Die Straße der Römer - Auf kulinarischen Spuren der Römer
Der Geschmack der Antike - Auf der Straße der Römer erwarten den geschichtshungrigen Besucher im Moselgebiet neben den archäologischen Stätten auch kulinarische Spezialitäten.
Auf der Kulturroute Straße der Römer wird römische Geschichte und Kultur im Moselgebiet rund um Trier bzw. das antike Augusta Treverorum hautnah erlebbar. Zu den zahlreichen den Besuchern zugänglich gemachten archäologischen Zeugnissen in dieser ehemaligen römischen Provinz zählen Tempel, Thermenanlagen, Villen und Grabmäler. Die Hinterlassenschaften der Römer beschränken sich jedoch nicht nur auf Bauwerke; auch kulinarisch haben sie sich, am augenfälligsten durch die Begründung des Weinanbaus, in der Region verewigt. Unter dem Motto "Antike Schmecken" hat sich der dortige Tourismusverband in Zusammenarbeit mit der Gastronomie, lokalen Weingütern und Produzenten, die römische Spezialitäten heute wieder herstellen, des Themas angenommen. Der berühmte Moselwein, der zuerst in Neumagen und dann an den Moselhängen der Straße der Römer bis heute erfolgreich kultiviert wird, ist nur ein Beispiel für die vielfältigen Gaumenfreuden, welchen die Römer bereits anhingen. Die Römer kannten eine ganze Palette raffinierter Rezepte, stellten Senf her, naschten Gebäck, produzierten Käse und bauten Kräuter an um ihren Speisen Würze zu verleihen. Teilweise dienten die in römischer Zeit an der Mosel hergestellten kulinarischen Erzeugnisse auch dem Export.
Die Ergebnisse des Projekts, den Geschmack der Antike wieder zum Leben zu erwecken und Traditionen sichtbar zu machen, kann der Besucher allerorts bestaunen und genießen. Römisch inspirierte Weinverkostungen und Weinforen vor den römischen Ruinen und begleitet von thematischen Veranstaltungen lassen die Geschichte wieder lebendig werden. Zahlreiche Restaurants widmen sich entlang der Straße der Römer der römischen Kochkunst und Eßkultur. Teilweise sind die Gaststätten in die römischen Stätten integriert. Marcus Gavius Apicius überlieferte um 30 n. Chr. in seinem Werk 'De Re coquinaria' Rezepturen, die heute wieder nachgekocht werden. So wird die römische Küche wieder belebt und teilweise auch neu interpretiert. Zumeist liefern regionale Erzeuger die Zutaten.
Zu den Angeboten zählen auch Führungen durch die Produktionsstätten. In der Historischen Senfmühle Monschau, die 18 verschiedene Sorten Senf herstellt, kann der Besucher allerhand über die Senfproduktion und ihre Geschichte lernen. Die Salvialea Kräutergärtnerei knüpft an das antike Wissen über Kräuteranbau und Heilpflanzen an und kann ebenfalls besichtigt werden. Der geschichtshungrige Wanderer kann auf der Straße der Römer also auch in kulinarischer Sicht viel über die Sitten und Traditionen der Römer erfahren.
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