Kronen. Es werden auch Busreisen mit organisierten Führungen angeboten. Diese haben den Vorteil, dass man ein komplettes Paket mit Anreise, Unterkunft und Stadtführung erhält, manche haben sogar noch die Verpflegung wie zum Beispiel Halbpension inkludiert. In den letzten Jahren wurden auch die Linienbus Verbindungen nach Prag stark ausgebaut.

Allgemeine Info und Tipps

Anlaufstelle für Informationen aller Art sind die Informationszentren beim Altstädter Rathaus, am Hauptbahnhof, in der Straße Na Prikope 20 und im Sommer beim Kleinseitner Brückenturm. Falls man einen Konzertbesuch oder eine Theatervorstellung besuchen möchte, oder einen Ausflug in die nähere Umgebung von Prag zu buchen plant, kann es sehr hilfreich sein, dort vorbeizuschauen. Bei der Karlsbrücke bieten verschiedene Veranstalter Schifffahrten auf der Moldau an, doch sind diese nicht sehr interessant. Die Fahrtstrecke führt entlang der Altstadt und endet bei der Schleuse, die sich bei Insel Ostrov Stvanice befindet. Vom Schiff hat man fast die gleiche Aussicht, als wenn man von einem Ufer auf die andere hinübersieht. In den letzten Jahren hört man immer wieder von Taschendiebstählen in den öffentlichen Verkehrsmitteln und an öffentlichen Plätzen, daher ist Vorsicht bei der Stadtbesichtigung mit Taschen und Fotoausrüstung geboten.

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Die Währung der tschechischen Republik ist die Krone. In Prag gibt es vor allem in der Altstadt und am Hradschin eine Menge Wechselstuben, die den ganzen Tag durchgehend und am Abend bis ca. 21.00 Uhr geöffnet haben. Man soll sich durch die plakativen Hinweise, dass keine Kommission für den Geldumtausch verrechnet wird, nicht irritieren lassen, denn dafür ist der Kurs schlechter. Es zahlt sich daher aus, die Wechselkurse und Wechselgebühren zu vergleichen!

Hotels in Prag- wo kann man übernachten?

Bei den schon oben erwähnten Arrangements sind die Hotels inkludiert und man braucht sich darum nicht weiter kümmern. Möchte man jedoch individuell anzureisen, ist es empfehlenswert, speziell zu den Sommermonaten oder in der Vorweihnachtszeit bereits einige Wochen vor Reiseantritt ein Zimmer zu reservieren. Derzeit sind die Bettenkapazitäten in Prag noch begrenzt verfügbar und in der Hauptreisezeit schnell ausgebucht. Man sollte darauf achten, wo das Hotel liegt, denn es können zum Beispiel genau vor dem Hotel mindestens fünf Straßenbahnlinien vorbeifahren und obendrein befindet sich noch eine Abzweigweiche. Daher kann in diesem Fall die Geräuschentwicklung in der Nacht sehr hoch sein.

Der erste Eindruck nach der Ankunft

Die Häuser der Altstadt sind fast alle renoviert, das Straßenpflaster ist erneuert und auf alt hergerichtet, es passt perfekt in das Gesamtbild. Das Bild der Stadt vermittelt ein Gemisch aus k. und k. Bauweise und einem leicht skandinavischen Baustil. Wenn man die Fahrzeuge der heutigen Zeit vor seinem geistigen Auge ausblendet, hat man das Gefühl, in das 19. Jahrhundert zurückversetzt zu sein. Das alte Clinche von mit Neonlampen beleuchteten Geschäften und Restaurants im kommunistischen Stil gehört schon längst der Vergangenheit an.

Ganz im Gegenteil, die Geschäfte und Lokale sind aufwendig gestaltet und sehr stil- und geschmackvoll zum Ambiente der Stadt passend eingerichtet. Die Lage der Stadt an der Moldau, die darüber liegende Burg und der bewaldete Hügel Petrin verschmelzen zu einem harmonischen Gesamtbild. Die Altstadt Stare Mesto mit ihren verwinkelten, engen Gassen, der Vielzahl von Durchgängen und Passagen laden zum Bummeln und Flanieren ein. Auffällig ist auch die Vielzahl der Parks und Grünanlagen, die besonders im Frühjahr mit ihrer Blütenpracht und duftenden Grün ein Anziehungspunkt für die Prager sind. In diesen Parks wird gepicknickt, diskutiert oder einfach nur still ein Buch gelesen.

