Die Wasserstadt Wuzhen

Zwischen den Touristenstädten Shanghai, Suzhou und Hangzhou befindet sich die Wasserstadt Wuzhen. Diese sticht durch ihr traditionell belassenes Stadtbild hervor.

Selbst für nichtchinesische Verhältnisse ist Wuzhen mit seinen 6.000 Einwohnern keine sehr große Stadt. Die Einwohner und deren Berufe sind eng mit den Wasserkanälen, die durch die Stadt fließen, verbunden. Besonders werden in Wuzhen der Reisanbau, Tabak und die Seidenherstellung gepflegt. Der größte Teil dieser Stadt ist jedoch nicht besonders sehenswert und sieht aus, wie viele andere chinesische Städte. Allerdings ist ein kleiner Bezirk in der Stadt von den modernen Bebauungen verschont geblieben. Dies ist der interessante Teil. Dort findet man noch alte Holz- und Steinhäuser, die entlang der Wasserkanäle, die die Stadt durchziehen, gebaut wurden.

Um diesen alten Kern Wuzhens besichtigen zu können, muss man allerdings Eintritt bezahlen. Hierbei wird zwischen zwei Bereichen unterschieden: Dongzha und Xizha. Der Eintritt für Dongzha kostet 100 Renminbi, während er für Xizha 120 Renminbi kostet. Man kann aber auch ein Kombiticket für beide Bereiche kaufen für 150 Renminbi. Beide Zonen sind generell 24 Stunden lang zu bsichtigen, allerdings sind viele Manufakturen und Ausstellungen nur zwischen 8.00 und 17.00 Uhr geöffnet.

Die Dongzha Zone wird von den meisten Touristen besucht. Dort herrscht ein reges Treiben. Viele Stände und kleine Manufakturen bieten ihre Produkte an. Auch finden gelegentlich kleine Aufführungen statt, wie traditionelle chinesische Musik oder Kungfu. Oder beispielsweise auch die tägliche Vorstellung auf dem High Pole Boot. Hierbei klettert ein Bewohner Wuzhens auf die Spitze einer 15 Meter langen Bambusstange. Dieser symbolhafte Akt soll die Entwicklung einer Seidenraupe zu einem Kokon darstellen und der Stadt Wohlstand für das kommende Jahr bescheren. Zudem befindet sich hier das Geburtshaus des bedeutenden chinesischen Schriftstellers Mao Dun.

Die Xizha Zone hingegen ist ein Ort der Ruhe und Erholung. Sie wird von insgesamt zwölf Inseln gebildet, die durch 72 Brücken miteinander verbunden sind. Hier sind vor allem kleine Gästehäuser und Hotels angesiedelt, die zwar in den alten Häusern sind, allerdings über eine moderne Ausstattung verfügen. Es lohnt sich durchaus, hier eine Nacht zu verbringen, da mit Anbruch der Dunkelheit alle Häuser entlang der Wasserstraßen erleuchtet werden und somit ein besonders romantisches Ambiente geschaffen wird. Zwischen den beiden Zonen Dongzha und Xizha gibt es einen kostenlosen Shuttlebus, der immer vor den jeweiligen Touristeninformationen am Eingang hält. Es ist auch möglich, die Strecke zu laufen, gestaltet sich allerdings schwierig, da es keine Wegbeschreibungen oder Ausschilderungen gibt.

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Autor: AlinaXO  29.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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