Effeltrich – Zwischen Krenland und Fränkischer Schweiz
Das oberfränkische Dorf zwischen Forchheim und Erlangen hat viel zu bieten: Am Westrand der Fränkischen Schweiz im Regnitz-Tal gelegen, beheimatet es eine uralte Tanzlinde und eine mittelalterliche Kirchenburg.
Die Metropolregion Nürnberg entwickelt sich erfolgreich und lebhafte Verkehrsadern verbinden die wichtigen Zentren. Doch Franken steht auch für Kultur, Geschichte, malerische Landschaften und Genuss. Besonders in Oberfranken ist weit und breit die höchste Brauereidichte zu verzeichnen und in derselben Region laden mehrere freundliche Gebirgslandschaften zum Wandern, Erholen und Schauen ein. Die Fränkische Schweiz besticht durch ihre eigenwilligen Kalksteinformationen, durch die sich tiefe Täler ziehen und deren Felsen oft günstig für die Errichtung einer Burganlage waren. Versteckte Dörfer und ein paar pittoreske Städtchen liegen hier verstreut, in denen fränkisches Fachwerk und barocker Sandstein bezaubern. Im Westen endet die kleinteilige Höhenlandschaft mit ihren Laubwäldern und kiefernbestandenen Hängen abrupt und gleitet ins Regnitz-Tal hinab.
Eisensandstein und Kalk wechseln sich noch einmal ab, bis unten das leicht gewellte, mit Kiefernwäldchen durchsetzte fruchtbare Krenland erreicht ist. Diese Kleinlandschaft ist für den Gemüseanbau bekannt und erhielt ihren Namen vom süddeutschen Wort für Meerrettich. Wo eben noch steile Hänge und schroffe Felsen emporragten, grenzen beschauliche Streuobstwiesen an teils sandige, teils reichere Ackerböden. Im Krenland am Fuß der Fränkischen Schweiz liegt das Dorf Effeltrich. Jedem, der zum ersten Mal hierher kommt, fallen in der Ortsmitte die Türmchen aus großen Sandsteinquadern und mit rundem Spitzdach auf. Jeder einzelne Stein besitzt noch das Loch, wo die mittelalterlichen Bauleute ihre Zange ansetzten, um die Blöcke an ihren Platz zu heben. Zwischen den Türmen verläuft eine Wehrmauer rings um die ebenfalls sandsteinerne gotische Kirche mit ihrer reichen barocken Ausstattung.
Der Kirchhof ist vollständig und ganz planmäßig mit gepflegten Grabstellen ausgefüllt, die gesamte Anlage ist dem Heiligen Georg geweiht. Der biblische Drachentöter wacht außen neben dem Tor in einer eigens für ihn geschaffenen Nische. Direkt über der Durchfahrt halten drei weitere Heilige Ausschau. Sie blicken auf die zweite große Sehenswürdigkeit von Effeltrich: Ringsum werden die weit ausladenden Äste der altehrwürdigen Tanzlinde abgestützt, deren Alter auf über 800 Jahre geschätzt wird und die vielleicht sogar noch die vor den Deutschen hier ansässigen Wenden gesehen haben. Unter ihr versammelten sich schon früher die Menschen von Effeltrich und freuen sich auch jetzt noch jedes Jahr wieder, wenn der alte Baum von neuem sein grünes Blätterdach ausbreitet. Effeltrich eignet sich sowohl für einen kurzen Zwischenstopp als auch zum weiteren Erwandern der Gegend. Und schließlich ist es von hier nicht weit bis zu den mächtigen Türmen und Dächern von Bamberg oder Nürnberg.
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