Die Weihnachtszeit in Prag

Besonders reizvoll ist die Zeit vor Weihnachten, wenn die Stadt in eine Schneedecke gehüllt, weihnachtlich geschmückt dem Frohen Fest entgegen sieht. An jedem größeren Platz findet man Weihnachtsmärkte mit reich geschmückten Verkaufsständen, die Kunsthandwerk und Backwaren anbieten. Besonders große und schöne Weihnachtsmärkte befinden sich am Platz zwischen dem Altstädter Rathaus und der Teynkirche, sowie am Wenzelsplatz. Prag versinkt dann in eine friedliche Märchenwelt, wie es in den besten Märchenbüchern nicht anders beschrieben sein könnte. Ein absoluter Geheimtipp!

Hinter den Mauern des Hradschin

Wenn die Zeit des Aufenthaltes nur für ein Wochenende begrenzt ist, dann ist es ratsam sich nur die absoluten Höhepunkte Prags anzusehen. Dazu zählt die Burg Hradschin mit dem Veitsdom, die Karlsbrücke und natürlich die Altstadt und das jüdische Viertel. Hat man mit den Straßenbahnlinien 22 oder 23 den Hradschin mit der Burg erreicht und steht auf dem Hradschiner Platz vor der Burggalerie, kann man der stündlichen Ablöse der Burgwache beiwohnen. Um zwölf Uhr mittags erfolgt die feierliche Wachablöse mit Fanfaren und Fahnentausch.

Ein interessantes Schauspiel mit viel Pomp und Aufwand. Geht man durch die Burggalerie, gelangt man zur größten gotischen Kirche des Landes, dem Veitsdom. Hier liegt auch der Nationalheilige des Landes, der Heilige Wenzel, in einer eigenen Kapelle begraben. Passiert man den alten Königspalast und das St. Georgskloster gelangt man in das viel gerühmte goldene Gässchen von Prag.

Der Hradschin bietet außer der Burg noch ein paar Sehenswürdigkeiten, die es wert sind entdeckt zu werden. Folgt man der Straße mit dem Namen Loretanska gelangt man zum Loretto Platz mit der Loretto Kirche. Der Weg durch dieses Viertel ist gesäumt mit sehr ansehnlichen Häusern, die meist einstöckig sind und durch kürzlich erfolgter Renovierung im alten Glanz erstrahlen. Fragt man einen Einwohner Prags so hört man, dass dies einer der schönsten Plätze Prags sei.

In der Tat, der Platz mit dem Palais Cernin auf der einen Seite und die Lorettokiche auf der anderen Seite wirkt wirklich imposant. Folgt man der Loretanska Straße zurück und es ist gerade Zeit für eine Rast, so befindet sich ca. auf halben Weg zur Burg zurück, ein schmaler Durchgang mit einem Hinweisschild zu dem Lokal Renthauz. Dieses Lokal ist aus zwei Gründen sehr empfehlenswert. Erstens wegen der tollen Aussicht auf die Stadt, da der größte Teil des Lokals als Wintergarten ausgebaut ist und anderseits wegen der ausgezeichneten Küche mit moderaten Preisen.

Da der Hradschin ja ein Hügel ist und diesen man irgendwann ja mal verlassen will, um die weiteren Schätze zu besichtigen, die Prag zu bieten hat, gibt es dafür zwei Möglichkeiten die jedem Reisenden zu empfehlen sind. Die Qual der Wahl bleibt dann jedem selbst überlassen. Eine Möglichkeit ist durch die Burg zu gehen und dann nach dem goldenen Gässchen durch das letzte Burgtor hindurch, wo die Stare Zameche Schody beginnt. Dies ist keine Gasse im herkömmlichen Sinn, sondern es reihen sich eine Vielzahl an Stufen aneinander, bis man den Fuß des Hügels erreicht. Dabei hat man immer den wunderbaren Blick auf die Stadt, jenseits der Moldau vor sich und einen ebenso schönen Ausblick auf den Stadtteil Mala Strana auf der rechten Seite, unterhalb des Hradschin.

Entlang des Weges findet man Stände, die Bilder und diverses Kunsthandwerk anbieten. Die zweite Möglichkeit führt über die Nerudova Straße, auch der Königsweg genannt zur Moldau. Gesäumt wird diese als Königsweg genannte Straße, mit prächtigen barocken Palästen und einer Vielzahl von Läden und Cafes. Dieser Teil der Stadt, auch Mala Strana bezeichnet, mit seinen mittelalterlichen Gassen, Treppen und Passagen ist es wert, auch abseits der Touristenwege erkundet zu werden.

Auf Entdeckungsreise in der Mala Strana

Das Zentrum der Mala Strana ist der Kleinseitner Ring, der sich am Ende der Karlsbrücke Richtung des Hügels Petrin erstreckt. Auf diesem großen Platz stehen in sehr dichter Bebauung Bürgerhäuser mit Renaissance und Barockfassaden. Als besonderen Tipp ist die Halbinsel Kampa zu empfehlen, mit dem dazugehörigen kleinen Park. Diese Halbinsel ist mit der Mala Strana durch kleine Brücken verbunden, die über den Teufelsbach führen. Der Bach mündet an dieser Stelle in die Moldau. Von dem an der Moldau gelegenen Park hat man einen einzigartigen Blick auf die Karlsbrücke und die gegenüberliegende Altstadt, besonders interessant für Fotografen!

