Dublin's Gay Community
Auch Dublin feiert jedes Jahr die berühmt berüchtige Pride Parade in den zahlreichen Gay Clubs und Bars mit Teilnehmern und Zuschauern aus der ganzen Welt.
Dublin’s Gay Scene ist innerhalb der letzten vergangenen Jahre beispiellos gewachsen. Im Stadtzentrum gibt es bisher sieben Veranstaltungslocations für Schwule und Lesben. Von der Capel Street – auf der nördlichen Seite des Flusses – verlaufen sie bis zur George’s Street im Süden über die Parliament Street in Tempel Bar. Wem das noch nicht genug ist, der findet im Zentrum von Dublin so genannte One-Nighter Clubs, die jede Nacht unter der Woche für das schwul-lesbische Publikum geöffnet haben. Ebenso reichlich gibt es Hotelunterkünfte und Bars mit dem Hinweis: Gay friendly. Diese werden besonders zum jährlichen Pride Parade Event gut und gern genutzt. In den Gay Clubs ist in den Tagen der Pride Veranstaltung neben den allgemeinen Tanzclubnächten auch ein spezielles Programm vorgesehen. Zum Beispiel wird dann viel für die HIV-Aufklärung getan.
GUBU ist einer der hipsten Tanzclubs in der City, der Live Musik, Comedy und spezielle Events in der Capel Street anbietet. Früher war er tänzerische Anlaufstelle für die breite Masse, also ohne schwul-lesbische Züge. Später wurde er als reiner Gay Club wieder eröffnet und bietet den Gästen dezentes Licht, Samtvorhänge, eine Jukebox sowie eine Chill out Area im unteren Stockwerk. Den neuen, eleganten und modernen Schliff erhielt die Location von den Besitzern der Front Lounge, einer aufregenden, stylischen Gay Bar in der Parliament Street ganz in der Nähe. Seinen Namen erhielt der Club durch Charles Haughey's Reaktion auf einen politischen Skandal: Grotesque, Unbelievable, Bizarre, Unprecedented - kurz: GUBU
The George ist der vielleicht populärste Tanzclub für Männer und Frauen und befindet sich in der Great George’s Street. Die auffällig lila gestrichene Fassade, das Regenbogenfähnchen und die Reklameröhre in Form einer Kaffeetasse lassen schon von außen vermuten, was sich dahinter verbirgt. Das Interieur besteht aus zwei Floors. Aber auch viele bekannte Sänger, wie zum Beispiel Jimmy Somerville, sind auf der unteren kleinen, publikumsnahen Bühne schon aufgetreten und haben ihre bekanntesten Songs zum Besten gegeben.
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Ein paar Meter weiter entlang der Upper George’s Street, findet man The Dragon. Der Eingang und das Drachenkopfrelief an der Fassade sind aufwendig gestaltet und lassen schnell erkennen, dass das Innere dieser Location sehr elegant und klar gestaltet ist. Es gibt viele gemütliche, durch dicke Satinvorhänge getrennte Sitzbereiche, in denen man die leckeren Cocktails genießen kann. Hoch über der langen Bartheke gibt es hin und wieder Lapdance Einlagen zu sehen. Alle paar Monate wird ein Model-Contest auf die Beine gestellt und jeder Gast hat die Chance, sich zu bewerben und am Ende als Gewinner einen Preis mit nach Hause zu nehmen.
Das Out on the Liffey ist einer der bekanntesten Gay Pubs im nördlichen, aber sehr zentralen Teil der Stadt, in dem Upper Ormond Quay, und eher für schwule Gäste vorgesehen. Genauer gesagt trifft sich dort die Liga der Männer mittleren Alters. Der Pub hat eine vernünftige Größe, er dient aber nur zur Tageszeit mit geschmackvoller Atmosphäre. Ab und zu verirren sich lesbische Frauen darin, merken dann aber recht schnell, dass das Out keinesfalls zu ihrer Stammkneipe werden dürfte.
Dafür ist The KISS im Temple Bar Music Centre, in der Curved Street, speziell etwas für Frauen. Um aber doch niemanden auszugrenzen, heißen die Mottoshows oft: For Lesbians and friends - oder - Women's night with men welcome as guests. Das können Hetero-,Transsexuelle und Schwule sein. Diese Party findet jeden dritten Freitag im Monat statt. Die Räumlichkeiten sind eher schlicht gehalten und gleichen einer Lagerhalle. Im Vorraum gibt es eine große Bar mit gemütlichen Sitzgruppen.
Zwei bekannte Hotels in der Gay Scene sind zum einen das Frankie’s Guest House im Camden Place, welches exklusiv für schwule und lesbische Urlauber angedacht ist und zum anderen das Shelbourne Meridien Hotel, welches nicht weit von der Dubliner Gay Scene entfernt ist, aber grundsätzlich mehr heterosexuelle Besucher vorweist. Dafür, dass Dublin im katholischen Irland liegt, ist die Hauptstadt im Grunde genommen doch ein sehr guter Anlaufpunkt. Selbst die Plastik des berühmten Homosexuellen Oscar Wilde sieht man in einem der vielen Parks in Dublin stehen. Allerdings wird in jedem Reiseführer geraten, seine homosexuelle Neigung nicht in die Öffentlichkeit zu tragen.
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