Auf dem an den Kleinseitner Ring angrenzenden Petrin Hügel gelangt man mit der Zahnradbahn. Auf dem höchsten Punkt befindet sich eine Kopie des Eiffelturms in Miniaturausgabe. Dieser wurde zur Landesausstellung 1891 errichtet und dient als Aussichtsturm, der besichtigt werden kann. Auf dem Hügel befindet sich außerdem noch die Barockkirche St. Laurentius, die vor kurzem renoviert und ein progressiver Altar erhielt. Die Vergangenheit wurde hier mit der Zukunft kombiniert, eine gewagtes Experiment. Ob es gefällt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Der gesamte Hügel ist bewaldet und mit Spazierwegen durchzogen und dient als riesiger Erholungspark. Den am Fuße des Petrins gelegenen Vtraba Garten sollte man nicht verpassen, der Eingang befindet sich auf der Karmelitska Straße Nr. 25 am Ende des Hofeinganges. Die Gartenanlage ist terrassenförmig im Barockstil angelegt und besitzt einen besonderen Reiz.

Durch die verwinkelten Gassen der Altstadt Stare Mesto

Für welchen Weg man sich auch immer entscheidet, vom Hradschin herunter zu gelangen, auf jeden Fall sollte man, um in die Altstadt zu gelangen, die Karlsbrücke nehmen. Auf dieser ältesten Brücke der Stadt und bis in das 19. Jahrhundert die einzige Verbindung zum gegenüber liegenden Stadtteil, befinden sich zu beiden Seiten jeweils 30 Heiligenfiguren. Von der Mitte der Brücke hat man einen tollen Ausblick auf die Mala Strana und den Hradschin, besonders am Vormittag, wenn die Sonne diesen Teil Prags beleuchtet. Entlang der Brücke spielen Straßenmusiker und es gibt diverse fahrende Verkaufsstände, die Kunsthandwerk und selbst gemalte Bilder, meist Ansichten von Prag, anbieten.

Folgt man nach der Karlsbrücke der Fußgängerzone, die durch die Karlova Straße führt, gelangt man zum Altstädter Rathaus. Dieses bietet gleich mehrere Attraktionen. Einerseits ist eine überdimensionale astronomische Uhr mit goldenen Zifferblättern und blau braunen Hintergrund zu bewundern, als auch das Schauspiel der über der Uhr sich vorbei bewegenden Figurenfolge der zwölf Apostel. Für 100 Kronen kann man entweder zu Fuß, oder mit dem Lift den Turm besichtigen und von dort oben bietet sich eine tolle Aussicht auf Prag. Rechts neben dem Rathaus steht am anderen Ende des Platzes, die bedeutendste gotische Kirche Prags mit ihren beiden 80 Meter hohen Türmen, genannt Teynkirche. Sehenswert ist am Nordportal das Giebelfeld mit dem Relief des Leidensweg Christi.

In der Gasse mit dem Namen Kozna auf Nummer elf gibt es eine Pizzeria mit dem Namen Giovanni. Dieses Lokal ist zwar nicht sehr typisch für Prag, aber es gibt dort sehr guten Essen mit stilvollen Rahmen und die besten Pizzen von Italien bis zum Nordkap! Am Ende der Altstadt, beim Platz der Republik erhebt sich der Pulverturm mit einer Höhe von 65 Meter. Auch dieser kann besichtigt und mit über 180 Stufen bis zur Aussichtsplattform bestiegen werden. Die schönsten Fotos vom Pulverturm gelingen am späten Vormittag, wenn der Turm vom Platz der Republik her mit Sonne beschienen ist und die Reliefs und Fresken zur Geltung kommen.

Das Jüdische Viertel von Prag

Im Stadtteil Josefstadt, wo einst die bedeutendste jüdische Gemeinde Zuhause war, liegen heute noch sechs Synagogen und der jüdische Friedhof von Prag. Dieser Friedhof ist sehr sehenswert und sollte unbedingt besichtigen werden. Mit über 12.000 gotischen, Renaissance- und Barockgrabsteinen, ein einzigartiges Juwel. Es ist empfehlenswert, den Friedhof am frühen Morgen zu besuchen, wenn noch Stille und Ruhe über den Grabstätten liegen und noch keine Busladungen von Touristen über den Friedhof geschleppt werden. Die Altneusynagoge ist einer der ältesten Synagogen in Europa und besitzt eine altertümliche Innenausstattung.

Nove Mesto - vom Wenzelsplatz bis zur Anhöhe des Vysehrad

Bei einem längeren Aufenthalt in Prag, kann man auch noch die Neustadt Novo Mesto ins Besichtigungsprogramm aufnehmen. Dieses Viertel erstreckt sich vom Wenzelsplatz bis zur Befestigungsanlage Vysehrad im Süden der Stadt. Der Wenzelsplatz ist zwar geschichtlich sehr interessant, aber optisch ist er nur durch seine Länge von 750 Meter imposant. Es reihen sich Billigläden aneinander, die durch einfache Cafes unterbrochen werden. Die Häuser erinnern eher an die Zeit vor dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems und sind so überhaupt nicht typisch für Prag. Nur in der Vorweihnachtszeit wird dem Platz ein gewisser Charme eingehaucht, wenn der Weihnachtsmarkt seine Pforten öffnet und der Platz weihnachtlich dekoriert ist.


Mit der U-Bahnlinie rot erreicht man die Festungsanlage Vysehrad, die gleich lautende U-Bahnstation liegt nur wenige Gehminuten entfernt. Von dieser Anlage sind zwar nur noch Ruinen erhalten, jedoch bietet der Hügel, auf der einstmals die Anlage gelegen ist, einen tollen Blick auf die Stadt und anderseits hat man hier die Gelegenheit für schöne Spaziergänge durch den angrenzenden Park. Auf dem dort befindlichen Friedhof liegen die größten Künstler Tschechiens, etwa wie Smentana, Dvorak und Mucha begraben. Vyseherad war der Sitz der böhmischen Könige bis zum Jahr 1125, als die Anlage auf dem Hradschin entstand.

Prag bei Nacht - wo das kulturelle Leben beginnt

Selbstverständlich bietet Prag auch am Abend eine Fülle von kulturellen Möglichkeiten, die man nicht verpassen sollte. Information über die Verfügbarkeit von Karten für die einzelnen Theater und Veranstaltungen erhält man im Touristeninfobüro im alten Rathaus. Das Theater Lanterna Magika mit seiner faszinierenden Show, die eine Kombination aus Live Auftritten von Schauspielern und der Projektion von Bildern darstellt. Dadurch ergeben sich tolle Effekte und eine perfekte Illusion zwischen Wirklichkeit und Bildern. Das Theater liegt in der Altstadt Stare Mesto – Narodni vier.

Ähnlich dem Theater Lanterna Magika bietet das Black Theater ein Programm, das eine Mischung aus Pantomime, Tanz und Musicaldarbietung darstellt. Diese Kombination der einzelnen Stile wird dann zu einem schwarzen Theater mit sehr vielen tollen Effekten und einer Rahmenhandlung zusammengefügt. Sehr perfekt gemacht und eine wirklich tolle Darbietung. Das Theater befindet sich im ersten Bezirk Prags in der Straße Rytiska Nummer 31.

Das dritte zu empfehlende Theater ist das Tschechische Marionettentheater mit seiner Darbietung der Mozartoper Don Giovanni. Die Schauspieler sind Marionetten in Kostümen, die Kulisse aus Pappmaschee und das Orchester besteht ebenfalls aus Marionetten. Eine ganz eigene Art der Operndarbietung, die auch die jüngsten Besucher anspricht und sehr nett gemacht ist. Vor der Vorstellung hat man noch die Möglichkeit, das Marionettenmuseum zu besuchen. Hier werden diverse Marionetten mit verschiedenen Kostümen aus vergangenen Vorstellungen ausgestellt.

Der Abschluss eines Theaterbesuches kann der Besuch in einem der vielen Bierlokale sein. Wer gerne sein Bier auf literarischen Boden trinken will, dem ist das Lokal Kelch zu empfehlen. Dieses Restaurant bildet in den Geschichten um den Braven Soldaten Schweijk den Hintergrund. Natürlich gibt es noch eine Menge anderer Bierlokale, die ebenfalls ausgezeichnetes Bier ausschenken, denn Prag und Tschechien ist ja für seine Bierbraukunst in der ganzen Welt bekannt.

Ein paar Worte noch zum Abschluss

Prag hat in den vergangenen Jahren seit dem Ende des Kommunismus eine positive Wandlung erfahren, die der Stadt die den Beinamen Goldene Stadt zu Recht verleiht. Die umfangreichen Renovierungen und Sanierungen der Häuser und Paläste haben die bereits vorhandene Grundsubstanz gehörig aufpoliert, so dass heute die ganze Stadt im Glanz erstrahlt, ein Glanz der ihr zu Recht gebührt. Prag wird daher in den nächsten Jahren sicher in die Liga der meist bereisten Städte Europas aufsteigen, ob diese Entwicklung positiv auswirkt und Prag seine Ursprünglichkeit, die es ja so interessant macht, beibehält, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Reisebericht als PDF
Autor: miguel060804  17.03.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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